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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Waddenserin gewinnt Abschlusswerfen

11.06.2019

Bensersiel /Wesermarsch Beim finalen Durchgang der Championstour 2018/2019 der besten Straßenboßler des Friesischen Klootschießerverbands (FKV) war noch einmal Spannung angesagt. Schließlich ging es in Bensersiel auf einer schmalen Asphaltstraße nicht nur um die Titelvergabe bei den Frauen und Männern, sondern auch um die Ränge zwei bis neun – gleichbedeutend für die Qualifikation zur kommenden Championstour. Die Wesermarsch-Asse überzeugten unterdessen erneut: Mareile Folkens aus Waddens feierte den Tagessieg bei den Frauen, Matthias Gerken aus Kreuzmoor freute sich über Rang drei in der Gesamtwertung.

Erneutes Manko: Von den möglichen 60 Startern glänzten gleich 20 Aktive durch Abwesenheit. Bei den Männern trafen im letzten Duell die beiden Spitzenwerfer Ralf Klingenberg (Rahe), der vorab in der Gesamtwertung sechs Punkte Vorsprung aufwies, und Ralf Look (Großheide) aufeinander.

Und es sollte sich ein toller Wettkampf entwickeln. Mit dem vierten Wurf aus der Kurve heraus gelang Look eine „Granate“. Am Ende holte der viermalige Championssieger Look den Tagessieg und damit 15 Punkte mit 1384 Metern nach zehn Würfen. Klingenberg sicherte sich als Dritter mit 1256 Metern noch zehn Zähler und damit den Gesamtsieg als „Boßler des Jahres“ mit 68 Punkten – dicht gefolgt von Look (67).

Der 46-jährige Klingenberg ist ein erfahrener Athlet. Vor elf Jahren hatte er die Championstour 2006/2007 gewonnen. Dass er nun wieder ganz oben auf dem Podest steht, ist für ihn „ein Glücksfall“. Schließlich erlitt er vor sechs Jahren einen schweren Fahrradunfall: „Es ging um Leben und Tod – später um den Rollstuhl.“ Jetzt hofft er als Sieger beim Boßelspektakel King & Queen of the Road im Oktober in Irland gut auszusehen.

Boßeln

Championstour Gesamtwertung

Männer

1. Ralf Klingenberg, Rahe, 12218 Meter, 68 Punkte

2. Ralf Look, Bahn free Großheide, 12002 Meter, 67 Punkte

3. Matthias Gerken, Kreuzmoor, 11793 Meter, 56 Punkte

4. Stefan Siebolds, Burhafe, 11690 Meter, 49 Punkte

5. Hilko Eilers, Leerhafe, 11685 Meter, 47 Punkte

6. Harm Weinstock, Rahe, 11357 Meter, 47 Punkte

7. Bernd-Georg Bohlken, Grabstede, 10481 Meter, 40 Punkte

8. Kai Stoffers, Waddens, 11226 Meter, 36 Punkte

9. Hendrik Rüdebusch, Vielstedt-Hude, 11085 Mter, 36 Punkte

Frauen 1. Anke Klöpper, Südarle, 10200 Meter, 84 Punkte

2. Hannah Janßen, Blomberg, 9777 Meter, 76 Punkte

3. Ann-Christin Peters, Ardorf, 9435 Meter, 59 Punkte

4. Feenja Bohlken, Halsbek, 9495 Meter, 55 Punkte

5. Mareile Folkens, Waddens, 8906 Meter, 52 Punkte

6. Sonja Fröhling, Collrunge Brockzetel-Wiesens, 9208 Meter, 46 Punkte

7. Julia Heiken, Schirumer-Leegmoor, 9289 Meter, 43 Punkte

8. Ulrike Tapken, Müggenkrug, 9241 Meter, 43 Punkte

9. Rena Broßonn, Müggenkrug, 9047 Meter, 34 Punkte

10. Martina Goldenstein, Moordorf, 8933 Meter, 34 Punkte

Derweil wusste Vizemeister Look genau, wo er in dieser Saison Punkte liegengelassen hat: „Beim Auftakt mit der Gummi- und Holzkugel.“ Da holte der Großheider nur vier Punkte mit der Holz. Seine Qualitäten stellte er aber in den sechs Werfen mit der Eisenkugel eindrucksvoll unter Beweis.

