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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Talent macht Hattrick perfekt

25.09.2019

Enkheim /Hessen Das ist herausragend: Die 14-jährige Janna Meiners vom Mentzhauser TV ist Deutsche Meisterin im Schleuderballweitwurf. Am Wochenende gewann sie den Titel in Enkheim (Hessen) in der Altersklasse der 14- und 15-Jährigen.

Mit dem 1000 Gramm schweren Ball hatte Janna die Konkurrenz im zwölfköpfigen Feld mit 43,00 Metern im ersten Wurf schon mal mächtig unter Druck gesetzt. Diese Weite hätte schon zum Titelgewinn gereicht. Die Zweitplatzierte kam auf 40,14 Meter.

Die Rüdershauserin zeigte weiterhin Spitzenleistungen auf dem Kunstrasenplatz. Im zweiten Wurf steigerte sie sich auf 44,44 Meter. Die Krönung war der letzte Durchgang mit 44,94 Metern.

Mit 4,80 Metern Vorsprung fuhr sie ihre dritte Deutsche Meisterschaft in Folge ein. In den Vorjahren hatte sie zweimal in der Altersklasse der Zwölf- und 13-Jährigen mit dem 800 Gramm schweren Ball gewonnen. Sie strahlte. „Ich bin glücklich. Alles hat gut geklappt.“

Imponierende Leistung

Ihre Leistung ist beeindruckend: In der Altersklasse der 16- und 17-Jährigen wäre sie mit großem Vorsprung vor der Drittplatzierten Vizemeisterin geworden. Gut gelaunt kehrte sie mit ihren Eltern sowie der Medaille und einer Urkunde im Gepäck in die Wesermarsch zurück.

Die Wurfbedingungen waren in Ordnung: die Werferinnen und Werfer hatten die Sonne im Rücken. Es herrschte leichter Gegenwind. Der Anlaufkorridor war zwölf Meter lang und vier Meter breit. Die Athleten, auch die, die den Drehwurf nutzen, mussten die Anlauflänge genau abschätzen. Nicht immer trafen die Sportlerinnen den Wurfkorridor.

In der Altersklasse der 14- und 15-jährigen Jungs starteten jeweils ein Werfer aus der Wesermarsch und aus Friesland: Aaron Heinen aus Grünenkamp und Kevin Duhm vom TSV Abbehausen. Sie hatten sich bei der Landesmeisterschaft ein Duell auf Augenhöhe geliefert, der 15-jährige Aaron war damals drei Zentimeter besser als der ein Jahr jüngere Kevin.

In Enkheim legte der Titelverteidiger Matthias Scherdi vom SV Willingendorf gegenüber der Vorsaison noch mal gute drei Meter drauf. Schon im ersten Durchgang gelang ihm der Siegeswurf mit 59,34 Metern. Aaron qualifizierte sich mit 49,49 Metern für die Endrunde. Kevin kam mit dem ersten Wurf (53,25 Meter) eine Runde weiter und machte zu Beginn der Endrunde mit 55,38 Metern den Gewinn der Silbermedaille perfekt. Aaron war vor dem letzten Wurf mit 51,58 Metern Vierter. Mit 54,23 Metern sprang er noch auf den Bronzeplatz.

Jelde Eden in Topform

Bei den Männern, die mit dem 1500 Gramm schweren Ball werfen, holte der Bronzemedaillengewinner der Vorsaison diesmal Gold: Jelde Eden vom SV Leybucht hatte sich in hervorragender Verfassung präsentiert. Der kommissarische Klootschießerwart des FKV ging gleich nach dem ersten Durchgang mit 64,26 Metern in Führung. Der zweite Wurf des 22-Jährigen landete bei 66,33 Metern – schon diesen Versuch konnte niemand mehr übertrumpfen. Nur Eden selbst. Im letzten Wurf warf er 69,13 Meter weit.

In einem hochkarätigen Feld belegte der Meister des Jahres 2017, Simon Graßmann (TV Bürgstadt, 65,89 Meter), Platz zwei. Thorsten Simon von der SG Schtamberg wurde Dritter (64,60 m), Titelverteidiger Alexander Fiehn (Leichtathletikfreunde Villmar, 64,13 m) Vierter. Bei den Frauen warf die Meisterin Sabrina Zeug (SG Hausham) den 1000 Gramm schweren Ball 55,30 Meter weit.

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