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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Handball: Elsfletherinnen trotzen Personalnot

02.02.2015

Elsfleth /Bremen Damit hat Ulrich Adami selbst nicht ganz gerechnet. Der Trainer der Oberliga-Handballerinnen des Elsflether TB musste am Sonnabend beim SV Werder Bremen II auf zahlreiche Leistungsträgerinnen verzichten und mit Lena von Seggern eine angeschlagene Torhüterin aufbieten. Doch seine Mannschaft wuchs förmlich über sich hinaus. Nach einer famosen Anfangsphase ließ sich der ETB nicht mehr den Schneid abkaufen und gewann mit 32:27 (18:12).

Jessica Krause, Janine Matschei, Jaqueline Finger, Laura Sanders, Fenna van Dreumel, Franziska Sommer, Ayleen Breipohl, Charlotte Sommer und Talea Lösekann: Das war nicht etwa die Startaufstellung der Elsfletherinnen, sondern die Ausfallliste. Fast hätte Coach Adami noch ein weiteres – und heftiges – Problem bekommen. Beim Donnerstagstraining knickte die einzige Torhüterin Lena von Seggern um und verspürte starke Schmerzen. „Lena van Dreumel ist aber Physiotherapeutin und hat sofort einen fachmännischen Stützverband angelegt“, sagte Adami. Weil sie dies am Spieltag wiederholte, konnte von Seggern überhaupt erst auflaufen. Es lohnte sich: Die Torhüterin war ein sicherer Rückhalt.

Die Bremerinnen suchten ihr Heil in einer Manndeckung gegen Spielmacherin Jennifer Adami, die sie bis zum Ende durchzogen. Solch eine gegnerische Maßnahme sind die Elsfletherinnen aber längst gewohnt, und sie ließen sich davon nicht beeindrucken. Besonders Aline Buttelmann nutzte ihre Freiräume. Die Rückraum-Linke warf all ihre sechs Tore in den ersten 20 Minuten. „Werder hat sich nur auf Jennifer konzentriert“, so Adami. „Daher ergab sich genug Platz für die anderen.“

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Die schnelle 6:0-Führung brachte Sicherheit beim ETB. Die Deckung um Torhüterin Lena von Seggern stand sicher und vorne klappte nahezu alles. Als Werder Buttelmanns Torgefährlichkeit bemerkte, wurde auch sie aggressiver angegangen. Doch wo liegt das Problem? Der Ball wurde dann einfach weitergepasst auf Mareike Thümler, die an ihrem 21. Geburtstag auf Linksaußen lauerte. Sie erlaubte sich im gesamten Spiel nur einen Fehlversuch.

Komfortable Führung

Mit einer komfortablen 18:12-Führung ging der ETB in die Halbzeitpause. „Ich habe den Mädels dann klar gesagt, dass sie auf keinen Fall nachlassen dürfen“, so Ulrich Adami. Werder sei kampfstark und dürfe kein Blut mehr lecken. Und idealerweise setzt eine Mannschaft auch die Vorgaben eines Trainers um. Die Elsfletherinnen bauten ihren Vorsprung sogar noch etwas aus und erstickten die geplante Aufholjagd des Gastgebers im Keim.

Einen riesigen Anteil am Erfolg hatte Jennifer Adami – trotz der gegen sie verhängten Manndeckung. Zwar erzielte sie neun ihrer 17 Tore per Siebenmeter. Aber auch aus dem Feld heraus setzte sie sich immer wieder von ihrer Gegenspielerin ab und traf trotz großer Bedrängnis traumwandlerisch sicher. „Sie hat einen Sahnetag erwischt“, sagte ihr Vater Ulrich.

Die Werderanerinnen enttäuschten keinesfalls, aber der ETB ließ einfach nichts mehr anbrennen. Dabei gab Adami zu, dass er immer wieder auf die Uhr schauen musste, weil er Angst um die Kräfte seiner Rückraumspielerinnen hatte. Neben Jennifer Adami und Aline Buttelmann hatte Adami dort nur noch Julia Keil zur Verfügung. Doch die A-Jugendliche hielt nicht nur tapfer durch, sondern lieferte eine ganz starke Partie ab. Sie warf zwar kein Tor, holte aber sechs Siebenmeter heraus und glänzte mit tollen Anspielen auf ihre Mitspielerinnen. Auch in der Deckung packte Julia Keil auf der Halbposition ordentlich zu. „Julia hat ein ganz tolles Spiel gemacht“, lobte Coach Adami.

Vier späte Gegentore

Spätestens beim Stand von 32:23 hatte der ETB die Begegnung unter Dach und Fach gebracht. Die vier späten Gegentore taten nicht mehr weh. „Wir haben Werder nicht mehr rankommen lassen. Das hat die Mannschaft klasse gemacht“, sagte Adami. Ein großes Dankeschön richtete der Coach an die A-Jugendlichen Kim Schweneker und Larissa Böner, die sich wegen der Personalnot sofort bereit erklärten, auszuhelfen. „Die beiden haben sich in ihrem jeweils ersten Frauenspiel sehr gut eingefügt und keine Fehler gemacht“, so Adami. Durch diesen Auswärtssieg hat der ETB den vierten Tabellenplatz vom ATSV Habenhausen, der zu Hause 19:23 gegen VfL Oldenburg III verlor, zurückerobert.

ETB: von Seggern - Adami (17/9), Buttelmann (6), Thümler (4), L. Van Dreumel (3), Löscher (2), Nowack, Wagenaar, Keil, Böner, Schweneker.

Stationen: 0:6 (11.), 5:11 (17.), 8:13 (21.), 10:14 (25.), 12:18 (30.), 13:21 (36.), 17:25 (44.), 23:32 (57.), 27:32 (60.).

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