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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Kunstrasenplatz mieten statt kaufen

13.09.2019

Abbehausen Wenn die Heizungsanlage ihren Geist aufgibt und das nötige Kleingeld für eine Neuanschaffung fehlt, können sich Hauseigentümer mit einem Bankkredit helfen und die Summe abstottern. Diese Möglichkeit haben auch Kommunen – normalerweise. Im Fall der Stadt Nordenham sieht die Sache allerdings etwas anders aus. Aufgrund der angespannten Haushaltslage darf sie bis auf Weiteres keine zusätzlichen Darlehen für Investitionen aufnehmen. Eine entsprechende Anweisung hat die Stadt von der Kommunalaufsicht aufgebrummt bekommen. Trotzdem hat die Stadtverwaltung jetzt einen Weg gefunden, um die seit Jahren geforderte Sanierung des Kunstrasensportplatzes in Abbehausen umsetzen zu können: Die Stadt Nordenham will die Kredit-Deckelung umgehen, indem sie den neuen Kunstrasenbelag nicht kauft, sondern mietet.

Zustimmung im Ortsrat

Der Trick besteht darin, dass die Stadt die Sportplatzerneuerung bei einer Mietlösung nicht als Investitionsmaßnahme verbuchen muss. Die noch festzulegenden Mietkosten kann sie dann über die laufenden Ausgaben im Ergebnishaushalt abrechnen. Diese Finanzierungsvariante hat Bürgermeister Carsten Seyfarth am Donnerstagabend in einer Sitzung des Abbehauser Ortsrates vorgestellt und dafür große Zustimmung aus allen politischen Lagern erhalten.

Nach seinen Angaben steht die Stadtverwaltung in Verhandlungen mit einem Sportplatzhersteller, der bereits seine Zustimmung für das Miet-Modell signalisiert hat. Ziel sei es, den ramponierten Abbehauser Sportplatz bereits im nächsten Jahr erneuern zu lassen.

Bei der sonst üblichen Investitionsfinanzierung wäre die Maßnahme frühestens 2022 denkbar. „So lange können wir nicht warten“, betonte SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Garbe mit einem Hinweis auf den sich immer mehr verschlechternden Zustand des Spielfeldes.

Dass der 2003 errichtete Kunstrasenplatz dringend erneuert werden muss, bestätigte auch der Bürgermeister: „Er hat seine Halbwertzeit längst überschritten“, sagte Carsten Seyfarth.

Zuletzt hatte die Verwaltung die Ausgaben für einen neuen Belag auf rund 300 000 Euro veranschlagt. Das „enge Korsett der Kreditfinanzierung", so der Bürgermeister, mache es der Stadt Nordenham unmöglich, einen solchen Betrag in die Haushaltspläne der Jahre 2020/21 aufzunehmen. Daher sei das jetzt entwickelte Mietkonzept ein guter Ansatz.

Wie hoch die monatlichen Mietkosten sind, welche Laufzeit der Vertrag hat und was für eine Summe am Ende insgesamt auf die Stadt Nordenham zukommt, konnte der Bürgermeister in der Ortsratssitzung noch nicht mitteilen. Carsten Seyfarth hob allerdings hervor, dass „die Miete nicht teurer werden darf als die Eigeninvestition“.

Mit einem einstimmigen Beschluss gab der Ortsrat der Verwaltung den Auftrag, die Verhandlungen mit dem Belaghersteller zu vertiefen und das Thema in den anstehenden Haushaltsberatungen wieder auf den Tisch zu bringen.

Auch der TSV Abbehausen leistet seinen Beitrag, um die Ausgaben für den neuen Kunstrasen in Grenzen zu halten. Nach Angaben des Vorstandsmitglieds Christoph Reiprich hat sich der Verein bereit erklärt, die Pflege des Spielfeldes zu übernehmen. Es ist beabsichtigt, einen Platzwart einzustellen. Dieser Vereinsmitarbeiter soll sich auch um das Mähen des angrenzenden Naturrasen-Sportplatzes und des Bolzplatzes kümmern. Die dafür erforderlichen Geräte stellt die Stadt Nordenham zur Verfügung.

Kein Plastikgranulat

Der für die Abbehauser Arena vorgesehene Kunstrasenbelag ist frei von Plastikgranulat und Kork. Er wird lediglich mit Sand beschwert.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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