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Abbehauser Traditionsverein droht das Aus

07.03.2019

Abbehausen Dem Schützenverein Abbehausen droht das Aus. Weil bei der Jahreshauptversammlung niemand für den Posten des Vorsitzenden und des Schatzmeisters kandidierte, steht der Verein jetzt ohne Führungsriege da. Eine Chance, die Lücke zu schließen, gibt es noch. Der bisherige Vorsitzende Hergen Albers will die Mitglieder zeitnah zu einer außerordentlichen Versammlung zusammentrommeln. Sollte sich auch dann niemand finden für die vakanten Posten, muss sich der Verein auflösen. Und damit ginge eine Tradition zu Ende. Der Schützenverein Abbehausen wurde 1954 gegründet.

Vor 28 Jahren hatte Hergen Albers das Amt des Schützenpräsidenten übernommen – und seit 20 Jahren kündigte er immer wieder an, nicht wieder kandidieren zu wollen. Bei der jüngsten Zusammenkunft der Schützen zog er endgültig einen Schlussstrich. Das Gleiche gilt für Kassenwart Jürgen Lang, der im vergangenen Jahr seinen Rückzug angekündigt hatte.

Trotz intensiver Suche konnte im Vorfeld für keinen der beiden Vorstände Ersatz gefunden werden. Auch bei der Versammlung erklärte sich niemand zur Nachfolge bereit. „Vielleicht hätten wir den Vorsitz noch behelfsweise besetzen können, für die Kassenführung aber fand sich niemand“, sagte Hergen Albers im Nachhinein. „Und der Kassenwart ist bei uns wichtiger noch als der Präsident.“ Albers begründet dies mit der hohen Arbeitsbelastung, da die ständigen Geldeingänge fast täglich die Anwesenheit auf dem Schießstand notwendig machen: montags trainieren die Bogen- und die Großkaliberschützen, dienstags die Jäger, mittwochs die Vorderlader- und donnerstags die Luftdruckschützen. Vielfältige und hohe Betriebskosten tun ein Übriges. Um doch noch eine Lösung zu finden, wurde die Versammlung für eine Denkpause unterbrochen. Aber die Schützen trennten sich ohne Ergebnis.

Hergen Albers wird sich jetzt anwaltlich-notariellen Rat einholen, und dann wird er die 99 Mitglieder noch einmal zu einer außerordentlichen Versammlung einladen. Sollte sich bis dahin kein neuer Vorstand finden, müsste diese Versammlung die Auflösung des Vereins beschließen. Das Vereinsvermögen würde laut Satzung der Nordenhamer Hospizhilfe zugesprochen werden.

Allerdings, so Hergen Albers, werde es kompliziert sein, den ganzen Besitz zu ordnen und zu veräußern. Das Schützenhaus beispielsweise gehöre dem Verein, das Grundstück, auf dem es steht, gehöre zum Dorfkrug.

Zu Beginn der Jahreshauptversammlung hatte Hergen Albers den Regularien entsprechend seinen Jahresbericht vorgetragen. Einen großen Anteil nahm dabei die Umsetzung der neuen Datenschutzverordnung ein.

Anschließend dankte er Gertrudis Müller und Dagmar Roßkamp für jeweils 30 Jahre und Klaus Walter Lange für 25 Jahre Treue zum Verein. In Abwesenheit ehrte er für ihre langjährige Mitgliedschaft zudem Karen Richter und Karlheinz Sonder sowie Thorsten Hinders und Peter Androsch.

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