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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Rückblick: Dickes Lob für Braker Turnverein

02.05.2020

Cloppenburg /Brake Das Bezirks-Turnfest des Oldenburger Turnbezirkes in Cloppenburg vom 3. bis 5. Juli 1964 war eine Mammutveranstaltung sondergleichen. Der damalige Vorsitzende des Oldenburger Turnbezirks, Hans Oppel, war sich schon vor Beginn des Turnfestes sicher, dass diese Veranstaltung den Vereinen viel Rückenwind geben wird: „Ich überzeugt, dass von diesem Gemeinschaftsfest der Oldenburger Turner und Turnerinnen frische Impulse für die zukünftige Arbeit in den Vereinen ausgehen werden“, so Oppel.

Das Turnfest in Cloppenburg hatte eine ganz besondere Note bekommen. Denn die Oldenburger Turnvereine hatten im Jahre 1910 ihr letztes gemeinsames Turnfest in Cloppenburg gefeiert. Zudem waren 1964 auch Starter aus den Niederlanden dabei. „60 Turner und Turnerinnen aus Nordholland beteiligten sich an den Wettkämpfen, um die guten turnerischen Verbindungen zwischen Oldenburg und Nordholland zu vertiefen“, hieß es in der NWZ vom 6. Juli 1964.

Auftaktveranstaltung

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Pünktlich zum Beginn der dreitätigen Veranstaltung wurde auch eine 65-seitige Festschrift herausgegeben, in der es an nichts fehlen sollte. Unter anderem gab es eine herausnehmbare Stadtkarte von Cloppenburg, in der für die Besucher wichtige Anlaufstellen eingetragen waren. So zum Beispiel der Zeltplatz bei der Markthalle oder das Quartieramt, welches im damaligen Hotel Deeken untergebracht war.

Auch das Stadion war eingezeichnet. Zudem befand sich auf der Rückseite der Stadtkarte eine Zeichnung des Cloppenburger Stadions, in dem genau aufgeführt wurde, wo welche Wettkämpfe durchgeführt wurden.

Bevor es jedoch im Stadion zur Sache ging, gab es eine feierliche Eröffnung im Dorfkrug des Museumsdorfes. Anschließend folgte eine Feierstunde am Lagerfeuer auf dem Marktplatz.

Erste Wettkämpfe

Die ersten Wettkämpfe starteten am Samstag, 4. Juli. Die Jugendklassen legten los, ehe am Nachmittag die Wettkämpfe der Turner starteten. Am späten Nachmittag sahen die Zuschauer die Vorläufe der Staffeln der Frauen und Männer.

Abends ging es dann wieder zum gemütlichen Teil über. Ab 20 Uhr begann ein Festabend mit Tanz im Hotel Walhalla. Zeitgleich stieg in der Münsterlandhalle ein Festabend der Jugend. Für die B- und C-Junioren gab es auch Programm unter dem Motto „Fröhliches Beisammensein der B- und C-Jugend“ im Hotel Wienken.

Turnspiele

Der Sonntag, 5. Juli, begann bereits um 9 Uhr mit den Turnspielen. Jene Turnspiele im Oldenburger Turnbezirk waren alles andere als Randsportarbeiten. So findet sich in der Festschrift über die Turnspiele folgender Eintrag: „Heute ist der Oldenburger Turnbezirk der einzige Bezirk im ganzen deutschen Turnerbund, der alle 6 Spielarten – Faustball, Korbball, Schleuderball, Volleyball, Prellball und Ringtennis – wettkampfmäßig betreibt.“ So wurde laut Festschrift im Korbball für die damals 58 Mannschaften des Bezirks als Leistungsklasse eine Bezirksklasse eingerichtet, damit die spielstarken Mannschaften aus Wilhelmshaven, Oldenburg und Brake genügend Spielmöglichkeiten haben.

Im Ringtennis waren die Braker das Nonplusultra. Sie werden in der Festschrift explizit erwähnt: „Ringtennis als Wettkampfspiel ist seit mehr als 10 Jahren eine besondere Domäne des Braker Turnvereins, wo durch besondere Pflege dieser Spielart ausgezeichnete Leistungen erreicht worden sind. In Niedersachsen gehören die Braker Spieler zu den besten und doch auch auf der Bundesebene konnten sie mehrfach in die Entscheidung eingreifen.“

So, oder so: Die damaligen Turnvereine brauchten sich über mangelnden Nachwuchs nicht zu beklagen. Dies belegten die Teilnehmerzahlen. So zeigten damals laut NWZ-Bericht vom 6. Juli 1964 insgesamt 1500 Aktive aus den unterschiedlichsten Vereinen ihr Können. Alleine für den Wettkampf der Jugend B lagen seinerzeit 152 Anmeldungen vor.

Großer Festzug

Ein Höhepunkt der Veranstaltung dürfte sicherlich der große Festzug gewesen. Dieser war minuziös durchgeplant. Die Aufstellung der einzelnen Turngaue und Spielmannszüge erfolgte nach einem vorgegebenen Plan am Marktplatz/ Eschstraße. Den ersten Block bildeten der Turngau Wilhelmshaven, Jeverland, Friesische Wehde-Varel und Obmann Günther Olschewski.

Die Reihenfolge des zweiten Blocks sah wie folgt aus: Turngau Delmenhorst, Geest, Wildeshauser Geest, Oldenburg Stadt und Obmann Hans Huntemann. Der dritte Block bestand aus dem Turngau Ammerland, Wesermarsch, Cloppenburg und Vechta und Obmann Oswald Freitag.

Den vierten Block bildete die Deutsche Jugendkraft sowie Obmann Hubert Hollah und Therese Nietfeld.

Innerhalb der Turngaue gab es zudem eine Marschordnung. Auch die Kleidung für den Festumzug war festgelegt. Für die Teilnahme an den Wettkämpfen gab es ebenfalls eine feste Kleiderordnung für die Turner und Turnerinnen.

„Moneten“

Wer diesen Spitzensport seinerzeit als Zuschauer verfolgen wollte, brauchte nicht tief in die Tasche zu greifen. Eine Tageskarte für den Samstag kostete den Erwachsenen eine Mark. Jugendliche zahlten für eine Dauerkarte, die für Samstag und Sonntag galt, ebenfalls eine Mark. Kinder hatten freien Eintritt.

Sieger im Schleuderball1. Klaus Peters (67 Meter, Tura Oldenburg); 2. Wolfgang Renken (62 Meter, Delmenhorster TV): 3. Gerold Melle (60 Meter, SV Rittrum).

Sieger im 100-Meter-Lauf1. Wolfgang Renken (11,2 Sekunden, Delmenhorster TV); 2. Helmut Thoben (11,3 Sekunden, DJK Lindern); 3. Uwe Rolf (11,3 Sekunden, TuRa Oldenburg).

Sieger im Leichtathletik-FünfkampfWolfgang Renken (Delmenhorster TV)

Sieger im ZehnkampfHorst Lehmann (Delmenhorster TV).

Sieger FaustballMänner I, Bezirksklasse: Ahlhorner SV ; bei Männern I, Allgemeine Klasse: Tvd Haarentor Oldenburg.

Sieger Faustball FrauenTura Oldenburg.

Sieger Faustball Männer IIIAhlhorner SV

Sieger Faustball männliche JugendTV Gut Heil Großenkneten

Sieger Faustball, weibliche JugendTuS Eversten

Sieger 4 x 100-Meter-Staffel der MännerFC Lastrup

Sieger der 4 x 100-Meter-Staffel der männlichen JugendTurn-Verein Cloppenburg

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