Gerken zufrieden

Zweiter in Bensersiel wurde Hilko Eilers (Leerhafe/1302 m). Auf Rang vier arbeitete sich Matthias Gerken (Kreuzmoor/1240 m) vor, der die ersten sechs Würfe richtig gut getroffen hatte. Danach folgten zwei mittelmäßige Würfe. Die gleiche Meterzahl wie Gerken wies Stefan Siebolds (Burhafe) auf. Gerken: „Mit der gesamten Tour bin ich sehr zufrieden, wobei manchmal auch noch etwas mehr drin gewesen wäre.“

Der Kreuzmoorer warf beständig. In der Vorsaison war er Vizemeister geworden. In dieser Saison holte er mit 56 Punkten die Bronzemedaille. Den Tagessieg hatte sich der 36-Jährige in der Vorwoche in Ruttel geholt. Ansonsten gab es für ihn zwar keinen Podestplatz, aber er landete immer in den Punkten – wobei er mit der Gummi und Holz nur sechs Zähler einsammelte.

Kai Stoffers aus Waddens (1084 m) holte zwei Punkte. Der Butjenter sicherte sich mit 36 Punkten als Achter den Tourverbleib. Dies schaffte auch Hendrik Rüdebusch (Vielstedt-Hude). Er belegte mit 36 Punkten Platz neun. Drei Männer vom KV Stadland glänzten derweil erneut mit Abwesenheit.

Bei den Frauen war beim vorletzten Durchgang die Vorentscheidung gefallen, als Titelverteidigerin Anke Klöpper (Südarle) ihren Vorsprung auf neun Punkte ausbaute. In Bensersiel ging zum Schluss das führende Trio auf die Strecke. Hannah Janßen (Blomberg/1065 m) wurde Dritte in der Tageswertung, Klöpper mit 1055 Metern Vierte. Somit stand die erneute Titelverteidigung auch auf dem Papier endgültig fest.

Überlegene Tagessiegerin wurde Mareile Folkens (Waddens) mit 1203 Metern. Damit hätte sich die Butjenterin bei den Männern auf Platz sieben eingereiht. Beim Auftaktwerfen mit der Eisenkugel Anfang Januar in Ardorf hatte die 18-Jährige auch als Siegerin geglänzt. In der Gesamtwertung schob sie sich mit 52 Punkten auf Rang fünf vor. „Alle Würfe waren top über den Finger oben ran – das war bombig. Ich habe alles getroffen“, freute sich Folkens.

Zweite in Bensersiel wurde Ann-Christin Peters (Ardorf/ 1095). Damit sprang die Ex-Championssiegerin in der Gesamtwertung noch auf den dritten Platz mit 59 Punkten. Die „Boßlerin des Jahres“ Anke Klöpper kommt auf 84 Zähler, gefolgt von Hannah Janßen (76). Die bisherige Dritte, Feenja Bohlken (Halsbek/940 m) wurde Tagesneunte und mit 55 Punkten Gesamtvierte.

Sechster Titel

Für die 26-jährige Klöpper ist es bereits der sechste Titelgewinn (2012, 2014, 2015, 2017, 2018, 2019). „Im Moment läuft alles top“, sagte die Seriensiegerin. Motiviert sei sie 2017 von der Finalteilnahme aus Irland zurückgeflogen: „Da habe ich mit meinem Vater Peter einen speziellen Trainingsplan aufgestellt“, erzählt sie: „Dazu zählt nicht nur das reine Boßeln, sondern auch Schwimmen, Laufen und Physiotherapie.“

Nach dem Auftakt mit Gummi- und Holzkugel lag Klöpper 14 Punkte hinter Janßen zurück. Ab dem dritten Durchgang mit der Eisen holte sie Runde für Runde auf. Nach dem sechsten Durchgang lag sie erstmals mit zwei Punkten in Front. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Schließlich überlässt sie nichts dem Zufall: „Auf jeder Strecke habe ich vor dem Start mindestens einmal trainiert.“ Nun blickt Klöpper optimistisch Richtung „Queen of the Roads“: „Das letzte Mal ging es haarscharf vorbei. Diesmal will ich versuchen, den Titel zu holen.

Nina Stoffers aus Waddens kam mit 942 Metern auf Platz acht. In der Gesamtwertung verpasste sie als Zwölfte mit 19 Punkten die erneute Qualifikation für die Tour über die Gesamtwertung. Aber sie zählt auch im nächsten Jahr wieder zum Championstour-Tross: Sie hatte sich mit dem Podestplatz bei der Landesmeisterschaft das Ticket gesichert. Kitana Petz aus Waddens gab noch mal alles. Doch mit 678 Metern ging sie leer aus.

Mit 34 Punkten und Platz zehn – punktgleich mit der Neunten Rena Broßonn (Müggenkrug) – hat die Moordorferin Martina Goldenstein über die Landesmeisterschaft die Qualifikation für die nächste Tour geschafft.

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