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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Lemwerderaner zählt zur deutschen Spitze

21.06.2019

Balve /Lemwerder Was für ein Debüt! Der Springreiter Hendrik Sosath aus Lemwerder hat endgültig den Sprung in die Elite des deutschen Pferdesports vollzogen. Bei den Deutschen Meisterschaften in Balve gewann er am Wochenende mit Casino Berlin die Bronzemedaille (die NWZ berichtete). Mit Lady Lordana landete er auf Rang 13. Der Erfolg ist der Höhepunkt einer beeindruckenden Entwicklung. Beim Deutschen Springderby in Hamburg hatte er die Experten unlängst mit seinen Qualitäten und der Klasse seiner Pferde restlos überzeugt.

Am Finaltag in Balve hatten die Teilnehmer zwei schwere Umläufe überwinden müssen. Die Stute Lady Lordana leistete sich im ersten Umlauf einen Fehler am Wassergraben. Im zweiten Umlauf blieb sie souverän fehlerfrei.

Der Schimmelhengst Casino Berlin präsentierte sich dann in absoluter Top-Form. Völlig unbeeindruckt von der imposanten Kulisse blieb er auch im ersten Umlauf ohne Abwurf und kassierte nur einen Zeitstrafpunkt. Im zweiten Umlauf saß die Zeit dem Paar im Nacken. Aber es blieb fehlerfrei. Der Lohn war die Bronzemedaille.

Bescheidener Topreiter

Hendrik Sosath gab sich nach dem bislang wohl erfolgreichsten Wochenende seiner Karriere gewohnt bescheiden. „Selbstverständlich ist das kein Turnier wie jedes andere“, sagte er. „Man muss seine Leistungen schließlich über vier Runden bestätigen. Und wenn man als einziger Teilnehmer zum Schluss zwei Pferde im Rennen hat und am Ende zu den drei Reitern zählt, die ohne Springfehler geblieben sind, ist das schon etwas Besonderes. Besser konnte es kaum laufen.“

Hendrik Sosath hatte auf seine Toppferde Casino Berlin und Lady Lordana gesetzt. Beide wurden von Vater Gerd Sosath gezüchtet und kommen aus Landor S-Müttern. Gerd Sosath war auch als Trainer vor Ort. „So tolle Runden mit Casino Berlin und Lady Lordana. Da bin ich richtig stolz auf unsere Zuchtprodukte im doppelten Sinn“, sagte er.

Unterstützt worden war Hendrik Sosath bei den Vorbereitungen von Holger Wulschner. Der erfahrene Nationenpreisreiter ist momentan mit den Sosath-Pferden Diamant de Plaisir und Casirus erfolgreich unterwegs. „Mit lockeren Sprüchen und guten Tipps konnte er viel Anspannung nehmen“, sagte Hendrik Sosath.

Die anderen Familien- und Teammitglieder drückten zu Hause gemeinsam die Daumen und verfolgten das spannende Finale am Fernseher. Jeder feierte mit, schließlich ist dieser Erfolg auch die Leistung des gesamten Teams rund um Pferd und Reiter. Nur wenn beide topfit und trainiert sind, stellen sich Erfolge ein.

Hendrik Sosath wusste seine Leistung und die seiner Pferde genau einzuordnen. Und deshalb zog er den Hut vor seinen Konkurrenten. „Felix Hassmann ist der schnellste Reiter Deutschlands, und er war einfach mal dran, diesen Titel zu gewinnen. Auch Jan Wernke zeigte super Leistungen und hat Silber mehr als verdient“, sagte er. „Ich freue mich über Bronze und kann gut damit leben, ein paar Zeitfehler kassiert zu haben. Mein Pferd fliegt etwas höher als andere – dadurch ist er etwas länger in der Luft“, sagte er.

Gerd Sosath glücklich

Stationschef Gerd Sosath sieht das große Ganze: „Dieser Erfolg ist sehr bedeutend für unsere Zucht und die Hengststation. Casino Berlin ist einer unserer Deckhengste, und Lady Lordana ist das Produkt unserer großen Vererber Lordanos und Landor S. Beide kommen aus unseren guten Stutenstämmen, die wir seit Jahren pflegen. Wir können uns glücklich schätzen, noch viele Nachwuchspferde aus diesen Linien im Stall zu haben.“

Auch die Zukunft sieht also rosig aus. In der Gegenwart ist Hendrik Sosath in der Spitze des deutschen Reitsports angekommen. Ihm selbst ist das nicht wichtig, sagt er beim Versuch, seine Leistungen einzuordnen. Es gebe auch viele andere gute Reiter und nicht alle seien in Balve dabei gewesen, sagt er. „Für mich sind die Erfolge vielmehr eine Bestätigung dafür, dass wir in den vergangenen Jahren in der Zucht, Ausbildung und im Training nicht alles falsch gemacht haben.“

Viel Zeit, die Erfolge zu genießen und zu reflektieren, hat Hendrik Sosath eh nicht. In dieser Woche weilt er als Reservereiter beim Nationenpreisturnier in Twente (Niederlande). „Unser Sport ist ja sehr schnelllebig“, sagt er. „Montags geht’s ja schon wieder weiter, dienstags zählen die Ergebnisse vom Wochenende vielleicht noch ein wenig. Aber dann ist alles vergessen. Das geht ratzfatz.“

Hendrik Sosaths Erfolg in Balve hatte sich schon während des Deutschen Springderbys in Hamburg angedeutet. Viele Experten waren von der Form seiner Pferde beeindruckt. Am Ende der Turnierwoche zählte er sogar zu den Geheimfavoriten auf den Derbysieg. Am Ende hat es zwar nicht ganz gereicht. Aber damit hat Hendrik Sosath keine Problem. „Ich hatte schon gedacht, dass ein wenig mehr drin gewesen wäre. Die Fehler waren doch alle sehr überflüssig. Trotzdem war ich natürlich sehr zufrieden.“


 Bilder, Videos und einen detaillierten Bericht von der Turnierwoche finden Sie auf der Internetseite des Hofs Sosath.     www.sosath.com 
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