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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Personalnot dämpft Prognose

27.01.2018

Elsfleth Das wird mit Sicherheit kein Vergnügen: Mit einer Rumpfmannschaft reisen die Oberliga-Handballer des Elsflether TB am Samstag zum Spitzenteam VfL Edewecht. Wenn um 18 Uhr in der Heinz zu Jührden-Halle (Breeweg 42) der Anpfiff gegen den Tabellen-Dritten ertönt, droht die Elsflether Ersatzbank nahezu zu verweisen. Der ETB muss viele Ausfälle verkraften.

Sogar ein Trainer fehlt dem ETB. Ulrich Adami weilt bei der Europameisterschaft in Kroatien. Und seine rechte Hand auf dem Feld, Béla Rußler, reist als Trainer der A-Jugend zum Auswärtsspiel nach Heidmark. Mit im Schlepptau hat Rußler den A-Jugendlichen Justus Pille. Der gleichaltrige Lasse Pape weilt währenddessen wieder innerhalb seiner Ausbildung auf See.

Zeh gebrochen

Damit aber noch längst nicht genug. Rückraumspieler Christopher Santen musste am Donnerstag eine Zahn-Operation über sich ergehen lassen. Martin Wille, hat sich einen Zeh gebrochen, und Philipp Bolte leidet weiter an einer Knieverletzung. Wenn sich also alle befürchteten Ausfälle bewahrheiten sollten, tritt der ETB ohne Trainer, ohne Mittelblock, ohne Kreisläufer und ohne Linkshänder im Ammerland an.

Auch die Edewechter hatten zuletzt ihre Bestbesetzung nicht dabei. Prompt verloren sie ihre ersten beiden Spiele im Jahr 2018. Allerdings hatten es die Gegner auch in sich. Beim Fünften HC Bremen/Hastedt verlor der VfL mit 26:28, zu Hause unterlag er dem Zweiten HSG Barnstorf/Diepholz mit 29:32.

Dennoch hat Adami großen Respekt vor dem kommenden Gegner. „Der VfL hat starke Außen und ein intelligentes Rückraumspiel“, sagt der Elsflether Coach. Zudem verfügten die Edewechter über eine starke Deckung und Akteure mit höherklassiger Erfahrung. „Das ist eine sehr gute Mannschaft, die auf allen Positionen stark besetzt ist“, lobt Adami. Die Edewechter stünden zurecht so weit oben in der Tabelle.

Adami zurückhaltend

Entsprechend zurückhaltend äußert sich das Elsflether Urgestein über die Erfolgsaussichten. „Wir sind in Edewecht sicherlich nicht der hohe Favorit. Aber das wären wir auch in Bestbesetzung nicht gewesen“, sagt er.

Trotzdem erwartet er vom übrig gebliebenen Team Kampfgeist. „Wir müssen von Anfang an einen Hintern in der Hose haben. Wenn wir das tun, dann können wir erhobenen Hauptes vom Platz gehen – egal, wie das Ergebnis ausfällt“, sagt Adami.

Auf die Personalmisere wollen die Elsflether kurzfristig reagieren, in der Hoffnung, dass der eine oder andere angeschlagene Spieler doch auflaufen kann. Ansonsten werde der Kader mit Spielern aus der Zweiten aufgefüllt. „Wir kämpfen mit stumpfen Waffen. Aber wir wollen nicht meckern. Andere Vereine haben auch immer wieder Verletzungsprobleme. Da müssen wir jetzt durch“, sagt Adami.