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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Jule Wachtendorf sprintet zum Titel

01.02.2018

Hannover /Nordenham Manche Tage werden junge Sportlerinnen und Sportler nie vergessen. Jule Wachtendorf hat am Sonntag in Hannover einen dieser Tage erlebt. Die Leichtathletin des SV Nordenham wurde Hallen-Landesmeisterin im 60-Meter-Sprint in der Altersklasse W 14. Die 13-Jährige gewann den Titel des Landesverbands Niedersachsen/Bremen in 8,08 Sekunden.

Auch Jules Vereinskollege Eibo Heinrichs wird sich noch lange an den 28. Januar 2018 erinnern. Der 14-Jährige hinterließ in Hannover ebenfalls einen bleibenden Eindruck. Er belegte über 800 Meter Rang vier und setzte im 3000-Meter-Lauf ein Zeichen für die Fairness im Sport.

Deutlicher Abstand

Jule zeigte der Konkurrenz schon im ersten Vorlauf über die 60 Meter, wo der Hammer hängt. Sie lief in 8,10 Sekunden eine persönliche Bestleistung. Zum Vergleich: Die zweitschnellste Läuferin der Vorläufe hatte 8,46 Sekunden benötigt. „Damit war klar, dass sich Jule an diesem Tag nur selbst schlagen kann“, sagte ihr Trainer Stefan Doerner.

Im Zwischenlauf bestätigte sie die Vorlaufszeit, um dann im Finale nachzulegen. Sie habe der Konkurrenz keine Chance gelassen und ganz überlegen gewonnen, sagte Doerner.

Eibo Heinrichs habe dann im 3000-Meter-Lauf einen Moment erlebt, „den man im Sport wohl nicht oft sieht“, sagte Doerner. Das war geschehen: In der dritten Runde kommen sich Eibo und Paul Langkopf (SC Melle 03) ins Gehege. Paul Langkopf stürzt. Eibo hilft seinem Konkurrenten hoch und kümmert sich zunächst um diesen. Erst dann nimmt er das Rennen wieder auf.

Die anschließende Verfolgungsjagd sei eindrucksvoll gewesen, sagte Doerner. Fünf Runden vor Schluss lag Eibo auf Platz drei – „mit Abstand“. Aber Eibo hatte sich komplett verausgabt. Er musste entkräftet aufgeben.

Hallensprecher feiert Eibo

„Er war traurig und wütend zugleich“, sagte Doerner. Aber Eibos Handeln war nicht unbemerkt geblieben: Der Hallensprecher feierte ihn wegen seines vorbildlichen Verhaltens. Außerdem erhielt er laut Doerner viele aufbauende Worte von den Eltern der anderen Athleten.

Schon am Samstag hatte Eibo in seiner Paradedisziplin überzeugt. Über die 800 Meter lehrte er die Spezialisten das Fürchten und belegte in 2:23,03 Minuten Rang vier. Zugleich stellte er eine persönliche Bestzeit auf. „Damit hat Eibo seine Zeit in den vergangenen zwölf Monaten um 22 Sekunden verbessert“, sagte Doerner.

Am Sonntag lief er dann seine zweite persönliche Bestzeit an diesem Wochenende: In 10,72 Sekunden belegte er Platz zwölf über 60 Meter Hürden.

Jule litt unmittelbar nach dem Sprintwettbewerb im Weitsprung an der fehlenden Kraft. Aber damit habe sie gerechnet, sagte ihr Trainer und kündigte schon mal an, dass er mit ihr in dieser Disziplin verstärkt arbeiten werde, „damit der Anlauf und der Absprung wieder passen“. Tags zuvor war Jule über die 60-Meter-Hürden in 10,40 Sekunden die elftschnellste Zeit gelaufen. Um den Sprung ins Finale zu schaffen, hätte sie laut Doerner eine persönliche Bestzeit laufen müssen.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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