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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Fitte Torjäger und vorbildliche Nachwuchs-Fußballer

16.01.2019

Die inoffizielle Fußball-Hallenkreismeisterschaft am vergangenen Samstag in der Nordenhamer Sporthalle Mitte führte nicht nur die besten Fußballer aus der Wesermarsch zusammen, sondern bot auch eine Plattform, um sich auf den neuesten Stand zu bringen. „Es ist immer schön, wenn wir uns hier treffen und miteinander schnacken“, meinte Thorsten Rohde, Trainer des ESV Nordenham. Das sportliche Niveau sei seiner Meinung zwar schon mal höher gewesen. Aber der rege Austausch mache immer Spaß.

Dass frühzeitige Prognosen nicht immer zutreffen, musste Jugendauswahltrainer Michael Morisse feststellen. „Da sind schon deutliche Unterschiede zwischen den höherklassigen und den unterklassigen Mannschaften erkennbar“, sagte er nach der Vorrunde. Bis dahin hatte er auch Recht, denn der SV Brake (Landesliga) und der TSV Abbehausen (Bezirksliga) zogen jeweils souverän als Gruppenerster ins Viertelfinale ein. Doch dort war für die beiden Turnierfavoriten Endstation. Die Erkenntnis: Auch bis zu vier Spielklassen Unterschied garantieren noch kein Weiterkommen.

Bei Hallenturnieren wird von den Spielern gerne einmal die Ausrede benutzt, dass „die Verletzungsgefahr zu groß“ sei, falls die Lust fehlt. Esenshamms Kapitän Bünyamin Kapakli beweist, dass man auch in „gereiftem“ Alter noch beschwerdefrei durch solch ein Turnier kommen kann. „Ich bin immer gerne dabei“, sagte der mittlerweile 37-Jährige. Außerdem seien die Hallenturniere gut geeignet, um nach der Winterpause „wieder aus dem Quark zu kommen“. Und für Kapakli hat es sich gelohnt: Am Ende durfte er glücklich den Siegerpokal in die Höhe stemmen.

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Auch SRE-Obmann Siegfried Adamietz freute sich über den Turniergewinn. Auf dem Weg nach Hause dürfte er aber doch ein bisschen Bammel gehabt haben. Seine Ehefrau Erika hatte nämlich am Samstag Geburtstag und war „not amused“, dass ihr Mann diesen Tag lieber in der Sporthalle verbringen wollte. Siegfried Adamietz wusste bereits nach den Gruppenspielen, was ihm blüht. „Wir haben in der Vorrunde neun Punkte geholt. Das ist gut, aber zu Hause habe ich mir sechs Minuspunkte eingehandelt“, scherzte er. Weil er aber schon am Sonntag wieder telefonisch erreichbar war, hat er den abendlichen Zoff wohl gut überstanden.

In der Endabrechnung wurde eines deutlich: Es gab ein Nord-Süd-Gefälle. Während das Podest von drei Nordenhamer Mannschaften erklommen wurde, mussten die beiden teilnehmenden Teams von südlich der Hunte frühzeitig die Segel streichen. Sowohl der FSV Warfleth als auch die Spielvereinigung Berne holten in der Vorrunde keinen einzigen Punkt. „Wir sind sang- und klanglos ausgeschieden“, sagte Bernes Trainer Michael Müller und begründete das Scheitern mit der mangelnden Chancenverwertung. Trotzdem habe er viel Spaß gehabt. „Zwischen den Spielern und den Trainern herrschte ein freundschaftliches Verhältnis. Das war sehr sympathisch“, sagte er. Trotz der Eigenkritik regte Müller eine Änderung an. „Ich bin eher ein Freund von Futsal. Da liegt der Schwerpunkt auf dem Fußballerischen und nicht so sehr auf dem Kämpferischen“, meinte er. Gerade das Spiel mit Bande erhöhe die Verletzungsgefahr, sagte der Coach

Mario Heinecke würde sich über eine Terminänderung freuen. „Ich fände es besser, wenn das Turnier kurz vor Weihnachten stattfinden würde. Da sind noch alle im Saft und nicht am Anfang der Vorbereitung“, sagte der Trainer des Zweitplatzierten 1. FC Nordenham.

Die Kreismeisterschaft bot zudem wertvollen Anschauungsunterricht, was den Umgang miteinander auf dem Spielfeld angeht. Im Einlagespiel zwischen den F-Jugend-Teams des 1. FC Nordenham und des TSV Abbehausen, das 5:0 für den FCN endete, kamen sich zwei Kontrahenten ins Gehege. Es war kein Foul im Spiel, aber der Abbehauser verlor das Gleichgewicht und stürzte zu Boden. Und was machte der Nordenhamer? Er jagte nicht etwa dem Ball hinterher, um das Missgeschick des Rivalen auszunutzen. Nein. Er stoppte ab und half seinem Gegenspieler auf die Beine. Der Abbehauser wischte sich kurz den Schmutz ab, und erst dann widmeten sich beide Spieler wieder dem sportlichen Geschehen. Normalerweise sollen ja die Erwachsenen die Vorbilder für die Kinder sein. Aber manchmal ist es eben auch umgekehrt. Mehr Fair-Play geht jedenfalls nicht.ths

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