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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Leichtathletik: Braker spornen sich zu Bestleistungen an

15.04.2014

Brake /Oldenburg Die Uhr tickt seit Beginn das Jahres. Tick. Tack. Tick. Tack. Gäbe es eine Möglichkeit die Geschwindigkeit der Zeit zu beschleunigen – Jan Knutzen würde alles dafür tun. „Innerlich“, sagt der 24-jährige Leichtathlet vom Lauftreff SV Brake Lauffeuer, „innerlich bin ich schon in Hamburg“. Am 4. Mai läuft er dort zusammen mit seinem 23 Jahre alten Trainingspartner Ronny Bartels den Marathon. Und dafür trainieren sie hart und viel.

Am vergangenen Sonntag haben sie über die Halbmarathonstrecke des Famila-Laufs in Oldenburg schon einmal eine Bestätigung dafür erhalten, dass sie in der Vorbereitung vieles richtig machen. Jan Knutzen gewann die 21,1 Kilometer vor Ronny Bartels und dem gebürtigen Ovelgönner Christian Hörper (1. TCO Die Bären). Alle drei waren in 1:17,41 Stunden gemeinsam ins Ziel gelaufen. Nur Tausendstelsekunden haben sie getrennt (die NWZ  berichtete).

„Das war ein toller Lauf“, blickt Knutzen zurück. Die beiden Braker und ihr Oldenburger Konkurrent stellten jeweils eine persönliche Bestzeit über die Halbmarathondistanz auf. Ursprünglich wollten sie die ersten Kilometer des Laufs mit einem Tempo von vier Minuten pro Kilometer rennen. „Aber wir sind etwas schneller angegangen. Außerdem haben wir bald gemerkt, dass dieses Tempo nicht mehr ausreicht, um vorne mitzulaufen.“ Im weiteren Verlauf entschieden sich die drei Führenden, zusammenzuarbeiten. „Das hat auch gut geklappt. Wir wollten unser Tempo unbedingt halten und haben uns gegenseitig zur Bestzeit getrieben“, sagt Knutzen. Letztlich liefen sie mit einem Gesamtschnitt von 3:39 Minuten pro Kilometer.

Unter drei Stunden

Doch so schön der Erfolg in Oldenburg auch war, letztlich war er nur Teil der Vorbereitung auf den Marathon in Hamburg. Ihr Ziel sei es, die 42,195 Kilometer in der Hansestadt unter drei Stunden zu laufen, sagt Knutzen. „Aber wenn am Ende eine Zeit um die 2:50 Stunden auf der Uhr stehen sollte, würde ich mich nicht beschweren“, sagt er und versucht, seine eigenen Erwartungen zu drosseln. Schließlich könne bis zum Rennen ja noch einiges passieren. Indes: „Derzeit fühlen wir beide uns richtig gut.“

Das liegt auch an ihrer akribischen Vorbereitung. Die Trainingspläne schreiben Knutzen und Bartels mit Hilfe von Vorlagen aus dem Internet selbst. Um die Umfänge und die Intensität genau auf ihre körperlichen Voraussetzungen abzustimmen, haben sie sich Anfang Februar zu einer Leistungsdiagnostik in Norddeich begeben. „Den Tipp haben uns Waldemar Trudrung und Christian Eichinger von der SG akquinet Lemwerder gegeben – und das hat uns richtig weitergebracht“, sagt Knutzen. Die Tests ergaben, dass Knutzen und Bartels fast identische Voraussetzungen haben. „Wir können zusammen trainieren. Das macht vieles einfacher. Wir treiben uns ständig gegenseitig an“, sagt Knutzen.

Doch um eine gute Zeit zu laufen, brauche ein Läufer mehr als nur Training. „Ganz ohne Erfahrung geht es nicht“, sagt Knutzen. Er betont deshalb, wie wichtig die Unterstützung der anderen Athleten vom Lauftreff Lauffeuer ist. „Sie geben uns viele Tipps und fragen ständig, wie sie uns weiterhelfen können.“

90 Kilometer pro Woche

Derzeit laufen Bartels und Knutzen rund 90 Kilometer pro Woche. Zusätzlich reißen sie noch eine Einheit über rund 70 Kilometer auf dem Fahrrad ab. Das Training auf dem Rad diene als Ausgleich und Entlastung für die Muskulatur, sagt Knutzen. An diesem Mittwoch steht zum Beispiel noch ein 19-Kilometer-Ausdauerlauf auf dem Programm, ehe am Donnerstag eine Intervall-Einheit folgt: Dann rennen sie sechsmal 1600 Meter in jeweils 3:20 Minuten pro Kilometer.

Damit der Körper solch hohen Belastungen aushält, haben beide ihre Ernährung umgestellt. „Wir essen viel, bewusst und gesund“, sagt Knutzen. Nudeln und helles Fleisch dominieren die Teller der Braker Athleten. Zu einer guten Regeneration gehört es aber auch, einfach mal nichts zu tun. „Man muss sich auch Ruhe gönnen“, sagt Knutzen. Deshalb besuchen die beiden Läufer derzeit kaum Partys. Aber das sei nicht weiter schlimm. „Irgendwann werden wir auch wieder feiern“, sagt Knutzen und lacht. Momentan bestimme halt das Laufen die Freizeit. „Und darin gehen wir so richtig auf.“

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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