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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Ziellinie ist zum Greifen nahe

15.11.2017

Burhave Eigentlich hätten die Arbeiten längst abgeschlossen sein sollen. Doch das schlechte Wetter und besonders der viele Regen der vergangenen Wochen haben der Spezialfirma einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun ist auf dem Fußballplatz in Burhave, dem die Gemeinde einen neuen Kunstrasenbelag spendiert, aber doch die Ziellinie in Sicht – derzeit im wahrsten Sinne des Wortes.

280 000 Euro investiert die Gemeinde in die Sanierung des Platzes. Der alte Kunstrasen hatte fast 20 Jahre auf dem Buckel und war entsprechend ramponiert. Jetzt kann bald auf einem nagelneuen Belag gekickt werden.

Nachdem die Mitarbeiter der Firma Heiler Sportplatzbau aus Bielefeld den alten Belag entfernt hatten, bestätigte sich zum Glück, was Probebohrungen im Vorfeld bereits hatten vermuten lassen: Die unter dem Kunstrasenteppich liegende elastische Tragschicht – wichtigster Bestandteil der gesamten Konstruktion – erwies sich als noch so gut in Schuss, dass nur hier und da Ausbesserungen vorgenommen werden mussten. Dadurch könne auch der Kostenrahmen eingehalten werden, freut sich Joachim Wulf, Leiter des Amtes für Zentrale Dienste, der seitens der Gemeindeverwaltung für das Projekt zuständig ist.

Inzwischen ist der neuen Kunstrasenbelag vollständig verlegt. Er besteht aus jeweils vier Meter langen Streifen, die sich über die gesamte Breite des Spielfeldes hinziehen und miteinander verklebt sind. Zurzeit sind die Mitarbeiter der Firma Heiler damit beschäftigt, den neuen Belag direkt wieder zu zerschneiden, denn als nächster Arbeitsschritt steht die Linierung des Spielfelds an.

Seitenlinien, Strafräume und Co. werden nicht etwas aufgemalt, sondern bestehen aus weiß eingefärbten Kunstrasenstreifen, die in den grünen Belag eingesetzt werden. Hinzu kommen blaue Linien, mit denen zwei Jugendfelder angedeutet werden – nur angedeutet deshalb, damit es keinen „Liniensalat“ auf dem Platz gibt und außerdem der Belag an nicht so vielen Stellen aufgeschnitten und wieder verklebt werden muss.

Sind die Linien fertig, folgt die „Besandung“ des Platzes: Auf den schwimmend verlegten Kunstrasenteppich wird Sand aufgebracht, um diesen zu beschweren. Im letzten Stepp kommt auf diesen Sand ein Kunststoffgranulat, mit dem der Belag so hoch aufgefüllt wird, dass nur noch die Spitzen der grünen Kunstfasern herausragen.

Eben dieses Granulat hatten andernorts für Probleme gesorgt, weil Recyclingmaterial verwendet wurde, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Die Gemeinde Butjadingen hat laut Joachim Wulf bei der Auswahl des Granulats streng darauf geachtet, dass auf den neuen Platz in Burhave nur zertifizierte und damit unbedenkliche Neuware aufgetragen wird.