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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Schnapsidee hält schon 40 Jahre

09.08.2019

Frieschenmoor Ein Frieschenmoorer Turnverein ist in der Region eigentlich nicht bekannt. Doch geturnt wird hier schon lange – und zwar in einer agilen Frauenclique – und das nun schon seit 40 Jahren. Die Idee entwickelte sich auf einem Feuerwehrball in Frieschenmoor an der Theke: „Wollen wir zum Turnen nach Neustadt fahren?“

Aus der Feierlaune hieß es dann aber. Das machen wir hier im Ort. Nach drei Wochen trafen sich die Frauen das erste Mal. Aus fast jedem Haus in Frieschenmoor ist eine Turnerin dabei. Die Frauen waren sich einig: „Waltraud Müller soll unser Häuptling sein.“ Und das ist die nun 70-Jährige heute noch. „Meine Stimme ist ja laut genug,“ sagt sie mit einem Lächeln.

Skeptisch waren damals vor allem die Männer: „Nach vier Wochen ist alles wieder vorbei.“ Inzwischen sind aus vier Wochen 40 Jahre geworden. Versicherungstechnisch trat man dem Schützenverein Frieschenmoor bei. Geturnt wurde von 1979 bis 1991 bei Karl und Rosenarie Ostendorf im „Frieschenmoorer Hof“.

Nach dessen Schließung ging es kurz im Feuerwehrhaus weiter und dann zu „Hacky“ zum „Kötermoorer Hof“. Nach dem Turnen gehörte auch immer ein bisschen Tratsch, die Mundgymnastik und das Gehirntraining dazu.

Das ist bis heute so geblieben. Die Sommerpause war immer zu lang. Mit dem Fahrrad ging es nach Sandstedt rüber und über Kleinensiel zurück. „Was waren wir Frauen doch fit“. Zehn bis 20 Frauen waren durchschnittlich in den Jahren jeden Montag dabei. Heute sind es altersbedingt meist sieben Turnerinnen.

Waltraud Müller: „Jetzt geht es im Stehen und auf dem Hocker rund. Das zusammen sein ist der Hauptgrund.“

Mit dem Bau der Turnhalle in Jahre 2002 in Neustadt wird nun dort geturnt. Die Frieschenmoorerinnnen schlossen sich als Gruppe dem Turnverein Neustadt an. Die erste Fahrradtour führte 1979 zu „Engelbart“ in Salzendeich. Viel Spaß machten da die Pferdemarktsumzüge in Ovelgönne: „Die Männer mussten uns wieder abholen,“ so aus der geselligen Runde.

Mit ihren Tänzen, der erste Auftritt als „Elefanten-Ballett“, bei der Feuerwehr, den Senioren und Schützen sorgten die Damen immer für Heiterkeit.

Die jährlichen Tagesausflüge sind ein fester Bestandteil im Kalender. Im Jahre 2004 stand der erste Ausflug mit einer Übernachtung in Bad Zwischenahn an. Es folgte eine Drei-Tagestour ins Weserbergland. Im Jahr 2005 wurde noch eine „Turnerfrauen-Fahrradgruppe“ gegründet. Jährlich gibt es eine große Tour mit Übernachtung – Wilhelmshaven, Bederkesa, Oldenburg und Bad-Zwischenahn, um nur einige Ziele zu nennen. Da sind dann schnell um die 12 Frauen dabei. Das Osterfrühstück und Weihnachtsessen darf nicht fehlen. Im Jahre 2014 führte die erste Schiffsreise für drei Tage nach Newcastle. Das Jahr darauf wurde als Dreitagestour Oslo angesteuert. Jetzt zum 40-jährigen Jubiläum traf man sich zur Kaffeetafel bei „Decker“ in Delfshausen.

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