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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Leute: Hobby zum Fulltime-Job gemacht

02.03.2017

Reitland Im positiven Sinn vom Schießsport besessen ist der Reitlander Volker Kächele. Diese Aussage trifft, in seiner Fachsprache gesprochen, voll ins Schwarze. Er ist nicht nur als Sportschütze und Trainer im Einsatz, sondern auch als Kampfrichter und Ausbilder sogar weltweit unterwegs.

In München beruflich im Management Projektplanung tätig, verschlug ihn die Liebe 2005 in die Wesermarsch. Im Schießsport schloss er sich dem Schützenverein Reitland an. Als Pistolenschütze erfolgreich, schaffte er den Sprung bis zur Deutschen Meisterschaft nach München.

Ehrenamtlich ist er als Vereins- und Kreissportleiter tätig, sowie als Referent für Behindertensport im Landesverband Nordwest Deutscher Schützenbund (NWDSB). 2007 erwarb er die C-Trainerlizenz. Auch als Trainer brachte sich der Reitlander im Nordwestdeutschen Schützenbund ein.

2010 war für Volker Kächele ein prägendes Jahr, denn er begann mit der Ausbildung zum Kampfrichter. Er legte die Prüfungen für die nationale B- und A-Lizenz beim Deutschen Schützenbund ab. Kächele: „Es galt Erfahrungen zu sammeln und sich zu bewähren, so bei Deutschen Meisterschaften“. Es folgte 2011 die Ausbildung für den Erwerb der internationalen Wettkampfrichter-B-Lizenz, die er in Bangkok mit der Prüfung erfolgreiche beendete. „Englisch ist Pflicht“, so der Schiedsrichter.

Ein weiterer Meilenstein war im Januar 2016 den Erwerb der internationalen A-Lizenz. Seit vier bis fünf Jahren ist Volker Kächele regelmäßig an 100 Tagen im Jahr als Wettkampfrichter in verschiedenen Ländern im Einsatz. So wurde er bereits bei circa 40 internationalen Wettkämpfen in Großbritannien, Polen, Tschechoslowakei, Polen, Kroatien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, Aserbaidschan und Thailand eingesetzt.

Vielfältige Aufgaben

Die Aufgaben des Kampfrichters im Schießsport sind vielfältig. Dazu gehört die Überprüfung der Gewehre und Pistolen, ob sie regelkonform sind. Als Oberschiedsrichter ist man für einen Schießstand zuständig. „Die Schützen testen die Schiedsrichter. Man muss regelfest sein und sich durchsetzen können“, berichtet Volker Kächele aus seiner praktischen Erfahrung.

Er selbst sieht sich als Kampfrichter auch mit einer Beratungsaufgabe und nennt dafür ein Beispiel bei der Veranstaltung in Bangkok. „Die Schützen aus Kuwait waren recht unsicher in den Regeln. Da habe ich beratend eingewirkt“. Das müssen die Schützen als gut empfunden haben. Ein halbes Jahr später leitete Volker Kächele einen Lehrgang auf Kuwait.

Aus seinem Hobby ist ein Ganzjahresjob geworden. Doch das ganze bleibt ein Ehrenamt. Es gibt Anerkennung, mal ein Emblem und den Spesensatz. Das wichtigste aber: „ Es macht mir Spaß “. Fuß gefasst hat Volker Kächele auch beim Behindertensport. „Dafür brenne ich. Das ist hoch spezialisiert und dennoch geht es sehr familiär zu“, so der Reitlander.

Für diesen Bereich gibt es eine spezielle Kampfrichterausbildung. Die B-Lizenz hat er 2014, die A-Lizenz Ende vergangenen Jahres erworben. Volker Kächele: „Da bin ich stolz drauf“. Weltweit gibt es nur 16 Kampfrichter, die diese Fachausbildung absolviert haben. Deshalb ist es nicht unrealistisch, dass der Traum vom Volker Kächele wahr wird, an den Paralympics 2020 in Tokio als Kampfrichter teilzunehmen.

Gute Kondition gefordert

Für seine Einsätze hält sich der Reitlander mit Jogging fit. Ein acht- bis zehntägiger Weltcup erfordert eine gute Kondition. Dort ist man zwölf Stunden am Tag im Einsatz. Von den Ländern und Städten bekommt Volker Kächele meistens nur wenig mit, denn „die Schießstände liegen außerhalb“.

Die Europa- und Weltmeisterschaften finden im zweijährigen Rhythmus statt. Weltcups gibt es sieben im Jahr, für die Behinderten drei oder vier. Den Höhepunkt wird in diesem Jahr die Europameisterschaft im Juli in Baku/Aserbaidschan bilden, wo sich eine der weltweit modernsten Anlagen befindet.

„Das geht nur, weil die Familie voll dahinter steht“, sagt Volker Kächele. Ehefrau Astrid ist ebenfalls dem Sport sehr verbunden. Sie ist nicht nur eine erfolgreiche Schützin, sondern führt als Vorsitzende den Klootschießer- und Boßelverein Reitland. Die 14-jährige Tochter Dagmar Violanta hat mit dem Reiten eine weitere Sportart in die Familie gebracht.

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