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Feuer in Sandkrug
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Feuer in Sandkrug

NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Mit Tempo und Bescheidenheit zum Ziel

16.10.2019

Jaderberg Hier am westlichen Zipfel der Wesermarsch hat sich in den vergangenen Jahren heimlich, still und leise eine Fußball-Mannschaft entwickelt, die – so scheint es – in der Spielzeit 2019/2020 reif für den nächsten großen Schritt ist. Der TuS Jaderberg kämpft um den Aufstieg in die Kreisliga. Mit 22 Punkten aus neun Spielen belegt das Team Rang zwei der Südstaffel der 1. Kreisklasse. Auf Platz eins steht der TV Metjendorf mit 24 Punkten aus zehn Spielen.

Warum der TuS bisher ganz oben mitmischt, erklärt Wilfried Luers in wenigen Worten. „Weil wir die Tore schießen“, sagt der Jaderberger Fußballobmann. 37 Treffer sind es bisher. „Wir haben Stürmer, die nicht nur sehr schnell sind. Sie bringen auch die nötige Routine mit“, sagt Luers.

Jaderbergs Spielertrainer David Skibba sieht das ähnlich. Er meint, dass das Team vorne eine Klasse habe, die es in dieser Form in der 1. Kreisklasse ansonsten nicht gebe. „Wir nutzen zwar nicht jede Chance, erarbeiten uns aber enorm viele Möglichkeiten.“

Guter Mix

Und auch in der Defensive stimme es, sagt Skibba. Die Jaderberger haben erst 15 Gegentore kassiert. „Es ist ein guter Mix“, meint er. „Wir verteidigen gut und sind schnell vorne.“

Die Torschützenliste der 1. Kreisklasse spricht für sich. Der Jaderberger Dennis Jöstingmeier führt sie mit 15 Toren an. Seine Teamkollegen Tobias Büsing und Kevin Mondorf haben jeweils schon sieben Tore erzielt. Sie teilen sich Rang drei mit Jan Hendrik Funke und Karsten-Gerrit Sanders (beide TuS Eversten II). Zweiter der Torschützenliste ist Oliver Matyl mit acht Toren. Er geht für die SG Friedrichsfehn/Petersfehn auf Torejagd. Dort wollen die Jaderberger am Freitagabend punkten.

Auswärts haben die Jaderberger zwei Spiele gewonnen, einmal unentschieden gespielt und einmal verloren. Dagegen sind sie vor eigener Kulisse bisher eine Klasse für sich: fünf Spiele, fünf Siege, 24:5 Tore. Wer in dieser Saison in Jaderberg antritt, muss damit rechnen, sich anschließend wie nach einer Begegnung mit Bud Spencers Dampfhammer zu fühlen. Höhepunkt war bisher der 7:1-Sieg gegen den Titelkonkurrenten aus Metjendorf.

Luers erklärt den Erfolg auch mit der Gesamtentwicklung der Mannschaft. „Sie wird immer reifer“, sagt er. Außerdem habe der ehemalige Trainer Hendryk Schröder bis zu seinem überraschenden Rücktritt vor wenigen Wochen sehr gute Arbeit geleistet. „Er hat die Grundlagen gelegt. Davon profitieren wir.“ Skibba bestätigt das.

Verein lässt sich Zeit

Auf der Suche nach einem neuen Trainer lässt sich der Verein Zeit. „Das ist nicht so einfach. Der Trainer muss schließlich zur Mannschaft passen“, sagt Luers. Bis zur Winterpause wird Skibba das Amt des Spielertrainers ausüben – länger nicht. Die Doppelrolle hat für ihn keine Zukunft. Als Hauptverantwortlicher könne er nicht die Leistung auf den Platz bringen, die er ansonsten als Spieler zeige, sagt er. Außerdem nehme sein Job zu viel Zeit in Anspruch. Wegen der oftmals unvorhersehbaren Arbeitszeiten sei es schwierig, sich immer angemessen auf das Training vorzubereiten.

Der 29-jährige Mittelfeldspieler hatte den TuS zur Rückrunde der vergangenen Saison verlassen. Mit seinen Leistungen hatte er maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt des FC Rastede in der Bezirksliga. Jetzt klopft der Kopf des Jaderberger Teams mit dem TuS ans Tor zur Kreisliga – und zwar mit Nachdruck.

Bisher klappe die Zusammenarbeit mit dem Team hervorragend, meint er. „Alle arbeiten gut und ziehen mit. Beim Training sind wir fast immer mehr als zwölf Spieler. Ansonsten blieben die Erfolge ja auch aus.“

Indes gebe es noch Luft nach oben. „Wir sind noch lange nicht da , wo wir sein könnten“, sagt er und nennt konkrete Probleme. „Oftmals brauchen wir noch zu lange, bis wir richtig auf dem Platz sind“, sagt er. Überdies fehle manchmal noch die nötige Konsequenz über 90 Minuten.

„Wollen oben mitspielen“

Trotz dieser Mängel sind die Jaderberger Tabellenzweiter. Trotz dieser Platzierung bleibt Bescheidenheit ein Markenzeichen des Vereins. In diesem Sinne legt Skibba viel Wert darauf zu betonen, dass es nicht das ausdrückliche Saisonziel sei, Meister zu werden. „Wir wollen oben mitspielen“, sagt er. Ein kleiner, aber feiner Unterschied.

Luers wählt exakt dieselben Worte wie der Spielertrainer. „Demnach sind wir im Soll“, sagt er. „Aber wir haben eben keinen Druck. Man darf nicht vergessen, dass die Kreisliga unsere Champions League ist.“

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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