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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Diese Brakerinnen kraulen von Asien nach Europa

11.07.2019

Brake /Istanbul Es ist eine besondere Herausforderung für die beiden Schwimmerinnen des SV Brake: Denn Beate Gloystein (50) und Rike Schnare (40) wollen von Asien nach Europa schwimmen. Sie haben sich für das 31. „Bosphorus Cross-Continental Swimming Race“ angemeldet, das am 21. Juli in Istanbul stattfindet. Die Strecke, die vom Nationalen Olympischen Komitee der Türkei festgelegt wurde, ist 6,5 Kilometer lang. Der Schiffsverkehr auf dem Bosporus wird deshalb für zwei Stunden gesperrt.

Rund 2400 Schwimmer aus 52 Ländern werden am Sonntag, 21. Juli, von einem Ponton aus wie die Lemminge ins Wasser springen. „Ich hatte von dem Rennen noch nie gehört“, sagt Beate Gloystein. Das Interesse war sofort bei ihr geweckt. Auch für ihre Freundin Rike Schnare stand sogleich fest: „Da mache ich mit.“

Und die beiden Braker Schwimmerinnen hatten Glück. Das Rennen ist mittlerweile weltweit bekannt, die Quote für 1200 ausländische Schwimmer war in 28 Minuten gefüllt. Kurz nach der Eröffnung des Bewerbungsverfahrens waren natürlich auch die 428 Frauenplätze des ausländischen Kontingents schnell vergeben. Für die 1200 ausländischen Startplätze gab es laut Beate Gloystein über 4500 Anmeldungen. Sie selbst hatten sich bereits Ende des vergangenen Jahres um zwei Startplätze beworben.

Nach der Zusage im Februar konnten Beate Gloystein und Rike Schnare sogleich ein Trainingsprogramm aufstellen. Zweimal die Woche zogen sie bislang im Braker Hallenbad ihre Bahnen. Sie kraulten schon durchs Zwischenahner Meer, wechselten auch von der Halle ins Rasteder Freibad und absolvierten ebenfalls ein weiteres Trainingspensum in der Weser. Von Lienen aus schwammen Beate Gloystein und Rike Schnare bis nach Brake in Höhe Grenzstraße. Jetzt wird auch regelmäßig im Elsflether Yachthafen trainiert. „Wir haben uns eine Strecke abgesteckt“, erzählt Beate Gloystein.

Die beiden Frauen sind ehrgeizig. So trainiert Beate Gloystein dreimal die Woche und schwimmt dabei nicht unter 3000 Meter. Ihr Ziel ist es, das „Bosphorus-Swimming-Race“ in einer Stunde und 15 Minuten zu bewältigen. Der Rekord liegt bei unter einer Stunde. „Jeder Teilnehmer bekommt einen Transponder. Die Zeit wird exakt gemessen“, betont Beate Gloystein.

Der Bosporus ist eine Meerenge zwischen Europa und Asien, die das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbindet. Auf seinen beiden Seiten befindet sich die Stadt Istanbul. Die Route des 31. „Bosphorus Cross-Continental Swimming Race“ beginnt am Pier von Kanlica im asiatischen Teil von Istanbul. Das Rennen führt die Schwimmer nach Süden und endet im Cemil Topuzlu Park in Kurucesme, nördlich der Bosporus-Brücke im europäischen Teil der Stadt. Es gilt, gegen eine tückische Strömung anzuschwimmen.

Während sich die 50-jährige Wettkampfschwimmerin Beate Gloystein selbst eine Zeit vorgegeben hat, ist Rike Schnare zurückhaltend: „Ich möchte ankommen“, sagt sie lächelnd. Es besteht jedoch kein Zweifel, dass dies der erfahrenen Wettkampfschwimmerin gelingt.

Am Freitag, 19. Juli, starten Beate Gloystein und Rike Schnare zu einer ihrer größten sportlichen Herausforderung. Am Samstag können sie die Strecke in Augenschein nehmen und die Stadt erkunden, bevor sie dann am Sonntag um 10 Uhr am Start erwartet werden.

Der Bosporus ist insgesamt etwa 30 Kilometer lang und zwischen 700 bis 2500 Meter breit. Die Wasserstraße ist stark befahren, etwa 50 000 Schiffe nutzen die Route im Jahr. „Hoffentlich taucht hinter uns kein Dampfer auf, weil wir das Zeitlimit überschritten haben“, sagt Rike Schnare scherzhaft. Das wird bestimmt nicht passieren. Dafür müssen sie eher darauf achten, dass ihnen beim Massenstart kein anderer Schwimmer auf den Kopf springt. Es ist eben eine ganz besondere Herausforderung, der sie sich stellen.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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