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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Serie: Mit Stollenschuhen über das Straßenpflaster

20.03.2021

Ganspe /Warfleth Gleichzeitig mit dem Sportplatz wurde 1962 binnendeichs die Schule in Ganspe gebaut. Die Fußballer des TuS Warfleth mussten sich anfangs in den Fluren der Schule umziehen und rund 250 Meter bis zum Spielfeld laufen – mit den Stollenschuhen über die Straße. Über eine Treppe nördlich des Schulgeländes querten sie den Deich. Es habe Angenehmeres gegeben, sagt der heutige Kassenwart Jürgen Langer. In der Halbzeit mieden die Fußballer deshalb den Gang zur Kabine.

Waschräume und mehreren Duschmöglichkeiten gab es anfangs noch nicht. „Ein Duschkopf für alle war damals nicht ungewöhnlich“, sagt Langer und schmunzelt. Heute ist das undenkbar. „Nach dem Schulneubau gab es dann gute sanitäre Anlagen“, sagt Max David.

Spielertrainer

Der Berner ist 89 Jahre alt. Mehr als 60 Jahre hat er als Schiedsrichter in der Wesermarsch Spiele geleitet. Oft wurde er in Warfleth auf dem Außendeichgelände eingesetzt. Er denkt gerne an diese Zeit zurück. „Über ein Jahr war ich in Warfleth sogar mal Spielertrainer. Beim FSV gab es immer einen Vorstand, der seinen Job gut verstanden hat.“ Langer und David standen sogar in einem Team: „Max David war beim Fußball mein erster Coach“, sagt Langer.

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Ein benachbarter Landwirt mähte das Spielfeld laut Langer einmal in zwei bis drei Wochen. „Hatte der keine Zeit, mussten Erwachsene mit Sensen ran. Wir Kinder durften dann abharken. Motormäher gab es ja noch nicht“, sagt Langer. Gab es keine Hilfe, spielten die Fußballer eben auf hohem Gras. Harken durften die Kinder auch im Herbst, wenn das Laub der Pappeln das Feld bedeckte.

Die Abspaltung

1966 spaltete sich die Fußballsparte vom TuS Warfleth ab. Der FSV Warfleth wurde gegründet. „Die Fußballer fühlten sich damals gegenüber den anderen Sparten benachteiligt“, erinnert sich Jürgen Langer. Der TuS lege – so argumentierten damals die Fußballer – mehr Augenmerk auf das Theaterspiel und den Feldhandball.

Schluss mit Fußball auf dem Außendeichgelände war 1975. Das Areal wurde von der Industrie einverleibt. „Ehe wir 1979 unseren neuen Sportplatz an der Schule nutzen konnten, musste wir mehr als vier Jahre nach Berne und Bardewisch ausweichen“, sagt Langer. Das sei eine für alle Vereinsmitglieder schwere Zeit gewesen, die aber „mit einem gesunden Vereinsgeist“ überstanden worden sei. Der FSV profitierte von den neuen Werken an der Weser. Einige Männer, die dort Arbeit fanden oder ausgebildet wurden, schlossen sich dem FSV an. Die Warflether Teams zeigte viele Jahre guten Fußball in der Kreisliga und mit der A-Jugend auf Bezirksebene.

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