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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Geheime Nachrichten – nervöse Trainer

19.02.2020

Wer die Berichterstattung zum Handballsport in der vergangenen Woche aufmerksam verfolgt hat, wird gelesen haben, dass sich Marcus Nitkowski einen kleinen Scherz erlaubt hat. Der Trainer der zweiten Männer-Mannschaft des Elsflether TB hatte angesichts der Personalprobleme seiner Mannschaft vor der Partie gegen die TSG Hatten-Sandkrug II einen Einsatz des ehemaligen ETB-Erfolgstrainers Ulrich Adami ins Spiel gebracht. Adami nahm den Ball auf. In einer Textnachricht beglückwünschte er Nitkowski am Samstag zum Sieg. Und er schrieb sogar noch mehr. „Aber das bleibt unter uns“, sagte Nitkowski und betonte seine Wertschätzung für Adami. „Was er für den Verein geleistet hat, kann man nicht mit Worten ausdrücken.“ An dieser Stelle kann natürlich nur darüber spekuliert werden, was Adami tatsächlich geschrieben hat. Ein möglicher Inhalt könnte Nitkowskis höchst bemerkenswerter Platzverweis gewesen sein. Schon nach viereinhalb Minuten fing er sich eine doppelte Zeitstrafe ein. Nach 11:20 Sekunden gab’s die dritte. Aber vielleicht ging’s ja auch um etwas ganz anderes...

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Die Landesliga-Fußballerinnen des SV Brake verloren am Wochenende gegen Werder Bremens Zweite mit 0:6. Schon am kommenden Sonntag (12 Uhr) wird dieses Duell auf dem Braker Kunstrasenplatz an der Bahnhofstraße erneut angepfiffen.

Werders Trainer Sven Gudegast hakte nach der ersten Partie vorsichtig bei Brakes Trainer Jonny Peters nach, ob es denn sinnvoll sei, das zweite Spiel überhaupt anzupfeifen. Seine Sorge: Eine erneute hohe Niederlage könne die Brakerinnen doch zu sehr deprimieren. Das war gut gemeint. Doch er hatte Peters’ Kampfgeist und dessen Schlagfertigkeit und Stolz auf seine Spielerinnen unterschätzt. „Natürlich spielen wir“, antwortete Brakes Coach. „Vielleicht kriegt ihr dann ja sechs Stück.“ Seine Spielerinnen hätten schon ganz andere Niederlagen verdaut. „Am Sonntag kriegen sie ja die Chance, es besser zu machen.“ So spricht ein echter Sportler.

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Die in der 2. Kreisklasse spielenden Fußballer aus der Wesermarsch mussten zum Großteil schon am Wochenende um Punkte kämpfen. Angesichts der Wetter- und Platzverhältnisse konnten gleich zwei Teams ihr Heimrecht nicht wahrnehmen. Die Fußballer der SG Großenmeer/Bardenfleth trugen – wie schon so oft – ihr Heimspiel auf dem Elsflether Kunstrasenplatz aus, der SC Ovelgönne spielte in Berne gegen den FSV Warfleth. Dazu passt, dass der SV Phiesewarden (1. Kreisklasse) und der TSV Abbehausen (Bezirksliga) auf dem Kunstrasenplatz am Nordenhamer Plaatweg gegeneinander spielten.

Laut Bernes Fußballobmann Torsten Bruns sei es eine Selbstverständlichkeit, dass das Spiel zwischen dem SCO und dem Nachbarn aus Warfleth in Berne ausgetragen werde. „Nachbarvereine müssen sich gegenseitig helfen. Was bringt es uns auch schon, wenn die ganzen Spielen abgesagt werden?“

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Als Nachwuchssprinterin Jule Wachtendorf am vergangenen Wochenende in Neubrandenburg um die Deutsche Meisterschaft der Altersklasse U 20 kämpfte, fehlte ihr ständiger Begleiter und Trainer: Stefan Doerner. Der hatte sich zusammen mit seiner Frau Dörte und Jules Eltern Ilka und Jan Karten für den Ball des Sports des Landes Niedersachsen besorgt. Das erste Rennen verfolgten die beide Paare im Hotel am PC per Livestream. „Stefan hat richtig gelitten“, sagte Ilka Wachtendorf und lachte. „Auch ich war sowas von nervös. Aber wir haben uns zusammengerissen“, sagte sie. Das Hotelpersonal unterstützte das Quartett aus der Wesermarsch, wo es nur konnte. „Wir sind mit Stühlen und viel Kaffee gut versorgt worden“, sagte Ilka Wachtendorf.

Und außerdem hat eine Medaille ja immer zwei Seiten. „Vielleicht war unsere Abwesenheit auch eine Chance für Jule, Kontakte mit anderen Sportlerinnen und Sportlern zu knüpfen“, sagte Ilka Wachtendorf und ließ es sich im nächsten Atemzug nicht nehmen, Doerners Einsatz für ihre Tochter zu loben. „Ohne Stefan wäre sie nicht da, wo sie jetzt ist. Er gibt extrem viel von seiner Freizeit auf. Ich könnte das nicht leisten.“

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Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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