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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Großer Bahnhof für die Gold-Riege

10.05.2010

NORDENHAM Ein Zug rollt in den Nordenhamer Bahnhof, Fahrgäste strömen auf den Bahnsteig und sehen sich einer Fangruppe gegenüber, die mit Banner, Blumen und Sekt ausgestattet ist. Nur die erwarteten Passagiere lassen sich nicht sofort blicken. „Da vorne sind sie“, ruft dann einer. Und tatsächlich steigen langsam fünf Schüler und ein Lehrer aus dem vordersten Waggon. Ihr Siegeslächeln strahlt den ganzen Bahnsteig entlang, die Goldmedaillen baumeln vor den roten Trainingsanzügen. Eltern, Großeltern, Freunde und Lehrer bereiten der Turnriege des Gymnasiums, die ein kleines Stück Sportgeschichte für Nordenham hat, einen schönen Empfang.

In dem Wettkampf „Jugend trainiert für Olympia“ haben Sarah Hemme, Julia Bentink, Daniel Hein, Lukas Höpken, Markus Meyer und Lehrer Wolfgang Stelling den Bundessieg im Turnen errungen (die NWZ berichtete).

Sektkorken knallen

Der „große Bahnhof“ für die erfolgreichen Athleten wird am Sonnabend kurzfristig organisiert. Bereits eine halbe Stunde vor dem Eintreffen des Zuges warten die ersten Eltern auf ihre Kinder. Sektkorken knallen, Plastikbecher werden verteilt, ein selbst bemaltes Banner begutachtet. Lehrer Stefan Tönjes erzählt von dem „besonderen Gefühl“, mit dem Bundessiegertitel aus Berlin zurückzukommen. Zuletzt gelang dieser Erfolg Anfang der 90er Jahr den Handballern, davor – wieder mit einer fast zwanzigjährigen Pause – den Schwimmern in den 1970er Jahren. Jetzt hat erneut eine Mannschaft des Nordenhamer Gymnasiums den Titel geholt, erstmals im Gerätturnen.

Viele Hände müssen die Turner schütteln, ihre Goldmedaillen vorzeigen, das Maskotten „Henkelbärchen“ vorführen und vom Erfolg berichten. „Wir haben die Bayern geschlagen“, sagt Daniel Hein stolz. Seine Mannschaft hat im Finale die Konkurrenz aus Ursberg (Bayern) und Buehl (Baden-Württemberg) auf die Plätze zwei und drei verwiesen.

Wolfgang Stelling führt den Erfolg auf das harte Training und die Vielseitigkeit seines Teams zurück. Als besonderes Ass im Ärmel habe sich Markus Meyer erwiesen, der eigentlich vom Tischtennis kommt und erst kurz vor dem Wettbewerb in den Kader aufgenommen wurde. Dieser Mehrkämpfer und die vier guten Turner schafften den überraschenden Erfolg.

Leuchtende Augen

Mitte der Woche waren die Jugendlichen in der Hoffnung nach Berlin gereist, unter den ersten Sechs zu landen. Nach jedem Durchgang stieg das Fieber, wurden die Punkte mitgezählt und die Chancen ausgerechnet. Aber erst während der Siegerehrung konnten sie wirklich glauben, was sie erreicht hatten. Wolfgang Stelling berichtet, dass die leuchtenden Augen von Mannschaftsführer Daniel Hein bei der Siegerehrung von der Großleinwand strahlten.

Der Erfolg der Gymnasiasten ist nicht zuletzt auch ein Verdienst des Trainers. „Was Wolfgang Stelling für den Sport in Nordenham geleistet hat, ist unbeschreiblich“, sagt Stefan Tönjes. Er und sein Kollege Peter Nottelmann gratulieren dem Turntrainer bei dem Empfang herzlich zum Goldgewinn.

Wolfgang Stelling, der kurz vor der Pensionierung steht, unterrichtet derzeit an der Realschule I und trainiert die Jugendlichen im Sportverein Nordenham. Von einem „vergoldeten Abschluss“ wollen seine Kollegen lieber nicht sprechen, denn sie hoffen, dass er sich für den Turnsport noch weiter einsetzen wird. In dieser Woche winkt den fünf Schülern ein großer Empfang im Gymnasium. Den haben sie auch verdient.

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