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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Blumenberg zieht Bowler-Hut

16.08.2008

BURHAVE Vor allem die familiäre Stimmung im Zeltlager des Klootschießer-Kreises I begeistert Kinder und Betreuer – und das schon seit 25 Jahren. Dieses Jubiläum einer Erfolgsgeschichte ist am Donnerstagabend mit einem Festakt unter freiem Himmel gefeiert worden.

Ein Mann der ersten Stunde war Rolf Blumenberg. Der heutige Bürgermeister war vor 25 Jahren gerade zum Vorsitzenden des Klootschießer-Kreises I Butjadingen gewählt worden und hat maßgeblich für dieses Zeltlager gekämpft. Deshalb fiel ihm auch die Rolle des Festredners zu.

Doch er ersparte sich und anderen eine trockene Rede über die Vergangenheit. Stattdessen holte Blumenberg sich mit der Burhaverin Lena-Marie Sieghold und dem Abbehauser René Speckels Verstärkung aus den Reihen der jungen Boßler und erzählte in einem lockeren Interview von den Anfängen. Die Idee hinter dem Zeltlager sei gewesen, dass sich die Heimatsportler abseits von Wettkämpfen und Punktspielen treffen, Freundschaften finden und pflegen. Dabei sollte die Geselligkeit im Mittelpunkt stehen und der Kontakt zwischen den Generationen verbessert werden.

Zunächst durften nur Jungen teilnehmen; sie schliefen in großen Bundeswehrzelten. Das erste Zeltlager hatte sogar ein gerichtliches Nachspiel. Einige Spitzbuben machten Ärger, so dass die Nachtwache in Person von Hans-Joachim Gebauer und Gustav Ottensmeier einschreiten musste. Es kam zu Handgreiflichkeiten zwischen den Beteiligten und sogar die Fäuste flogen, berichtete Blumenberg.

Bald aber wurden auch Mädchen ins Zeltlager eingeladen, und die Kinder schliefen in kleinen Zelten. So kehrte nachts mehr Ruhe ein. Die Zahl der Teilnehmer sei immer gestiegen. Vor zehn Jahren sei erstmals ein „Schnupper-Zelten“ für auch Nicht-Klootschießer angeboten worden. Davor lag die Zahl der Kinder bei 70. Seitdem gab es auch schon Zeltlager mit 170 Teilnehmern.

Dass viele Probleme bewältigt und auch spontane Lösungen gefunden werden mussten in den zurückliegenden 25 Jahren bewies auch eine weitere Anekdote: Weil die Betreuer den Grill mit zu viel Kohle angeheizt hatten, konnte niemand nahe genug herantreten, um die Steaks zu wenden. Kurzentschlossen wurden die Fleischstücke dann mit einer Plattschippe umgedreht.

Das Zeltlager habe sich gemausert in all den Jahren, lobte der Festredner. So seien mit viel Engagement und Spenden fünf große Zelte, vier Kühlschränke, 40 Sitzgarnituren und noch vieles mehr im Wert von mehreren zehntausend Euro angeschafft worden.

Aber das Rückgrat des Zeltlagers seien immer wieder die Betreuer gewesen, betonte Blumenberg. Vor allem Helga Cornelius und Frank Göcke-

meyer hätten als langjährige Lagerverantwortliche vieles geleistet. Und ihnen habe immer ein großer Stab Betreuer zur Seite gestanden. Die Organisation sei mit einem mittelständischen Unternehmen zu vergleichen. Vor eben dieser Leistung der Betreuer zog Rolf Blumenberg dann seinen Hut – es war eine „Melone“, ein grauer Bowler-Hut.

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