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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Hobby: Angler setzen sich für Artenschutz ein

18.05.2016

Nordenham /Butjadingen Der Butjadinger Fischereiverein hat sich jetzt – wie schon in den vergangen fünf Jahren – erneut am Artenschutzprogramm der Europäischen Union und des Landes Niedersachsen beteiligt und für 5000 Euro rund 85 Kilogramm kleine Farmaale ausgesetzt. 40 Prozent dieser Kosten bekommt der Verein erstattet, 60 Prozent trägt er selbst.

„Niemand weiß, ob dieser Einsatz vom Erfolg gekrönt sein wird, aber wir wollen den Aale-Bestand erhalten“, sagt Vereinsvorsitzender Hans Helmut Petter. Erste Erfolge seien feststellbar. „Wir meinen schon, dass der kleine Aal wieder im Kommen ist – auch in der Weser“, sagte er am Dienstag im Gespräch mit der NWZ .

Die kleinen Farmaale sind ausschließlich in den Sieltiefen und im Zuwässerungskanal im Nordenhamer Stadtgebiet und in der Gemeinde Butjadingen in die Freiheit entlassen worden.

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Der Besatz in den Fließgewässern hat nach Angaben von Hans Helmut Petter diesen Grund: Der Aal braucht etwa zehn bis zwölf Jahre, um geschlechtsreif zu werden. Danach braucht er den freien Abzug in die Weser beziehungsweise die Nordsee, um den langen Weg zur Sargassosee im Atlantik anzutreten. Dort laicht er ab und stirbt dann. Die kleinen Glasaale, entstanden aus der Aal-Larve und späteren Weidenblattform, ziehen dann mit dem Golfstrom an Spanien und Frankreich vorbei Richtung Europa.

Da der Aal weiterhin als begehrter Speisefisch gehandelt wird, ist auch der Glasaal in seinem Bestand gefährdet, weil er immer noch in Spanien und Frankreich illegal gefischt und nach Asien verkauft wird. Dabei ist laut Hans Helmut Petter zu beachten, dass auf einen Kilogramm Glasaal 3000 bis 3500 Stück kommen – das Kilo zu Preisen von 1000 bis 1500 Euro.

Auch Gewässerverbauungen, Verschmutzungen und Wasserkraftwerke setzen den Zug der Aale, erst recht den abwandernden Blankaalen, mächtig zu. Daher haben sich viele Vereine in Deutschland dem Artenschutz verschrieben, um durch jährlichen Besatz den Bestand zu stützen und zu erhalten. Das Förderprogramm der EU besteht im nächsten Jahr weiter, wird auch finanziell unterstützt.

Ob der zusätzliche Besatz Früchte trägt, wird sich in einigen Jahren offenbaren. „Hoffen wir, dass diese Aktionen von Erfolg gekrönt sein werden, denn jeder Angler träumt mit Sicherheit von einem selbst gefangenen und selbst geräucherten ’Smoort-aal’“, so Hans Helmut Petter.

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