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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

ETB startet in die Nach-Adami-Ära

06.09.2019

Elsfleth Um als Trainer zur Legende zu werden, muss man nachhaltig Erfolge nachweisen können – oder einen langen Atem haben. Am besten sogar beides. Zwei Paradebeispiele standen bei den Fußballern des SV Werder Bremen an der Seitenlinie. Otto Rehhagel von 1981 bis 1995. 14 Jahre, in denen zwei Meisterschaften, zwei Pokalsiege und ein Europapokalsieg errungen wurden. Thomas Schaaf von 1999 bis 2013. Ebenfalls 14 Jahre, in denen das Double 2004 und insgesamt drei Pokalsiege gefeiert wurden. Wenn die Handballer des Elsflether TB am Sonntag um 17 Uhr zum Saisonauftakt die SG VTB/Altjührden in der Stadthalle empfangen, sitzt erstmals nach 14 Jahren nicht mehr Ulrich Adami auf der Trainerbank.

Nationale oder gar internationale Meisterschaften kann der 62-Jährige selbstverständlich nicht vorweisen, und doch ist er zu einer Elsflether Legende geworden. Aus einem Haufen junger Talente hat er eine Mannschaft geformt, die auch in der Saison 2019/2020 in der Oberliga Nordsee angreifen darf.

„Das wird wohl ein komischer Moment werden, wenn das Spiel am Sonntag angepfiffen wird. Für alle Spieler und auch für unsere treuen Zuschauer“, glaubt ETB-Abteilungsleiter Sascha Klostermann. Ulrich Adami habe den Elsflether Handball geprägt wie keiner seiner Vorgänger, auch der Aufstieg aus der Verbandsliga Nordsee im Frühjahr habe noch seine Handschrift getragen. Adami hatte seinen Rückzug vollzogen, weil der Spagat zwischen Beruf und Sport neue Dimensionen angenommen hatte. Ehefrau Nathalie Adami, die ebenfalls viele Jahre ehrenamtlich im Verein tätig war, freut sich auf das Danach: „Es waren tolle Jahre. Keine Frage. Nun haben wir aber endlich Zeit für andere Freizeitaktivitäten. Als Zuschauer bleiben wir der Mannschaft treu.“

Schweres Erbe

Ulrich Adami hinterlässt ein schweres Erbe. In seine Fußstapfen tritt ein Trainer-Quartett aus Florian Doormann, Bela Rußler, Ruven Rußler und Sascha Klostermann, das das Team schon durch die Vorbereitung manövriert hat. „Wir haben unser Programm seit Anfang Juli konsequent durchgezogen. Dabei haben wir eine gesunde Mischung aus Konditions- und Krafteinheiten gefunden. Spielerische Momente sind aber auch nicht zu kurz gekommen“, sagt Florian Doormann, der das Sagen in der „Viererbande“ hat. Die Führungsriege ziehe zwar an einem Strang, dennoch sei es wichtig, eine Hierarchie zu haben, so Abteilungsleiter Klostermann.

Der ETB kann weitestgehend mit seinen Aufstiegs-Helden planen. Lediglich Tizian von Lien verließ den Vizemeister Richtung HSG Schwanewede. „Wir sind eine eingeschworene und eingespielte Truppe“, glaubt Doormann an seine Farben. Im Angriff verfüge der ETB über Durchschlagskraft aus dem Rückraum, könne aber auch über die Außenpositionen jeden Gegner vor Probleme stellen. Hinten sei der Oberligist flexibel und könne auf verschiedene Systeme zurückgreifen. „Ballgewinne sind wichtig, da wir einfache Tore per Tempogegenstoß brauchen“, sagt Doormann. Gegen seinen ehemaligen Verein muss er auf Philipp Bolte (Schulter-OP) und Lasse Pape (beruflich) verzichten. Hinter dem Einsatz von Jannes van Dreumel (Platzwunde) steht ein Fragezeichen.

Elsflether TB

Saison 2019/2020 Männer, Oberliga Tor Kevin Danielzik, Marcel Völker, Matthias Wagenaar

Feld Fynn Oberegger, Julius Pille, Lasse Pape, Jannes van Dreumel, Ruven Rußler, Markus Zindler, Christopher Santen, Florian Doormann, Malte Janßen, Bela Rußler, Malte Wille, Bastian Rambau, Philipp Bolte, Bennet Heinemann

Trainer Florian Doormann, Bela Rußler, Ruven Rußler, Sascha Klostermann

Abgang Tizian von Lien (zur HSG Schwanewede)

Ziel Klassenerhalt

Mit der SG VTB/Altjührden erwartet den ETB zum Saisonstart ein Handball-Schwergewicht. „Unser Wunschgegner war Altjührden zum Auftakt sicher nicht“, gibt Doormann zu. Dennoch könne es sich als Vorteil erweisen, da der Drittliga-Absteiger noch nicht komplett eingespielt sei. VTB-Trainer Christian Schmalz musste eine Reihe von namhaften Zugängen in sein Team integrieren. Mit Rasmut Ots (Bergischer HC) und Finn Schwagereit (VfL Edewecht) stehen zwei neue Torhüter im Kader. Kreisläufer Michael Schröder stieß von der HSG Delmenhorst dazu, Rückraum-Linkshänder Renke Bitter vom VfL Edewecht und der 18-jährige Spielmacher Fynn Menne von Eintracht Hildesheim. Lukas Kalafut (32) laboriert noch an den Folgen eines Kreuzbandrisses.

Hohe Qualität

„Da erwartet uns schon echte Qualität“, sagt Doormann. Die Köpfe in den Sand stecken werden die Huntestädter aber nicht. „Altjührden ist haushoher Favorit. Sowohl gegen uns als auch auf den Aufstieg“, sagt Florian Doormann. Dennoch wolle man sich mit allen Mitteln gegen die drohende Niederlage stemmen, bestenfalls für eine Überraschung sorgen. Doormann: „Wir müssen mutig agieren, dürfen keine Angst vor Fehlern haben, müssen aber auch geduldig bleiben.“ Die HSG Hude/Falkenburg (Landesklasse) hat in der 1. Runde des HVN-Pokals bewiesen, dass man Altjührden beikommen kann. Nach mühsamen 30 Minuten vor der Pause (12:10) kam die SG erst durch konditionelle Vorteile in Durchgang zwei (32:21) eine Runde weiter.

Tobias Göttler Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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