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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Nordenhamer gewinnen Goldmedaillen

15.11.2018

Fellbach /Schmiden /Nordenham Die Taekwondoka aus Nordenham haben am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften des Verbandes ITF (International Taekwondo Federation) in Fellbach/Schmiden (Baden Württemberg) eindrucksvolle Leistungen gezeigt. Maira Gloystein vom SV Nordenham holte einen Titel in der Altersklasse U 18, Danilo Smailov von der Sportschule Dojang kehrte gar als zweifacher Deutscher Meister in der Altersklasse U 15 nach Nordenham zurück. Seine Clubkollegin Julianna Smailov (U 15) gewann einmal Gold.

Der 14-jährige Danilo holte sich die Goldmedaille im Tul (U 15, bis 1. Kup) mit herausragenden Leistungen. Zunächst besiegte er Nils Keller vom JC Langenfeld, dann bezwang er Vincenzo Caramazza (Education Sports Leverkusen) – jeweils mit 5:0 Kampfrichterstimmen.

Im Kampf (bis 1. Kup, über 70 Kilogramm) legte er nach. Im ersten Duell ließ er Dennis Böttinger vom TSV Schmiden keine Chance. Gegen den einen Kopf größeren und 20 Kilogramm schwereren Tim Riedel (Sportur) hatte Danilo zu Beginn Schwierigkeiten. Laut Trainer Bernd Strahlmann besann er sich aber bald seiner Fähigkeiten. „Er hat vornehmlich seine guten Beintechniken genutzt, um Tim den Schneid abzukaufen“, sagte der Coach. Und so ging Danilo aus einem intensiven und sehr fairen Kampf als Sieger hervor.

Gute erste Runde

In der Altersklasse der Junioren stand Danilo dank seiner Qualifikationspunkte in der Finalrunde. Im Duell mit dem Nationalkader-Mitglied Anis Triqui (Tan Gun Sports Lünen) bewegte sich Danilo laut Strahlmann in der ersten Runde noch sehr gut. „Er bot kein festes Ziel und agierte sehr schnell mit Hand- und Fuß-Kombinationen.

In der zweiten Runde schien der Faden nach Strahlmanns Worten gerissen. „Er wurde ein ums andere Mal von Anis konsequent angegriffen.“ Danilo verlor den Kampf, freute sich aber über Bronze – „eine sehr gute Ausbeute“, sagte Strahlmann.

Im Tul (U 18, bis 1. Dan) trat Maira Gloystein als Titelverteidigerin gegen Lea Krieger (Tan Gun Sports) an. Sie lief ihre Tul fehlerfrei und kraftvoll. Nach dem ersten Lauf waren die Starterinnen gleichauf, im zweiten war Maira besser. Sie gewann die Goldmedaille verdientermaßen.

Maira hatte auch am Spezial-Bruchtest teilgenommen. Alle vier Starterinnen und Starter erhielten in der ersten Technik die volle Punktzahl. Sie hatten ein Brett in 2,10 Meter Höhe mit dem Fußballen hochtreten müssen. Es folgte ein Halbkreisseitwärtstritt gegen ein Brett in 1,90 Meter Höhe. Zu den drei Sportlerinnen, die die volle Punktzahl erhielten, zählte auch Maira.

Bei dem gesprungenen Seitwärtskick über eine Schnur in 1,10 Meter Höhe blieb Maira mit der Schulter am Brett hängen. Die Bronzemedaille konnte ihr aber niemand streitig machen. Gold holte Cora Braun. Silber Collien-Sophie Damato.

Konzentriert und topfit

Im Kampf (bis 3. Dan, bis 55 Kilogramm) präsentierte sich Maira konzentriert und konditionell voll auf der Höhe. Sie landete Treffer um Treffer und qualifizierte sich nach den Duellen mit Angelika Schmidt (Höxter) und Anna Herberts (Monheim) für die Finalrunde. Oftmals habe es gereicht, die Gegnerin einfach von der Kampffläche zu schieben, sagte ihr Vater und Betreuer Michael Gloystein.

