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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Wassersport: Glücksgefühl per Fernsteuerung

29.05.2017

Burhave Tag 2 des Wettkampfs, 9.50 Uhr: Max Lehmann bittet die 19 Skipper, die gleich an den Start gehen werden, zur Steuermannbesprechung. „Wir segeln heute bis halb drei, danach findet die Siegerehrung statt.“ Und für abends sei dann eine gemütliche Lokalität in Burhave zum Essen reserviert, schiebt der Nordenhamer lachend nach.

Die 19 Skipper, die sich zu diesem „Briefing“ – so heißt die Kurzbesprechung unter den Seglern – versammelt haben, hören anschließend noch dem Regattaleiter Oliver Weiss zu, der den Kurs im völlig ruhigen Wasser der Nordsee-Lagune für den heutigen Tag festgelegt hat. Noch weht allenfalls ein laues Lüftchen aus Nordwest – nicht eben optimal für die Modell-Segler.

„Der Wind wird aber gleich mit auflaufendem Wasser zunehmen“, erklärt Thomas Edom, der gemeinsam mit Max Lehmann die Regatta ausrichtet. Die Nordsee-Lagune gilt in Fachkreisen als eines der für diesen Sport am besten geeigneten Reviere in ganz Deutschland. Denn der Wind, erreicht – egal, aus welcher Richtung er weht – wegen des freien Umfeldes stets die Segel der kleinen Boote.

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Strenge Regatta-Regeln

Die 19 Boote dümpeln an der Startlinie. In circa 20 Metern Entfernung haben sich am Ufer die dazugehörigen Skipper mit ihren Fernsteuerungen platziert. Dann fällt der Startschuss. Der erste von 15 an diesem Tag in der High-Tech-Klasse „Marblehead“ auf dem Programm stehenden Läufe beginnt.

Von nun an müssen sich die Skipper an strenge Regeln halten. Es sind dieselben Wettkampfregeln, die auch für die großen Regattaschiffe des Deutschen Seglerverbandes gelten. Die Boote bewegen sich elegant durch das Wasser, stabilisiert durch ein großes Kielschwert und mit fast zwei Meter hohen Segeln. Jede Brise versuchen die Skipper mit ihrer Geschicklichkeit optimal zu nutzen.

„Am ersten Wettkampftag haben wir 22 Läufe geschafft, heute werden es wohl 15 werden“, berichtet Max Lehmann. Danach werden die Wettkampfpunkte errechnet.

Für den Favoriten der „Marblehead“-Klasse ist der Sieg indes nicht das Wichtigste. Der aus der Nähe von Den Haag stammende Niederländer Huub Gillissen (66) führt die Wertung an. Er ist ein absoluter Profi, der einen Großteil seines Lebens dem Segelsport in allen Variationen widmet. Für Welt- und Europameisterschaften oder andere internationale Regatten bereist er nahezu die gesamte Erdkugel.

Sieg ist Nebensache

Und es hat fast etwas Philosophisches, wenn Huub Gillissen, der beruflich als Erfinder erfolgreich ist, davon spricht, dass das Leben kurz sei und man es möglichst leicht nehmen sollte. Ihm und seiner Frau, die ihn auf fast allen Reisen begleitet und Fotos macht, gelinge das mit dem Segelsport – denn der mache sie einfach glücklich. Die Siege seien nicht die Hauptsache, versichert er. Doch auch in Burhave hat der Niederländer die Rennen seiner Klasse souverän gewonnen.

Am 3. und 4. Wettkampftag, Sonnabend und Sonntag, startete die sogenannte IOM-Klasse, in der die Boote genau einen Meter lang sein müssen und bis zu drei Segel haben dürfen. 24 Skipper in zwei Gruppen beteiligten sich bei strahlendem Sonnenschein an diesen Wettbewerben.

Lob von allen Seiten gab erneut für die hervorragenden Bedingungen in der Nordsee-Lagune und das Entgegenkommen von Tourismus-Service Butjadingen (TSB). „Es ist einfach großartig hier – auch wegen des perfekten Supports durch den technischen Lagunen-Leiter Jens Bode,“ konstatiert ein zufriedener Max Lehmann – der am Freitagabend die Regatta als zweiter und damit bester Deutscher abschließen konnte.

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