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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Mario Lück fühlt sich alleingelassen

01.10.2019

Brake Nach acht Spieltagen hat der Fußball-Trainer Mario Lück sein persönliches Kapitel mit der Überschrift SV Brake beendet. Der Coach der Bezirksliga-Mannschaft nahm am Sonntag nach der 3:5-Niederlage gegen den FC Hude seinen Hut. Ausschlagend für seine Entscheidung seien der sportliche Misserfolg sowie Probleme im direkten Umfeld der Mannschaft, sagt er. „Irgendwann ist es genug.“

Mit sieben Punkten aus acht Spielen ist der Absteiger aus der Landesliga Tabellenvorletzter. In den vergangenen drei Partien kassierten die Braker jeweils fünf Gegentore. Am 15. September unterlagen sie dem SV Wilhelmshaven mit 0:5, am 20. September verloren sie gegen den Heidmühler FC mit 4:5. Gegen Hude folgte der nächste Tritt mit der mit 18er-Stollen bestückten offenen Sohle des Fußballschuhs.

Ernüchterndes Fazit

Lücks sportliches Fazit der jüngsten Wochen ist ernüchternd. Die Defensiv-Abteilung habe seine Anregungen zuletzt nicht angenommen. „Offenbar waren die Spieler nicht bereit, dass umzusetzen, was ich vorgegeben habe“, sagt er in Bezug auf die 15 Gegentore in den vergangenen drei Partien. „Wenn man sich vor Augen führt, wie diese Gegentore entstanden sind, spiegelt das die Einstellung in den vergangenen drei Spielen wider.“

Es sei offensichtlich, dass die Spieler nicht frei im Kopf seien, sagt Lück. „In so einem Fall, macht es als Trainer keinen Sinn und auch keinen Spaß mehr, mit der Mannschaft weiterzuarbeiten. Da muss ich konsequent sein und den Jungs eine neue Chance eröffnen. Ich will ihnen ja nicht im Weg stehen.“

Der Trainer betont ausdrücklich, dass die Spieler den geringsten Anteil an der sportlichen Gesamtsituation hätten. Schon während der Planungen der Saison 2019/2020 habe die nötige Weitsicht gefehlt. „Mir standen nur 15 fitte Spieler zur Verfügung“, sagt Lück. 22 habe er gefordert. „Die braucht man einfach.“

Verletzungspech

Dementsprechend schwach sei die Trainingsbeteiligung gewesen. Zumal das Team laut Lück auch noch „viel Pech mit Verletzungen“ hatte – in Verbindung mit einem „schmalen Kader“ (Lück) eine substanzzersetzende Mischung für ein Team.

Lars Bechstein, Mitglied des Fußball-Vorstands des SV Brake, kann die Kritik nur in Teilen nachvollziehen. „Wir hatten am Anfang einen 18 Spieler großen Kader, der durch die Zugänge aus Esenshamm auf 22 Spieler angewachsen ist“, sagt er.

Wegen der Urlaubs- und Freizeitplanungen einiger Spieler hätten zu Beginn der Saison oftmals nur zehn bis 14 Spieler die Trainingseinheiten besucht hätten. Das sei richtig. „Aber wenn man 22 Spieler für eine Bezirksliga-Mannschaft haben will, muss man erst mal adäquate finden. Dazu gehört dann auch ein Trainer, der diese Spieler begeistern muss, beim SV Brake zu spielen.“

Unabhängig davon fühlt sich Lück vom Verein ein wenig alleingelassen. Viele organisatorische Dinge seien an ihm hängengeblieben. „Es ist enttäuschend, wenn die Leute im Umfeld sich nicht einbringen. Man kann nicht alles auf eine Person abwälzen“, sagt er. „Das ist zuviel – wenn man zugleich noch den sportlichen Bereich voranbringen soll. Das spürt auch die Mannschaft, und darum fehlen auch die letzten Prozente. “

Keine Vorwürfe

Bechstein meint dazu, dass es in allen Vereinen etwas zu verbessern gebe. „Auch beim SV Brake. Doch wir haben Mario immer den Rücken frei gehalten und können ihm sportlich und menschlich nichts vorwerfen. Deshalb sind wir von seiner Entscheidung wirklich überrascht worden.“ Wer Lücks Nachfolger werde, sei noch offen. „Wir wollen eine Kurzschlussreaktion vermeiden und den Markt erstmal sondieren“, sagt Bechstein.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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