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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Gastspiel bei Topclub in Not

09.11.2018

Brake In vielen Fußball-Ligen zählen Mannschaften, die in der Tabelle den sechsten Platz einnehmen, zum oberen Mittelfeld. In der Fußball-Landesliga Weser-Ems belegt jenen Platz der BV Essen. Und damit ist das Team von der Hase abstiegsgefährdet. Ganze sechs Punkte trennen die Essener von der Abstiegszone, acht Punkte beträgt ihr Vorsprung vorm Schlusslicht SC Melle – nach 13 Spieltagen. Das nur mal so zur Einordnung. An dieser Stelle soll es ja eigentlich um den SV Brake gehen. Der rangiert übrigens auf Platz 13, also auf einem Abstiegsplatz, und gastiert am Sonntag (14 Uhr, Am Sportpark 1) beim Tabellenvorletzten SV Bad Rothenfelde.

Um es auf den Punkt zu bringen: Der Großteil der Liga kämpft um den Klassenerhalt. Gerold Steindor lässt das ziemlich kalt. Weil er zur Sorte der gelassenen Menschen zählt. Und weil er nach dem Totalumbruch vor dieser Spielzeit damit gerechnet hat, dass sein Team nichts anderes erwarten wird.

Und seine Mannschaft befindet sich ja auch im Soll. Mehr aber auch nicht, findet Steindor, der zusammen mit Jürgen Damsch für die sportlichen Geschicke beim SVB verantwortlich ist. „Wir haben einige super Ergebnisse erzielt. In anderen Spielen wäre wiederum mehr drin gewesen“, meint er. „Uns hat ein bisschen die Konstanz gefehlt“, sagt er, um nach dem nächsten Zug am Zigarillo noch mal daraufhinzuweisen, dass Brake die „mit Abstand jüngste Truppe“ sei. Das weiß zwar mittlerweile jeder. Aber er hat nun mal Recht. „Wir müssen weiter Geduld haben. Alle Spieler haben das Potenzial, sich weiter zu verbessern – auch physisch“, sagt Steindor.

Beim Gegner hat sich die Saison dagegen anders entwickelt, als sich der SV Bad Rothenfelde das vorgestellt hatte. Der Club hat vor der Saison einen Platz unter den besten fünf Mannschaften angestrebt, dann aber erleben müssen, dass Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen. Ende Oktober waren die Verantwortlichen mit ihrer Geduld am Ende. Trainer Ricardo Manzei musste seinen Hut nehmen. Bis zur Winterpause stehen die Interimstrainer Torsten Kuhlmann und Markus Eckhoff in der Verantwortung. Am vergangenen Sonntag spielten die Rothenfelder in Essen, also beim Tabellensechsten, 2:2.

Das Ergebnis passt ins Bild, das Steindor von der Landesliga zeichnet. „Alle Mannschaften in dieser Klasse haben eine gewisse Qualität“, sagt er. Das bekam sein Team auch beim 0:0 am Sonntag gegen Firrel zu spüren. „Wir können mit dem Ergebnis schon zufrieden sein“, sagt er. „In der Schlussphase hatten wir zwar unsere Möglichkeiten, aber auch die Firreler waren mit ihren schnellen Leuten brandgefährlich.“ Insgesamt habe seiner Mannschaft aber der Zug nach vorne gefehlt, meint er. Erst nach der Einwechselung Pierre-Steffen Heinemanns habe sie mehr Druck entwickeln können.

Auch das Mittelfeld-Pressing sei noch verbesserungswürdig, meint der Trainer. „Wir dürfen nicht so viele Löcher im Mittelfeld entstehen lassen. Wenn wir da zu offen sind, sieht die Viererabwehrkette oftmals nicht gut aus.“

Die Ansätze stimmen optimistisch, an den Fehlern wird gearbeitet. Vor dem Spiel gegen Bad Rothenfelde wird in der Braker Kabine dennoch derselbe Vierklang erklingen wie in allen anderen Spielen zuvor. „Wir müssen konzentriert sein, eine hohe Laufbereitschaft zeigen, taktisch geordnet spielen und auch nach vorne hin Akzente setzen“, sagt Steindor.

Gebannt der Interpretation des Vierklangs lauschen wird dann auch wieder Jan Speer, der zuletzt wegen einer Gelbsperre gefehlt hat. Genau diese Strafe hält Bastian Asmus davon ab, dem Braker Team an diesem Wochenende Stabilität zu verleihen. Kevin Heidenreich fehlt verletzt, Marius Harenberg wird erst im Dezember wieder spielen können. Warum sollte auch alles glatt laufen?

Wolfgang Grave
Lokalsport
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2210

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