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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

„Das ist wie Medizin für mich“

04.01.2012

BRAKE Einen Gesprächstermin mit Hans Barkowski zu vereinbaren, ist nicht einfach. „Da müssen Sie in einer Stunde noch mal anrufen, der läuft gerade“, verweist seine Frau Helga um 19.30 Uhr auf einen späteren Zeitpunkt. „Das geht nicht, da ist Training“, lautet knapp 60 Minuten danach die Antwort des gerade nach Hause gekommenen ehemaligen Polizei-Kommissars auf einen Termin-Vorschlag. Mindestens viermal legt der 77-Jährige fünf Kilometer laufend oder als Nordic Walker zurück. Hinzu kommen eine Gymnastikeinheit, Faustballtraining sowie Radtouren – alles wöchentlich.

Kreislauf stabilisiert

„Vor ungefähr zwölf Jahren habe ich mit dem Laufen begonnen, um gesundheitlichen Beschwerden entgegenzuwirken. Die Probleme im Schulterbereich sind Geschichte, das Knie ist längst nicht mehr dick, und mein Kreislauf hat sich stabilisiert“, bilanziert Barkowski. „Das ist wie Medizin für mich“, stellt er fest. Natürlich müsse man zunächst den inneren Schweinehund bekämpfen, „aber sportliche Betätigung ist für das Allgemeinbefinden von großem Wert“. So könne man manchen Arztbesuch vermeiden und auf das ein oder andere Medikament verzichten, meint der älteste Teilnehmer des jüngsten Nordenhamer Silvesterlaufes.

Seinem zeitaufwendigen Hobby geht Hans Barkowski aber nicht nur in der Wesermarsch, in Sandkrug, Schortens oder Rastede nach. Zum dritten Mal nahm er im vergangenen Jahr auf Mallorca am Zehn-Kilometer-Lauf teil, der jährlich im Oktober im Rahmen des TUI Marathons ausgerichtet wird. Über 9000 Läuferinnen und Läufer aus 59 Nationen waren insgesamt am Start. „Eine wundervolle Strecke“, schwärmt der zweifache Großvater.

Die Landschaft kann er gut einordnen, schließlich hat Barkowski während seines Dienstes auf See und bei etlichen Fahrradtouren im Sommer viel von Deutschland und der Welt gesehen. Mit dem Rad ging es unter anderem entlang des Rheins, der Mosel oder Main-Donau-Kanals.

Bis an die Grenzen

Sportlich war der gebürtige Nordenhamer schon immer. Nach seiner Lehre zum Elektriker heuerte er bei der US-Navy und anschließend bei der schwedischen Handelsmarine an, bevor er 1958 zur Polizeischule in Münster wechselte. „Wir mussten im Sport bis an unsere Leistungsgrenze gehen. Sie konnten uns entlassen, wenn wir den Anforderungen nicht standhielten“, blickt der Rentner auf die Jahre bis zum Ruhestand im Jahr 1994 zurück. Bei den Ordnungshütern spielte er erstmals Faustball – eine Sportart, die Hans Barkowski bis heute noch betreibt.

Selbst bei seiner Tätigkeit als Führer im Schiffahrtsmuseum bemerkt er den positiven Effekt der körperlichen Ertüchtigung. „Gleichaltrige und teilweise auch deutlich Jüngere schnaufen, wenn es die Treppe hochgeht. Mir macht das nichts aus“, versichert Barkowski.

Lars Herrmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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