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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Rumpfteam verpasst Punktgewinn knapp

29.01.2018

Edewecht /Elsfleth Sie haben verloren und sind dennoch mächtig stolz auf sich selbst. Zu Recht, denn der Kader der Oberliga-Handballer des Elsflether TB gab am Samstag im Auswärtsspiel beim VfL Edewecht nicht viel her. Beim Dritten aus dem Ammerland zog der ETB zwar mit 23:25 (10:10) den Kürzeren. Aber der kämpferische Einsatz war à la bonheur.

Die Ausfallliste im Schnelldurchgang: Trainer Ulrich Adami war bei der Europameisterschaft in Kroatien und Abwehrchef Bela Rußler als Coach mit der A-Jugend unterwegs. Justus Pille (A-Jugend), Lasse Pape (Ausbildung), Top-Torschütze Christopher Santen (Zahn-OP), Philipp Bolte (Knieverletzung) und Spielmacher Tizian von Lien (Schulterverletzung) fehlten ebenfalls. Immerhin: Kreisläufer Martin Wille biss trotz Zehenverletzung auf die Zähne und stellte sich in den Dienst der Mannschaft.

Somit stellte sich die Mannschaft von selber aus. Weil die Elsflether nur sechs gelernte Feldspieler dabei hatten, streifte sich Torhüter Sascha Klostermann ebenfalls ein Spielertrikot über. Das war auch bitter nötig. Denn Malte Janßen, der als Rechtsaußen auflief, normalerweise aber immer nur in der Abwehr eingesetzt wird, verletzte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit, so dass Klostermann einspringen musste.

„Ich glaube, die Edewechter haben uns ziemlich unterschätzt, als sie gesehen haben, mit welcher Mannschaft wir spielen“, sagte Klostermann.

Doch der ETB stellte den ohnehin favorisierten Gegner vor große Probleme. Er agierte mit einer 5:1-Deckung mit Fynn Oberegger als Vorgezogenen. „Wir haben die Angreifer früh angenommen und kaum etwas zugelassen“, sagte Klostermann. Den Rest erledigte Keeper Kevin Danielzik, der eine sehr gute Partie ablieferte.

Nach dem 10:10-Halbzeitstand bogen die Elsflether kurz nach dem Seitenwechsel sogar auf die Siegerstraße ein. Fynn Oberegger, der auf Linksaußen eine bärenstarke Leistung zeigte und acht Treffer erzielte, brachte sein Team mit zwei Treffern mit 12:10 in Führung. Allerdings folgte eine kleinere Schwächephase. Angesichts der Personalumstände schienen die Gäste beim Stand von 20:17 für Edewecht endgültig niedergerungen. Pustekuchen. Der ETB glich vier Minuten vor dem Ende zum 23:23 aus.

„Dann haben wir leider vorne zweimal leichtfertig den Ball verloren“, sagte Klostermann. Die routinierten Ammerländer nutzten die Gunst der Stunde und zogen auf 25:23 davon. Das war der Sieg in einem umkämpften Spiel.

„Wir haben überhaupt nicht damit gerechnet, dass wir uns so gut verkaufen würden“, sagte Klostermann trotz der Niederlage. Das zeichne das Team aber aus. „Bei uns kämpft jeder für jeden, und alle unterstützen ihren Nebenmann. Schade, dass es am Ende nicht gereicht hat. Ein Punkt war drin“, meinte der Aushilfs-Rechtsaußen, dem sogar ein Tor gelang.

ETB: Völkers, K. Danielzik (1) – Oberegger (8/1), Zindler (5), van Dreumel (4), Rambau (2), Wille (2), Klostermann (1), Janßen.

Stationen:6:2 (13.), 8:8 (24.), 10:10 (30.), 15:14 (41.), 20:17 (48.), 23:23 (57.), 25:23 (60.).