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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Genießerin in blendender Form

30.05.2017

Nordenham /Berne Als sie sich die aktuellen Stände der Meisterschaft des Kreisreiterverbandes Wesermarsch durchgelesen habe, habe sie sich gefreut, sagt Antje Müller am Montagmittag. Dazu hat die Dressurreiterin des RFV Rodenkirchen auch allen Grund. Schließlich ist sie derzeit die Führende in der L-Dressur. Auch während des Himmelfahrtsturnieres in Berne hat sie fleißig Punkte gesammelt. In der mit Trense gerittenen Dressurprüfung der Klasse L* belegte sie in der ersten Abteilung mit Fernando Platz sieben (Wertnote: 6,7). In der mit Kandare gerittenen L*-Prüfung landete das Paar mit der Wertnote 7,4 sogar auf Rang zwei. Nur Mascha Lehner (Ramazotti/Holle Wüsting) war mit einer 7,8 besser.

Antje Müller und Fernando sind in dieser Saison in blendender Verfassung. „Ich weiß gar nicht genau, warum“, sagt Antje Müller, hält kurz inne und schiebt dann doch eine Begründung nach: „Ich habe im Winter viel trainiert und ein schönes und gutes Pferd“, sagt sie und lacht.

Und Antje Müller lacht viel. Die 44-jährige Krankenschwester genießt ihren Sport. Auch wenn sie weiter hinten im Feld stünde, wäre das nicht anders. „Reiten ist mein Hobby. Es macht mir riesigen Spaß, weil es ein wunderbarer Ausgleich zu meinem Beruf ist“, sagt sie.

So ganz ohne Ehrgeiz geht’s natürlich nicht. Auch sie wolle sich entwickeln und einen Schritt vorankommen, sagt sie. „Aber ich gehe es langsam an und lasse es auf mich zukommen.“ Und ja, auch sie sei vor einem Auftritt im Dressur-Viereck aufgeregt. „Wenn mal was schiefgeht, ärgere ich mich zwar einen kleinen Augenblick. Aber es gibt wesentlich Schlimmeres.“

Mit dieser Einstellung lassen sich vermeintliche sportliche Rückschläge auch viel besser verdauen. Das hat sich zum Beispiel in Berne gezeigt. Während der mit Trense gerittenen L*-Prüfung habe sich Fernando erschrocken, sagt sie. „Er ist kurz zur Seite gesprungen.“

Das habe zwar ein paar Abzüge gegeben, „aber ich habe mich ja noch platziert“, sagt sie. In der zweiten, mit Kandare gerittenen Prüfung sei dann auch alles glatt gelaufen, sagt Antje Müller. „Ein Pferd ist nun mal ein Lebewesen. Da steckt man nicht drin.“

Fernando ist ein achtjähriger Hannoveraner, der Klaus Degen aus Nordenham gehört. „Fernando ist lieb, zuverlässig und ehrlich“, charakterisiert ihn Antje Müller. Kurzum – ein Pferd, „auf dass man sich gerne draufsetzt“.

Derzeit führt das Paar die Kreismeisterschaftswertung mit 237 Punkten an. „Aber es stehen noch zwei Turniere aus. Da kann noch viel passieren“, meint Antje Müller. Auch am übernächsten Wochenende in Jaderberg wird sie deshalb mit Fernando um Punkte kämpfen. Die Konkurrenz ist schließlich nah dran: Sandra Torhorst (Bazooka T/229 Punkte), Milla Deharde (Sambuco Royal/228), Jessica Brockhoff (Fabio/224), Ines Colnrady (Ole Ola/220) und Rabea Feldhusen (Lukas F/213) haben allesamt noch Siegchancen.

Aber Antje Müller stellt klar: „Man darf das alles nicht so verbissen sehen“, sagt sie. Der sportliche Wettkampf verlaufe ausschließlich auf freundschaftlicher Basis. „Die Reiterinnen und Reiter in der Wesermarsch sind schließlich wie eine Familie.“

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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