Schmerzen nach einem ungewollten Tiefschlag hätten Maira in der Finalrunde gegen Lea Krieger zu schaffen gemacht. Dennoch lag sie zwischenzeitlich vorne. Aber am Ende gewann Lea knapp. Maira hatte nach Gold und Bronze damit auch Silber gewonnen.

Die 13-jährige Julianna Smailov von der Sportschule Dojang gewann unterdessen im Tul (U 15,, bis 7. Kup) sämtliche Vorrundenduelle mit konzentrierten Leistungen. Im Halbfinale schlug sie Effekan Uysal (Duisburg), im Finale besiegte sie Michael Koutounidis Angelos (Ditzingen).

Talent und Mut

Im Kampf (U 15, 1. Kup) traf Julianna, die erst den gelben Gurt hat, auf deutliche erfahrenere Rotgurt-Trägerinnen. Dennoch setzte sie sich im Halbfinale gegen Allegra Kersjes (Gevelsberg) durch. „Julianna ist sehr talentiert und bringt eine große Portion Mut mit“, sagte Trainer Strahlmann. „Das sind gerade für den Kampf sehr gute Voraussetzungen.“

Im Finale gegen Khalila Bouymejjan (Duisburg) zeigte sie zwar eine starke Leistung, aber ihr fehlten die Mittel, um Druck auszuüben. Ihre Gegnerin sei gut vorbereitet gewesen und habe sie einige Male ausgekontert. Julianna gewann Silber.

Henning Ratjen vom TuS Schwei (bis 6. Dan, bis 85 Kilogramm) gewann im Kampf Bronze. „Henning hat sich sehr gut verkauft“, freute sich sein Trainer Michael Gloystein vom SV Nordenham über eine gute und konzentrierte Leistung seines Schützlings. Gegen den Nationalkader-Kämpfer Nicolas Freitag von der Sportschule Monheim wich Henning immer wieder geschickt aus und setzte Treffer. „Er hat sich auch nicht wie sonst in die Ecke drängen lassen“, sagte Gloystein.

Zwar gewann Freitag nach Punkten. Doch die Bronzemedaille sei verdient, sagte Gloystein. „Henning hat sich im Vergleich zum letzten Turnier weiterentwickelt, er hat sehr frei gekämpft.“ Wie auch Maira Gloystein habe er seine Techniken verbessert und auch andere Techniken genutzt. „Die Kämpfe der beiden lassen auf mehr hoffen.“

Drei Medaillen

Unterdessen schafften Rebekka Kostuk, Jana-Lisa Knaus und Emily Smailov von der Sportschule Dojang im Tul (U 12, bis 3. Kup) den Sprung aus der Vorrunde in die Finalrunde. Im Halbfinale setzte sich Jana-Lisa gegen Emily durch. Rebekka bezwang Vladimir Balyan (Sportschule Monheim).

Das Finale der Nordenhamerinnen gewann Jana-Lisa dank der etwas stabileren Vorstellung. Stark: Das Podest war komplett mit Dojang-Schülerinnen besetzt. „Besser geht’s nicht“, sagte Coach Strahlmann.

Im Kampf (weiblich U 12, + 148 cm) verlor Emily Smailov gegen ihre Club-Kollegin Rebekka und Josephine Marie Kein (Duisburg). Im Finale hatte sie Probleme mit den schnellen und hohen Kicks von Josephine. Die elfjährige Nordenhamerin fand laut Strahlmann nicht das richtige Konzept, um sie zu beeindrucken. Sie gewann Silber, Emily holte die Bronzemedaille.

Jana-Lisa wurde ebenfalls Dritte (U 12, Sparring, 3. Kup, bis 142 Zentimeter). Sie hatte das Halbfinale gegen Emelie Gleitsmann (Dresden) verloren. „Es war eine schwierige Auseinandersetzung für Jana“, sagte ihr Trainer. Die Bronzemedaille habe die Niederlage ein bisschen versüßt.

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