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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Mit dünner Personaldecke ins Mittelfeld

02.09.2017

Elsfleth Die abgelaufene Oberliga-Saison war für die Handballer des Elsflether TB an Dramatik kaum zu überbieten. Am Ende stand der kaum noch für möglich gehaltene Klassenerhalt. In der an diesem Wochenende beginnenden neuen Spielzeit will sich das Team von Trainer Ulrich Adami das große Zittern ersparen. Zum Auftakt empfängt der ETB am Samstag um 17 Uhr den VfL Edewecht in der Stadthalle.

Rückblende: Letzter Spieltag der Saison 2016/17. Der ETB hatte gerade mit 23:16 bei der TSG Hatten/Sandkrug gewonnen und sich somit die Mini-Chance auf den Klassenerhalt bewahrt. Er musste aber noch auf einen Punktverlust der HSG Delmenhorst hoffen, der gleichzeitig den TV Bissendorf-Holte empfing. In Delmenhorst waren noch fünf Minuten zu spielen, es stand Unentschieden. Die Elsflether horchten gebannt am Telefon von Tizian von Lien mit, der mit seinem in Delmenhorst anwesenden Vater in Kontakt stand. Dann stand es fest: Es blieb beim Unentschieden, und der ETB darf ein weiteres Jahr in der Oberliga antreten.

Dieser letzte Spieltag war das glückliche Ende eines Seuchenjahres. Reihenweise brachen Coach Adami die Spieler wegen Verletzungen weg. Oft waren aus der Startformation nur Bela Rußler und Christopher Santen über.

Die Lage hat sich zwar etwas entspannt, aber sie ist nicht rosarot. Ruven Rußler wird die komplette Saison verpassen, und auch mit Malte Janßen (beide Schulter) wird Adami in diesem Kalenderjahr wohl nicht mehr rechnen können. Dazu hat sich Kreisläufer Chris Danielzik dem Ligarivalen TV Cloppenburg angeschlossen – Robert Mohr will kürzer treten.

Aber die letzte Saison hat auch gezeigt, dass der ETB auf seinen Nachwuchs setzen kann. Markus Zindler riss im Rückraum das Spiel an sich. „Er ist gesetzt“, lobt Adami. Die beiden Außen Justus Pille und Lasse Pape, die in dieser Spielzeit immer noch A-Jugend-Spieler sind, waren wertvolle Aushilfen und haben sich einen Platz im Männerkader erspielt. Auch Bastian Rambau hat große Fortschritte gemacht.

„Unsere Personaldecke ist immer noch recht dünn. Aber wenn alle Spieler da sind, sind wir gut genug, um in der Oberliga mithalten zu können“, sagt Adami. Man habe aber im letzten Jahr gesehen, wie schnell eine Mannschaft durch Verletzungen ins Hintertreffen geraten kann. Ziel sei es, sich im Mittelfeld zu platzieren und nie etwas mit dem Abstiegskampf zu tun zu bekommen.

Die Liga könne Adami momentan schlecht einschätzen. „Einige Mannschaften haben einen Umbruch eingeleitet und sich verjüngt“, sagt der Trainer. Da müsse man erst abwarten, wie schnell sich diese Teams finden werden.

Für den Auftaktgegner aus Edewecht gelte dies nicht. „Der VfL hat sich nicht verändert. Nur der Trainer ist weg“, sagt Adami. In der vergangenen Saison verlor der ETB beide Spiele gegen den Nachbarn aus dem Ammerland. „Das wird ein sehr schweres Spiel für uns und auch gleich eine Messlatte, wo wir stehen“, meint Adami. Wichtig sei, vorne konzentriert abzuschließen, um die Edewechter nicht zu Gegenstößen einzuladen. Und hinten soll sich sein Team wieder als das in der Liga gefürchtete Bollwerk präsentieren.