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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

OLYMPISCHE SPIELE: In die Vorfreude mischen sich Bedenken

07.08.2008

NORDENHAM Am kommenden Freitag findet die Eröffnungsfeier der olympischen Spiele in Peking statt. Viele Sportler und Sportinteressierte fiebern den Wettkämpfen mit Spannung entgegen. Aber angesichts von Doping- und Menschenrechtsproblemen in China mischt sich auch Skepsis in die Vorfreude.

Edlef Jessen, der Vorsitzende des Blexer Turnerbundes, interessiert sich besonders für Leichtathletik, Schwimmen, Handball und Basketball. Die Olympischen Spiele sind für ihn ein besonderes Ereignis. „So viele Sportarten in so konzentrierter Form bekommt man schließlich nicht alle Tage geboten.“ Die Doping-Gefahr sieht er vor allem bei den Radfahrern, aber auch in einigen anderen Sportarten. Dass die Deutschen die Spiele in Peking nicht boykottieren, hält er für richtig. „Wir helfen den Chinesen, wenn wir hingehen und Missstände aufzeigen. Wir sollten ihnen nicht dabei helfen, sich abzuschotten.“

Sportlehrer Wolfgang Stelling interessieren bei Olympia in erster Linie die Turnwettkämpfe. „Ich bin gespannt darauf, wie Fabian Hambüchen abschneidet.“ Der SVN-Übungsleiter im Turnen will sich aber auch andere Wettkämpfe anschauen, zum Beispiel im Rudern, in der Leichtathletik und im Schwimmen. „Solange die Schule noch nicht wieder begonnen hat, werde ich mir auch mal den Wecker stellen, wenn es sein muss.“ Doping sieht er als großes Problem bei Olympia. „Wer erwischt wird sollte eine lange Sperre bekommen. Ich hoffe, dass der Sport sauber bleibt.“ Darüber hinaus findet Wolfgang Stelling, dass trotz der Menschenrechtsproblematik in China jeder Sportler das Recht haben sollte, an den Spielen teilzunehmen. „Um die Menschenrechte sollen sich die Politiker kümmern.“ Wichtig ist für den Sportlehrer, dass die Pressefreiheit gewährleistet ist.

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Britta Freese, die das Vital-Zentrum des SV Nordenham leitet, interessiert sich besonders für Badminton. Außerdem haben es ihr die technischen Disziplinen in der Leichtathletik angetan. „Hürdenlauf zum Beispiel finde ich total ästhetisch.“ Wenn es sich mit ihrem Beruf vereinbaren lässt, wird Britta Freese bei bestimmten Wettkämpfen auch nachts aufstehen. Den Spielen sieht sie wegen der Doping-Problematik auch mit gemischten Gefühlen entgegen. „Bei überragenden Leistungen beschleicht einen schon ein ungutes Gefühl und der Verdacht, dass vielleicht nachgeholfen wurde. Stichwort Menschenrechte: Dazu sagt Britta Freese: „Wer sich dazu äußern möchte, der sollte es auch tun.“

Harald Peplau, Langstreckenläufer und unter anderem Organisator des alljährlichen Nordenhamer Citylaufs, hat nicht die Absicht, sich stundenlang vor den Fernseher zu setzen. Einige Leichtathletik-Wettbewerbe, vor allem die Wettkämpfe in den Langstrecken, möchte er sich aber nicht entgehen lassen. Auch Harald Peplau sieht die Gefahr, dass einige Sportler verbotene Substanzen einsetzen, um ihre Leistung zu steigern. Und er fragt kritisch, wohin diese Höher-Schneller-Weiter-Mentalität noch führt. Dass es in China noch Menschenrechtsfragen zu klären gibt, steht für Harald Peplau außer Frage. Aber das Land habe sich auch entwickelt. Die Spiele zu boykottieren, wäre aus seiner Sicht falsch gewesen. Der Sport dürfe nicht für die Zwecke der Politik instrumentalisiert werden.

Das sieht Karsten Specht, der am Gymnasium als Sportlehrer arbeitet, ähnlich: „Der Sport darf nicht zu sehr politisiert werden“, meint er. Bei aller Vorfreude auf die Olympischen Spiele beschleicht auch ihn ein „komisches Gefühl“ angesichts der Doping-Problematik. „Für die Gastgeber wäre es das Schlimmste, wenn etliche Athleten aus ihrem Land des Dopings überführt werden.“ Karsten Specht macht aber auch deutlich, dass Doping nicht nur ein chinesisches Problem ist. Trotz der Bedenken ist seine Begeisterung für die Spiele groß: „Olympia hat dieses besondere Flair. Da kann immer etwas Überraschendes passieren.“ Zumindest in der unterrichtsfreien Zeit will der Sportlehrer auch nachts aufstehen, wenn besondere Wettkämpfe anstehen. Sein Interesse gilt vor allem den Leichtathleten den Reitern und den Fußballern.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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