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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Personeller Aderlass zwingt zu Umstellungen

02.09.2017

Elsfleth „Alle erwarten unseren Abstieg.“ Udo Ulrich hat ein schweres Erbe angetreten, als er als Nachfolger von Ulrich Adami das Traineramt bei den Oberliga-Handballerinnen des Elsflether TB übernommen hat. Zum Saisonauftakt wartet am Sonntag um 17 Uhr der ATSV Habenhausen in der Hinni-Schwenker-Halle (Brunnsackerweg 2 in Bremen). Gleich der erste dicke Brocken zu Beginn einer schwierigen Spielzeit.

Rückraumspielerin Charlotte Sommer nimmt sich eine Auszeit vom Handball, und Rechtsaußen Ruth Nowack verbringt ein Auslandsjahr in China. Noch gravierender ist der Weggang von Jennifer Adami zum Drittligisten SFN Vechta. Nicht nur ihre zahlreichen Tore werden dem ETB fehlen. Auch war die Spielmacherin in brenzligen Situationen oft die Einzige, die das Zepter in die Hand nahm.

„Früher lag die Verantwortung auf Jennifer. Die müssen wir jetzt auf alle anderen verteilen“, sagt Ulrich. Allen voran sollen Torhüterin Lena von Seggern und Kreisläuferin Lena van Dreumel in Adamis Fußstapfen treten. Ulrich überlegt, Lena van Dreumel wegen ihrer Erfahrung auch manchmal im Rückraum einzusetzen. „Aber am Kreis ist sie mir noch wichtiger. Sie stellt gute Sperren und ist auch immer anspielbereit“, sagt Ulrich. Auch in der Deckung nimmt sie einen wichtigen Posten ein.

Hier plant Ulrich aber leichte Umstellungen. „Wir wollen den Gegner offensiver angehen. Vielleicht spielen wir auch mit einer Vorgezogenen“, kündigt der Trainer an. Schöner Nebeneffekt: Bei Ballgewinnen ist der Weg zum gegnerischen Tor etwas kürzer. „Wir brauchen in dieser Saison viele einfache Tore über die erste oder zweite Welle“, weiß Ulrich.

Wenn der ETB aber vorne doch ins Positionsspiel kommt, soll der Rückraum Druck machen. Viel erhofft sich Ulrich von der Wurfstärke Talea Lösekanns. „Dazu müssen wir sie aber auch gut in Position bringen“, sagt der Coach. Das Kreisläuferspiel soll aber auch wesentlicher Bestandteil der Taktik bleiben.

Das Saisonziel lautet ganz klar Klassenerhalt. „Die Liga scheint besser geworden zu sein. Viele haben sich verstärkt, wir nicht“, sagt Ulrich. Zu den ambitionierten Mannschaft gehört auch der ATSV Habenhausen. „Wir werden alles geben“, sagt Ulrich. Gleichwohl weiß er, wie schwer es ist, in der Hinni-Schwenker-Halle zu bestehen.