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SEGELSPORT: Ein Salamibrot macht den Lotsen satt

05.05.2006

ELSFLETH Regattaerprobte Langstreckensegler sind Gudrun und Hans-Ulrich Grossheim. In diesem Monat starten sie in Richtung Biscaya.

von Evelyn Eischeid ELSFLETH - Der erste warme Tag des Jahres: kein Wunder, dass es im Elsflether SWE-Yachthafen Gudrun und Hans-Ulrich Grossheim in den Fingern juckt, endlich wieder den Anker ihres Vilm-I-Motorseglers „Hug Maru“ zu lichten und zum nächsten großen Hochseetörn die Segel zu setzen. Aber das passionierte Segler-Ehepaar muss sich nicht lange in Geduld üben. Schon am 15. Mai gehen die Grossheims auf Kurs Richtung Bretagne und Golf von Biscaya. Von der Biscaya geht es zurück nach Großbritannien – mit Teilnahme an der Regatta „Seafair Haven“, weiter nach Irland und durch die Irische See, abermals in die Bretagne zur „Douarnenez 2006“.

Mehrmonatige Segeltörns sind für die Globetrotter in den vergangenen Jahren zu einer Selbstverständlichkeit geworden, dabei hatte alles „ganz klein und bescheiden“ angefangen. Als leitender Ingenieur der Hansa-Reederei war Hans-Ulrich Grossheim im Jahr 1975 zur Bauaufsicht nach Japan gereist. Vom Hafenort Sasebo hatte der Deutsche eine wunderbare Sicht auf die über vorgelagerten Inseln. Kurzerhand kaufte Grossheim ein ausgemustertes Schlauchboot der japanischen Marine und erfüllte sich nicht nur den Wunsch, die Inseln zu besichtigen. Er erlag auch dem wunderbaren Leiden aller Skipper: Nach dem ersten Bötchen muss ein Boot her, dann ein größeres und dann noch ein größeres.

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Der „Hug Maru“ halten Gudrun und Hans-Ulrich Grossheim nun schon seit 1986 die Treue. Mit dem Motorsegler (10,60 Meter lang) sind sie inzwischen rund 100 000 Seemeilen ersegelt, haben Traumplätze angesteuert, Stürmen und kritischen Situationen standgehalten sowie Seglerfreunde in vielen Ländern gefunden.

Auf einem Törn zur finnischen Seenplatte – noch vor der politischen Wende von 1989 – musste das Ehepaar den Saima-Kanal befahren, durch den die Grenze zwischen Finnland und Russland verläuft. Grossheim: „Um dort zu fahren zu dürfen, wurden wir aufgefordert, unser Sportboot als Handelsschiff deklarieren und einen russischen Lotsen an Bord nehmen.“ Der kam ganz schnieke in Uniform mit vielen goldenen Knöpfen aufs Schiff und fragte, ob wir auch einen Koch an Bord hätten, er hätte „ganz viel Hunger“. „Koch“ Gudrun Grossheim ergänzt: „Mit einer dicken Scheibe Salami und trocken Brot war der richtig zufrieden und übernahm das Ruder, sobald er satt war.“ Den Wunsch nach einem oder mehreren Gläschen Wodka schlug ihm das Skipperpaar allerdings ab.

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