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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Lan-Partys In Brake: Gemeinsam nächtelang zocken

29.07.2019

Brake Sich mit Kumpels beim Gaming in den eigenen vier Wänden gemeinsam die Nächte um die Uhren schlagen: Martin Kositz und seinen Freunden vom Verein „total verpLANt“ reichte das nicht mehr, sie wollten mehr Zocker zusammenbringen. Als Jugendliche beim Jugendforum der Stadt Brake 2006 Vorschläge äußern konnten, wünschten sie sich daher eine LAN-Party im großen Stil – und diese wurde tatsächlich umgesetzt. Daraus entstanden die LAN-Partys, die der Verein „total verpLANt“ seit 2006 zweimal im Jahr in der Braker Großsporthalle auf die Beine stellt, von Anfang an in guter Zusammenarbeit mit der Stadt, betont Kositz.

Jedes Jahr in den Oster- und in den Herbstferien steigt seitdem das Event, bei dem 200 Gamer von Freitag bis Sonntag gemeinsam zocken können. Und das mit Erfolg: Seit etwa der zehnten Ausgabe ist es immer fast ausverkauft, nach zwei Wochen sind meist schon etwa 150 Plätze weg. Nun steht im Herbst bereits die 27. Ausgabe an.

Was gespielt wird, entscheidet zwar das Organisations-Team, berücksichtigt dabei aber natürlich die Vorlieben der Gamer. Ein Dauerbrenner sei Counterstrike, erzählt Kositz, aber auch FIFA, League of Legends, Starcraft und andere seien häufig dabei. In einer Konsolenecke können die Teilnehmer bei Spielen wie Mario Kart gegeneinander antreten, als „Real life“-Spiel sorgt „Stein, Papier, Schere, Echse, Spock“ für Spaß. Viele Spiele werden in Turnierform ausgetragen, für die man sich vorher eintragen kann oder auch erst vor Ort, falls noch Plätze frei sind. Für die Erfolgreichen winken Preise: Grafikkarten, Tastaturen, Mousepads, Steckerleisten gehören dazu, abhängig von den gewonnenen Sponsoren. Deren Anzahl schwanke zwischen drei und 15, denn es gebe viele „Mitbewerber“. Grund: Diese großen öffentlichen LAN-Partys seien immer noch beliebt und ihre Anzahl steige, so Kositz. „Es ist aber eher ein Miteinander als ein Gegeneinander“, erzählt er.

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Dass es beim Gaming eben auch um die Gemeinschaft geht, zeigt sich auch auf den LAN-Partys: Verschiedene Clans nähmen diese als Treffpunkt und einige legten dafür weite Anfahrtswege zurück. So kämen regelmäßig Spieler aus Bayern und einer sogar aus Irland, erzählt Kositz. Auch altersmäßig gebe es eine große Spanne: Die Partys sind ab 16 Jahren freigegeben, es sind aber auch noch Gamer mit über 50 dabei.

Auch wenn viele aus dem ursprünglichen Orga-Team noch in dem Verein mit etwa 40 Mitgliedern dabei sind, sind sie mittlerweile weit über Deutschland verteilt und versuchen, wieder Jüngere mit ins Boot zu holen. Für die Partys sind die Zuständigkeiten unter den Vereinsmitgliedern aufgeteilt, es gibt unter anderem Techniker, Turnierleute, Zuständige für das Catering und die Cocktailbar. Jeden zweiten Dienstag treffen sie sich zur Planung, so Kositz.

Demnächst soll auf 240 mögliche Teilnehmer aufgestockt und die Raumaufteilung verändert werden, erzählt er weiter. Eventuell komme die „Chill-out-area“ in die Mitte und die Bereiche würden nach Alter aufgeteilt, eine Seite ab 16, die andere ab 18 Jahren, um den Jugendschutz noch besser garantieren zu können. „Wir sind sowieso sehr auf Jugendschutz bedacht“, betont Kositz, Teilnehmer bekämen verschiedene Bänder je nach Alter.

Aber nicht nur die über 16-Jährigen, auch die jüngeren können bei der „Mini-verpLANt“ zweimal im Jahr ihre Gaming-Leidenschaft gemeinsam mit anderen ausleben, immer einige Wochen nach der Ausgabe für die „Großen“. Von Freitag bis Samstag spielen die 12- bis 15-Jährigen dann altersgerechte Spiele. Die Idee ist aus der „Daddel-Nacht“ vom Ferienpass entstanden. Die Trennung von den „Großen“ ist schon wegen der Altersfreigabe der Spiele notwendig. Hier wird meist spontan entschieden, was gespielt wird, aber FIFA sei eigentlich immer dabei, erzählt Kositz.

Der Verein möchte aber nicht nur Gamer zusammenbringen und die Gemeinschaft fördern, sondern sieht sich auch einem Medienerziehungsaspekt verpflichtet. „Wie geht man mit Medien um?“ Dies wollen sie den Jugendlichen beibringen, so Kositz. Daher haben sie auch bereits eine „Eltern-LAN“ veranstaltet, um den Eltern zu zeigen, was ihre vor dem PC sitzenden Sprösslinge so machen. So wolle man einerseits den Umgang mit Medien und Computerspielen näherbringen und andererseits zeigen, wie sie tatsächlich sind: Die Spiele werden in der Öffentlichkeit häufig als nur gewalttätig dargestellt, doch dieses Bild sei verzerrt. „Es geht viel um Strategie“, betont Kositz.

Die nächste Party steigt von Freitag, 11. Oktober, 17 Uhr, bis Sonntag, 13. Oktober, 12 Uhr. Anmeldungen sind möglich ab dem 1. August. Weitere Infos gibt es unter


     www.total-verplant.de 
Jana Budde Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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