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Krasser Gewichtsverlust: Braker speckt 280 Pfund ab

24.08.2015

Brake Ein wenig schüchtern zeigt Kevin Michels seine Jeans, die er vor zwei Jahren noch regelmäßig getragen hat: Er würde heute zweimal hinein passen. Der 26-jährige Braker wog 2013 noch 230 Kilogramm – heute nur noch 90.

„Das hat schon von klein auf so angefangen“, erinnert sich Michels. Seine Mutter: eine gute Köchin. Sein Appetit: groß. 180 Kilogramm waren es irgendwann. Er brach die Schule nach der neunten Klasse ab, arbeitete in einem Restpostengeschäft, bis seine Stelle gestrichen wurde. „Die Arbeitssuche war frustrierend. Ich hatte Langeweile. Ich habe gegessen, gegessen gegessen.“ So legte der junge Mann noch einmal 50 Kilogramm zu. „Ich war vorher schon bei Ernährungsberatungen, das hat alles nichts gebracht.“ Anfragen für eine Kur seien immer wieder abgelehnt worden.

2012 wurde dem damals 23-Jährigen ein Magenballon eingesetzt – als Vorbereitung für eine Bypass-Operation. Gemeinsam mit seiner Schwester und Dr. Jan Henrik Herrfurth gründet Michels eine Selbsthilfegruppe für Adipositas-Erkrankte. 30 Mitglieder hatte die Gruppe zu Beginn – sie wählte Michels zu ihrem Sprecher. Die Teilnahme an einer Gruppe wird von Krankenkassen gefordert, sonst wird eine OP nicht übernommen.

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Im Februar 2013 war es soweit, der Magenballon hatte sein Körpergewicht reduziert, ein weiterer Eingriff war möglich. In einer Magenbypass-Operation wurde die Speiseröhre direkt mit dem Zwölffingerdarm verbunden. Das Abnehmen im großen Stil begann. „Ich bin viel Fahrrad gefahren und ins Fitnessstudio gegangen“, sagt Michels. Durch das Übergewicht sei seine Rückenmuskulatur geschädigt, das Training nötig gewesen. „Ich konnte vorher kaum noch laufen.“

Die OP habe sein Leben verändert. „Ich kann heute genauso essen wie vorher – ohne zuzunehmen“, freut er sich. Auch seine Schwester und sein Bruder, vorher 150 und 160 Kilogramm, entschieden sich für die Operation.

120 Kilogramm sind innerhalb von zwei Jahren verschwunden, geblieben ist überschüssige Haut. „Ich hatte schon eine Operation, bei der die Haut an Bauch und Rücken gespannt wurde. Jetzt kommen noch zwei für Brust und Arme, damit ich wieder arbeiten gehen kann“, erzählt der junge Mann, der sich wünscht, eine Ausbildung beginnen zu können. Dafür würde er nun alles tun.

Sein Leben hat sich verändert: „Ich spiele jetzt Fußball, mache viele Radtouren und gehe mit Freunden ins Stadion.“ Sein Freundeskreis habe sich nicht verändert: „Die haben auch schon zu mir gehalten, als ich noch dick war.“ Im Fitnessstudio hat er mal versucht, sein verlorenes Gewicht zu stemmen: „Keine Chance!“

Heute sehe er viele junge Braker, denen er helfen wolle. „Aber ich traue mich nicht, sie auf ihr Gewicht anzusprechen.“ Seinem Selbstvertrauen habe das neue Aussehen noch keinen Schub gegeben. „Aber das liegt wohl an mir, andere fangen sofort an, aus sich raus zu sprudeln.“

Die Adipositas-Gruppe trifft sich jeden ersten Dienstag um 18.30 Uhr in der Cafeteria des St.-Bernard-Hospitals.

Sascha Sebastian Rühl Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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