• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Tsv Abbehausen: Einstimmig für neuen Kunstrasen

28.02.2020

Abbehausen Als im vergangenen Jahr eine Summe von 10 800 Euro auf das Konto des TSV Abbehausen überwiesen wurde, konnte sich der Vorstand den unverhofften Geldsegen zunächst gar nicht erklären. Intensivere Recherchen ergaben, dass es sich bei der Zahlung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) um eine Ausbildungshonorierung für einen Profi-Kicker handelte, der in seiner Jugendzeit auch das TSV-Trikot getragen hatte. Osman Atilgan steht inzwischen bei Dynamo Dresden unter Vertrag. Von seiner Karriere als Profi-Kicker profitieren nachträglich auch die Grün-Gelben.

Die DFL-Prämie ist ein wichtiger Baustein in dem Konzept, mit dem der Verein die Sanierung des neuen Kunstrasenbelags finanzieren will. Für das Vorhaben holte sich der Vorstand am Mittwochabend bei der Jahreshauptversammlung im Butjenter Brauhaus die Rückendeckung der Mitglieder. Einstimmig votierten die rund 50 Anwesenden für das Finanzierungsmodell, das Vorstandsmitglied Christoph Reiprich ausführlich erläuterte.

Zuvor machte er deutlich, warum der Verein dringend einen neuen Kunstrasenplatz benötigt. Der Belag sei inzwischen so verschlissen, dass eine Sperrung des Platzes drohe. Der Naturrasen sei nur für einen begrenzten Zeitraum im Jahr nutzbar. Die Fußballabteilung sei in ihrer Existenz bedroht – wenn nicht bald Abhilfe geschaffen wird.

Stadt verpachtet Platz

926 Mitglieder im TSV Abbehausen – Georg Cierpka seit 70 Jahren dabei

Fünf langjährige Mitglieder hat der TSV Abbehausen bei seiner Jahreshauptversammlung ausgezeichnet. Georg Cierpka ist sieben Jahrzehnten in den Verein eingetreten. Die weiteren Jubilare waren Anita Ranft und Harald Renken (beide 60 Jahre Mitgliedschaft), Rainer Carstens (50 Jahre), Karsten Klostermann (40 Jahre) und Fynn Roth (25 Jahre).

926 Mitglieder hatte der TSV Abbehausen zum Ende des vergangenen Jahres, berichtete Vorstandsmitglied Niklas Budde. Im Jahr 2018 lag die Zahl der Mitglieder noch bei 873. Der Zuwachs hat vor allem mit einer Überarbeitung der Mitgliederstatistik zu tun. Inzwischen seien Mitglieder erfasst worden, die zuvor noch keine Beiträge bezahlt hatten. Die stärkste Sparte im Verein sind die Fußballer (216 Erwachsene und 219 Jugendliche), gefolgt von der Turnsparte mit 239 Mitgliedern. 582 Mitglieder sind männlich und 344 Mitglieder sind weiblich.

Zu den kleineren Abteilungen im Verein gehört die Sparte Beachvolleyball. In Eigenarbeit und mit Hilfe von Sponsoren haben die Beachvolleyballer im vergangenen Jahr ein zweites Beachvolleyball-Feld angelegt.

Weil die Stadt kein Geld hat, um die Sanierungskosten von 332 000 Euro zu stemmen, haben die Verwaltung und die Führungsriege des Vereins ein Finanzierungskonzept ausgetüftelt, das zumindest in Nordenham ohne Beispiel ist. Das Modell sieht so aus, dass die Stadt den Kunstrasen für die Dauer von zwölf Jahren an den TSV verpachtet. Nur auf diese Weise kann der Verein Fördergelder des Landessportbundes in Anspruch nehmen. Er geht davon aus, dass der Landessportbund 30 Prozent (höchstens 100 000 Euro) der Sanierungskosten übernimmt. Der Verein nimmt einen Kredit von knapp 200 000 Euro auf. Von der Stadt bekommt er einen Zuschuss, um diesen Kredit zurückzahlen zu können. Der Eigenanteil des Vereins liegt bei zehn Prozent – also 33 200 Euro.

Im Stadtrat ist dieses Finanzierungskonzept umstritten. CDU, FDP und WIN lehnen es ab. Sie wollen, dass die Stadt lieber selbst die 332 000 Euro investiert. Die Verwaltung befürchtet allerdings, dass die Kommunalaufsicht dabei nicht mitspielt. Die Sozialdemokraten und die Grünen, die sich für das Pachtmodell stark machen und die Mehrheit im Rat haben, sehen ebenfalls diese Gefahr. Die SPD-Ratsherren Wilfried Fugel und Uwe Thöle waren am Mittwoch Gäste der Versammlung. Wilfried Fugel sagte, dass die geplante Finanzierung in anderen Landkreisen üblich sei. Es gebe auch keinen Grund auf Fördergelder zu verzichten. Uwe Thöle betonte, dass es dem Verein nicht zuzumuten sei, langfristig auf andere Plätze auszuweichen.

Die Führungsriege des Vereins stellte bei der Versammlung einen Plan vor, wie sie den Eigenanteil von 33 200 Euro finanzieren will. Er sieht vor, dass der Sonderbeitrag der erwachsenen Fußballer für den Zeitraum von zwei Jahren von zwei auf vier Euro im Monat steigt. Ebenfalls für die Dauer von zwei Jahren wird das Budget für die Sparten Fußball und Jugendfußball um zehn Prozent gekürzt. Außerdem wird der reguläre Beitrag für alle Mitglieder für denselben Zeitraum um 50 Cent angehoben. Und dann ist da noch die DFL-Prämie, die der TSV Abbehausen der sportlichen Entwicklung seines ehemaligen Jugendspielers Osman Atilgan verdankt.

Neuer Kunstrasen 2021

Nach den Worten von Christoph Reiprich müssen die TSV-Fußballer auf jeden Fall noch in diesem Jahr auf dem alten Belag kicken, weil die Frist für den Antrag auf Fördergelder abgelaufen ist. Wenn alles glatt läuft, könnten die Abbehauser im Jahr 2021 auf einem neuen Kunstrasen spielen.

Umfrage
Machen Sie mit beim großen Wesermarsch-Check. Was gefällt Ihnen besonders in Ihrer Gemeinde und wo sehen Sie noch Verbesserungspotential?

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2205
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.