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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

„Stinktour“ endet in Fedderwardersiel

14.05.2019

Butjadingen /Göttingen Mikroplastik, Nitrat, Phosphat, Säuren, Schwermetalle, Medikamente: Die giftige Fracht, die Deutschlands Flüsse und Bäche mit sich tragen, wird immer größer. Das zu belegen und auf das Problem aufmerksam zu machen, ist das Ziel von Edgar Schulz. Der 62-jährige Pensionär aus Göttingen ist 20 Tage mit dem Kanu auf Leine, Aller und Weser unterwegs. „Stinktour“ nennt er sein Unterfangen. An diesem Freitag, 17. Mai, wird er nach 430 Kilometern auf Öko-Mission seinen Zielhafen anlaufen: Fedderwardersiel.

„Es stinkt zum Himmel, was da an Abwässern in unseren Flüssen fließt und sich ins Weltnaturerbe Wattenmeer ergießt“, sagt Edgar Schulz. Als langjähriger Wanderpaddler kennt er den Müll, der im und am Wasser liegt. inzwischen hat sich der 62-Jährige aber auch intensiv mit den Verunreinigungen beschäftigt, die man nicht sieht, die sich aber dennoch im Wasser befinden – und das in immer größeren Mengen.

Keime im Wasser

In Niedersachsen gelten laut Edgar Schulz nur noch zwei Prozent der Gewässer als sauber. Die Kläranlagen seien nicht mehr in der Lage, die schädlichen biologischen und chemischen Stoffe sowie die Schwermetalle und Medikamente herauszufiltern, so der Kanute.

Das Nationalpark-Haus in Fedderwardersiel, das den Wassersportler und Umweltaktivisten an seinem Zielhafen willkommen heißen wird, spricht von einer „horrenden Verschmutzung unserer Gewässer“. Neben Plastikmüll und Mikroplastik seien Medikamente wie Antibiotika und multiresistente Keime in unseren Flüssen, Bächen und Seen nachweisbar. Die Aufnahme von keimhaltigem Wasser könne bei älteren und chronisch kranken Menschen zu folgenschweren weiteren Erkrankungen führen, warnen die Hausleiterinnen Dr. Felicitas Demann und Dr. Anika Seyfferth.

Edgar Schulz hat seine Tour am 28. April in Göttingen gestartet. In den zurückliegenden gut zwei Wochen hat der Kanute mit seiner Botschaft schon viele Menschen erreicht, zumal er an jeder Station das Gespräch mit den Leuten sucht und Infomaterial an sie verteilt. Edgar Schulz möchte Politiker, aber auch alle Bürgerinnen und Bürger dazu bewegen, sich für einen besseren Schutz der Gewässer einzusetzen.

Unterstützt wird der Göttinger auf seiner Mission von der Deutschen Umwelthilfe und dem Landes-Kanu-Verband Niedersachsen. Wer sich Edgar Schulz anschließen und ihn bis zum Zielort oder auch nur ein Teilstück im Paddelboot begleiten möchte, kann unter Telefon   0173/4636673 Kontakt mit ihm aufnehmen.

Plastikmüll vermeiden

In Bremerhaven und Nordenham wird Edgar Schulz ebenfalls Stopps einlegen. In Fedderwardersiel wird er am Freitag um 10 Uhr erwartet. Unter anderem von Bürgermeisterin Ina Korter. Der wird der Öko-Paddler eine Flasche mit verschmutztem Wasser überreichen, das er unterwegs aus den befahrenen Flüssen gesammelt hat.

Das Nationalpark-Haus wird im Hafen einen kleinen Stand aufbauen und daran unter anderem auf die Gefahren durch Plastikmüll in den Meeren und Flüssen aufmerksam machen. Außerdem gibt es Tipps, wie man Plastikmüll vermeiden kann. Anschließend findet im Museum eine Gesprächsrunde statt.

Alle Interessierten sind eingeladen, im Kutterhafen beim Empfang für Edgar Schulz dabei zu sein, mit ihm zu reden und sich am Stand der Nationalpark-Hauses mit Informationen zu versorgen.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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