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Nur die Verehrer machen sich rar

16.04.2018

Eckfleth Es ist nicht einfach Elfriede von Seggern zu Hause anzutreffen. Rummikub mit der Schwägerin Anneliese spielen, Kränzchen bei Gisela Rüthemann, Friseurtermin oder Vereinsleben. Und das sind nur ein paar Beispiele, ihr Terminkalender ist voll. „Aber wenn ich 90 bin, will ich das alles nicht mehr“, sagt eine, die diesen Montag diesen runden Geburtstag feiert.

Aber keiner will auf ihre fröhliche Gesellschaft verzichten. Immer gut gelaunt mit einem strahlenden Lächeln ist sie aktiv. Sie bepflanzt ihre Kübel auf der großen Terrasse mit Stiefmütterchen und ihr Enkel Dennis hilft ihr dabei. Im Wintergarten werden Granzien gezüchtet, die gerade alle Blüten ansetzen. „Die muss man, wenn sie verblüht sind, entfernen.“

Sie hat ihre gemütliche Oberwohnung zu Ostern mit unzähligen Ostereiern dekoriert, und sie weiß genau, wer welches bemalt hat oder wer es ihr geschenkt hat. Sie guckt in den Postkasten, und mit ihrem unermüdlichem Humor sagt sie auf plattdeutsch: „De Brögams schrieft ok nich mehr so foken.“ Was aussagt, das ihre Verehrer auch nicht mehr so oft schreiben.

Liebe führt nach Eckfleth

In Popkenhöge wurde Elfriede Michels am 16. April 1928 geboren. Als junge Deern arbeitete sie unter anderem in der Gaststätte Gräper – dem heutigen Eckflether Kroog. „Dort war ich während des Zweiten Weltkrieges in Stellung und bin dann der Liebe wegen hier hängen geblieben“, schmunzelt sie. Die gebürtige Popkenhögerin wohnt nun seit 1950 in Eckfleth.

Mit 66 Jahren wurde sie Witwe – und hörte auf Udo Jürgens. „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an, mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran.“ Sie engagierte sich in Vereinen, betreute Senioren und war im Moorriemer Schützenverein aktiv. Das Millenium-Jahr 2000 war ihre erfolgreichstes Jahr im Schützenverein: Nicht einen Titel nahm sie mit, nein gleich vier. Sie war Deutsche Meisterin, Kaiserin, Königin und Sportlerin des Jahres. Seit 2010 ist sie im Besitz der Niedersächsischen Verdienstmedaille, die ihr der stellvertretende Landrat Dieter Kohlmann auf dem Festkommers zum 100-jährigen Bestehen ihres Moorriemer Schützenvereines überreichte. „Queen Mum“ wird sie im Verein liebevoll genannt, dem sie seit 1987 angehört. 1992 und 2000 war sie Schützenkönigin, 1995 und 2000 Kaiserin. 2000 und 2001 durfte sie sich Deutsche Meisterin nennen. Ein ganzes Regal mit Pokalen, Anstecknadeln und Medaillen ziert ihr Sonnenzimmer.

Im Bardenflether Turnerbund ist sie seit 70 Jahren Mitglied. Turnen und Tanzen bei Johann Meins waren dort ihre Favoriten. „Eck wull immer geern den Mann danzen.“ 2008 hatte sie mit ihrer Volkstanzgruppe einen Auftritt auf dem Traditionsball Batu Bunta. Ihre selbstgenähten Kleider, im Frau-Antje-Style, übergab sie ordentlich verpackt an den Verein. Die Fußballdamen trugen sie dann auf dem Batu Bunta 2012. „Dormit dat wieter geiht.“ Und Elfriede von Seggern saß stolz zusammen mit der Tanzgruppe im Publikum.

Zahlreiche Ehrenämter

Ihr persönlicher Einsatz war immer vorbildlich. Viele Ämter und Ehrenämter hatte sie inne – ob im Bürgerverein, bei den Soldatenkameraden, im Seniorenkreis und bei mehrere Kränzchen. Sie ist Ehrenmitglied im Moorriemer Reitklub, Bardenflether Turnerbund und Schützenverein Moorriem. 33 Jahre leitete sie die Poststelle in Eckfleth. 21 Jahre war sie im Schulelternrat. Mehr als 40 Jahre lang bediente sie bei Feuer und Probealarm „per Hand“ die Sirene, die sich seit 1968 auf dem Dach ihres Hauses befindet. Sie war 22 Jahre lang im Gemeindekirchenrat und 36 Jahre lang Vertrauensfrau bei den Moorriemer Landfrauen.

Im Kreise ihrer großen lebensfrohen Familie, zu der vier Kinder, zehn Enkelkinder, sieben Urenkel und ihre Geschwister Reinhard und Grete gehören, feiert diese Powerfrau ihren runden Geburtstag mit Freunden, Nachbarn, Vereinen und Verwandten im Eckflether Kroog.

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