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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Meerjungfrauen gehen baden

07.01.2020

Brake Einmal als Meerjungfrau elegant durch die Fluten tauchen – das war ein Wunsch, der für rund 30 junge Mädchen am Samstagvormittag im Brommy Bad in Erfüllung ging. Nachdem Ahmed Hashmi das Schwimmen mit der Monoflosse im Fernsehen gesehen und sich als „Wassermann“ in diesem Sport ausprobiert hatte, kam dem Sachbearbeiter des Rathauses die Idee, solch ein Angebot nach Brake zu holen. Und der Zeitpunkt schien so kurz nach Weihnachten geradezu ideal. Denn viele der Mädchen bekamen einen der drei anderthalbstündigen Kurse als Überraschung vom Weihnachtsmann.

Mit Flossen in allen möglichen Größen und dem nötigen Wissen waren Nixentrainerin Jessica aus Nienburg und Lena Reinecke vom Mermaid-Kat-Shop aus Hannover angereist. „Früher haben wir die Bezüge noch selber genäht“, verriet Lena Reinecke, die sich mit diesem Job einen Kindheitstraum erfüllte. Die verwendeten Schwanzflossen sind längst nicht mehr aus Neopren, welches für Auftrieb sorgt, sondern aus leichtem Bademodenstoff. Obwohl es spielerisch aussehe, werden bei diesem Sport nahezu alle Muskeln beansprucht, erklärte sie weiter.

Bevor es für die gespannt wartenden Meerjungfrauen endlich ins Wasser ging, gab es erst einmal etwas Theorie und Trockenübungen. Denn ganz so einfach ist die Sache nicht. Auf dem Trockenen zu stehen ist aufgrund des Verletzungsrisikos mit den zur Flosse gebündelten Beinen tabu, machte Nixen-Trainerin Jessica klar. Und auch im Wasser heißt es aufpassen. Schließlich ist der Körper mit der waagerechten Flosse, die beim Zusammenprall für ordentliche blaue Flecken sorgen kann, deutlich länger als gewohnt. Anstatt mit Schwimmzügen, wird sich als Meerjungfrau in Wellenbewegungen fortbewegt. Auf das gewohnte Anziehen der Knie muss für ein schnelles Vorankommen als Meerjungfrau verzichtet werden, hieß es.

Und dann war es endlich soweit: Direkt vor den Stufen des Lehrschwimmbeckens wurde Platz genommen, um in die engen Fischschwänze zu schlüpfen und abzutauchen. Erst noch mit der Nase über Wasser und dann mit immer gewagteren, eleganten Flossenschlägen entlang des Beckenbodens.

Theresa hatte extra ihr Bronze-Abzeichen gemacht. Denn das ist für die Teilnahme Voraussetzung. Bereits im Urlaub hatte sie solch einen Kurs absolviert, doch der war längst nicht so professionell, verriet die Mutter der Achtjährigen. Erfahrung mit der Flosse hatte auch Isabell schon im heimischen Pool gesammelt. Die sechsjährige Anna bekam den Kurs von ihrem Opa spendiert. Da reise man auch gerne mal 60 Kilometer aus Bockhorn an, schmunzelte ihre Mutter, die genau wie ihre Braker Cousinen dem Treiben im Wasser zuschaute.

Eine riesige Weihnachtsüberraschung war der Kurs für Lilian. Um bloß nicht zu verschlafen hatte sich seine Tochter den Wecker bereits auf 6.30 Uhr gestellt. An Frühstück war vor lauter Aufregung kaum zu denken, verriet der Vater, der für den Spaß mit der ganzen Familie aus Cuxhaven angereist war.

Viel Spaß machte allen Teilnehmerinnen das Abtauchen als Meerjungfrauen. Und kaum war der Herzenswunsch manch eines kleinen Mädchens erfüllt, stand auch schon der nächste fest: eine eigene Flosse.

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