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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Brakerinnen erfolgreich durch den Bosporus geschwommen

27.07.2019

Brake /Istanbul Zeitweise war Rike Schnare beim 31. „Cross-Continental Swimming-Race“ versucht, ihre rote Badekappe zum Zeichen der Aufgabe zu schwenken und dadurch ein Begleitboot auf sich aufmerksam zu machen: „Ich kam nicht vorwärts, kam nicht vom Fleck.“ Doch der sportliche Ehrgeiz überwog. „Ich habe mich durchgebissen“, sagt die 40-jährige Brakerin erleichtert. Sie kam als 130. Frau ins Ziel und war mit einer Zeit von einer Stunde und sieben Minuten die Zweitschnellste unter den deutschen Teilnehmerinnen.

Auch ihre Freundin Beate Gloystein zeigte eine famose Leistung. „Das Schwimmen war toll“, erzählt die 50-Jährige. Das Wasser sei herrlich gewesen, während des Schwimmens habe sie weder ein Zeitgefühl gehabt noch habe es für sie Anhaltspunkte gegeben. „Man wusste nicht, wie schnell man ist.“ Sie habe ihren Schwimmrhythmus durchgezogen und sei ohne Probleme ins Ziel gekommen, das durch zwei große Zielballons markiert war. Beate Gloy­stein benötigte für die Distanz eine Stunde und zehn Minuten und beendete das Rennen als 185. Frau und fünftbeste Deutsche.

Dieses Freiwasserrennen war eine besondere Erfahrung für die beiden Mitglieder des SV Brake, die sich dieser Herausforderung stellten. „Es war ein super tolles Erlebnis“, betonen beide dann auch. „Ich fühlte mich teilweise ziemlich allein im Wasser“, erinnert sich Rike Schnare. Sie habe sich gefragt, wo nur all die anderen Schwimmer blieben, waren mit den beiden Brakerinnen doch rund 2300 Athleten ins kühle Nass gesprungen. Sie habe halt eine gute Strömung erwischt, meint Rike Schnare dazu. Anders ließe sich das tolle Ergebnis nicht erklären, merkt die 40-Jährige bescheiden an.

Alles lief optimal für Beate Gloystein und Rike Schnare. Angefangen von der Unterkunft im Hotel, über den Veranstalter bis hin zum Wettkampf. Bei der Streckenbesichtigung sahen sie sogar zwei Delfine im Wasser. Die beiden Sportlerinnen hatten auch noch etwas Zeit, sich Istanbul anzuschauen. So besuchten sie beispielsweise die Altstadt, die Sultan-Ahmed-Moschee, die als Blaue Moschee bekannt ist, und standen vor der Hagia Sophia.

Am Tag des Rennens klingelte der Wecker um 5.45 Uhr, Abfahrt vom Hotel war um 7.30 Uhr. Das Boot zum Startplatz legte auf der europäischen Seite um 8.45 Uhr ab, der Start von einem Ponton aus erfolgte um 10 Uhr. Das war doch etwas stressig. Die Konzentration litt aber nicht darunter. Nach dem Rennen und der Siegerehrung traten beide die Heimreise an. In Brake wurden sie von den Familien und Freuden begeistert empfangen.

Der Wettkampf liegt nun knapp eine Woche zurück. Langsam kehrt wieder Ruhe ein bei den beiden Schwimmerinnen. „Meine Eltern waren total begeistert“, erzählt Rike Schnare. „Noch in Istanbul erhielten wir Glückwünsche aus Brake“, sagt Beate Gloystein. Alle hätten sie mitgefiebert. Und weil sie soviel Spaß und Unterstützung hatten, wollen sich die beiden einer weiteren großen maritimen Herausforderung stellen. Wohin es sie treiben wird, wissen sie noch nicht. Jetzt geht es für sie erst einmal nach Bad Zwischenahn. Am 10. August nehmen sie dort am Schwimmen „Quer durchs Meer“ teil. Diese 3,2 Kilometer durchs Zwischenahner Meer werden die beiden Brakerinnen nach der Istanbul-Strecke locker bewältigen. Beim 31. Cross-Continental Swimming-Race“ in Istanbul erreichten 1535 Männer von 1633 gestarteten das Ziel. Der Schnellste unter ihnen benötigte 48 Minuten und 28 Sekunden. Die schnellste Frau war sogar nach 47 Minuten und 19 Sekunden im Ziel. 678 Frauen waren gestartet, 605 von ihnen erreichten das europäische Ufer.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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