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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

TSV verpasst Sprung ins Halbfinale

25.11.2019

Abbehausen Das Viertelfinale im Niedersachsenpokal ist die Endstation für die Oberliga-Fußballdamen des TSV Abbehausen. Gegen den Regionalligisten VfL Jesteburg ging am Sonntag das Heimspiel mit 0:4 (0:3)-Toren verdientermaßen verloren. Der TSV hatte sich nur eine Tormöglichkeit gegen den klassenhöheren Gast herausgespielt. Nadine Schiller scheiterte beim Stande von 0:3 gegen ein zunächst zaudernde Torhüterin Laura Jungbluth.

Jesteburg liegt im Landkreis Harburg. In der Gemeinde am Fluss Seeve leben gut 7200 Einwohner. Durch eine dauerhaft gute Jugendarbeit ist es dem Verein gelungen, bis in die Regionalliga aufzusteigen.

Daheim sind die Frauen des VfL eine Macht. Sie hatten am vergangenen Wochenende den Hamburger SV mit 3:1 geschlagen.

Klare Führung

Dass das Team von Trainerin Ina Heitmann auch auswärts mit Bravour bestehen kann, bewies es in Abbehausen. Der VfL hatte bereits im ersten Durchgang dem Spiel mit einer 3:0-Führung seinen Stempel aufgedrückt. Lässigkeiten in der TSV-Abwehr ermöglichten dem VfL Torchancen. Nathalie Mertens im Tor der Gastgeberinnen hatte mehr zu tun, als ihr lieb sein konnte. Pech: Sie ließ sich von zwei Fernschüssen – getragen vom starken Seitenwind – überraschen.

Heitmann hatte vor dem Spiel gesagt, dass in Jesteburg nicht auf Kunstrasen gespielt wird: „Wir benötigen sicherlich eine kurze Zeit der Eingewöhnung.“

Recht sollte sie behalten, denn ihre Spielerinnen leisteten sich in den ersten fünf Minuten zwei katastrophale Fehlpässe vor dem eigenen Strafraum. TSV-Spielerin Nadine Schiller hätte fast Kapital daraus gezogen, doch einer ihrer kernigen Schüsse wurde in letzter Sekunde geblockt.

Im zweiten Durchgang schaltete der VfL im Gefühl des sicheren Sieges einen Gang zurück: „Wir haben zu oft den Torerfolg zentral mit Pässen in die Schnittstelle gesucht und beim Konter den Ball nicht von der gegnerischen Torhüterin weggespielt“, meinte Trainerin Heitmann, die mit der Defensivarbeit ihrer Spielerinnen zufrieden war.

Herausragend agierte bei den Gästen Janine von der Wroge auf der rechten Seite in der Abwehrkette. Mit klugem Passspiel und kämpferischen Einsatz brachte sie die Abbehauser Abwehr oftmals in Verlegenheit. „Sie hat das Spiel ihres Lebens heute gemacht“, lobte ihre Trainerin.

„Wir wollten mit langen Bällen agieren, um nicht ständig unter Druck zu stehen“, sagte TSV-Trainer Daniel Behrens. Von Kombinationen hatte er abgeraten, weil der VfL bärenstarke Zweikampfspielerinnen habe. „Da wären wir bei Ballverlusten in einige gefährliche Konter gelaufen.“

Trotz der Niederlage gewann er dem Pokalwettbewerb viel Gutes ab: „Wir haben den TuS Büppel und Eintracht Braunschweig geschlagen. Wer hat uns das schon zugetraut?“

Nummer zu groß

Jesteburg war für den TSV eine Nummer zu groß, denn die Mannschaft hatte nicht nur technisch einen deutlichen Vorteil. „Wir hatten offensiv wenig zu bestellen. Der VfL hat in der ersten Halbzeit Tiki-Taka gespielt“, ärgerte sich TSV-Spielerin Jana Oonk. Ihre Mitspielern Geske Kaemena ergänzt: „Unsere Kontrahentinnen waren einfach stärker. Wir haben gut gekämpft. Es hat nicht gereicht.“ Ann-Christin Luga meinte: „Der VfL war mit seiner Zweikampfstärke immer präsent.“

Beim TSV war die Fehlpassquote an diesem Sonntag schlichtweg zu hoch. Die Mannschaft zeigte sich oft unentschlossen auf dem Weg in die Offensive, stand zu tief und ermöglichte den Gästen viel Freiraum.

Coach Behrens verwies unterdessen auf die Ausfälle: „Mit Jule Hedemann, Chiara Böschen und Samantha Müller fehlten mir drei sehr gute Offensivspielerinnen. Mit ihnen wären wir im Sturm bestimmt kreativer gewesen“, meinte er. „Aber das soll keine Ausrede sein. Jammern hilft uns eh nicht weiter.“

Tore: 0:1 Ferreira-Rocha (12.), 0:2 Heins (22.), 0:3 von der Wroge (35.), 0:4 Vetter (75.).

TSV: Mertens - Grube, Templin (46. Buchholz), Schiller, Luga, Emmert, Detmers (70. Beerhorst), Oonk, Kaemena (78. Bruns), L. Schüler, Bultmann.

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