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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Leichtathletik: Jan Knutzen freut sich über perfekte Renneinteilung

20.04.2016

Hamburg /Wesermarsch Es kommt häufiger vor, dass ein Marathonläufer noch kurz vor dem Ziel die Zähne zusammenbeißen muss. Jan Knutzen wollte am Sonntag beim Zieleinlauf des Hamburg-Marathons eigentlich sein Glück herausschreien. Doch ein kleines Malheur hinderte ihn zunächst daran. Seine Startnummer hatte sich vom Trikot gelöst. „Irgendwann hab ich den Zettel abgerissen. Beim Zieleinlauf habe ich ihn mir dann in den Mund gesteckt, damit das Zielfoto auch zugeteilt werden kann“, erklärt der Läufer der SG akquinet Lemwerder das, was Tausende während der Liveübertragung im Fernsehen beobachten konnten.

Wenige Meter später durfte er endlich losbrüllen. Schließlich hatte er sein großes Ziel erreicht und in 2:38,59 Stunden die 2:40-Stunden-Marke geknackt. Er belegte Platz 101 in der Gesamtwertung und Rang 37 in der Männer-Hauptklasse. „So viele Glückshormone habe ich wohl noch nie ausgeschüttet. Das war mein Rennen“, sagt Knutzen.

Während der 42,195 Kilometer habe er alles richtig gemacht, meint er mit Blick auf seine Renneinteilung. Er lief durchschnittlich 3:45 Minuten pro Kilometer. Die erste Hälfte der Strecke legte er in 1:19 Stunden zurück. „Das hat gepasst. Ich habe mich richtig gut gefühlt.“ Und er hatte auch das nötige Glück. „Ich habe eine richtig geile Gruppe erwischt.“ Zusammen mit fünf Dänen und einem weiteren Deutschen lief er bis Kilometer 35. „Dann ist die Gruppe ein wenig langsamer geworden.“ Der 26-Jährige hielt sein Tempo, löste sich von seinen Mitstreitern und kassierte bis zum Ziel noch sieben Läufer ein. „Ich war schon unterwegs einfach nur glücklich, weil ich gemerkt habe, dass die nötige Kraft da war.“

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Während der eine Lemwerderaner im Ziel ausgelassen jubelte, war der andere maßlos enttäuscht. Yonas Abadi blieb in 2:43,56 Stunden unter seinen Möglichkeiten. „Yonas war richtig geknickt. Das ist schließlich nicht das, was er kann“, sagt Knutzen.

Abadi hatte flott begonnen und die erste Hälfte des Rennens in bärenstarken 1:11,17 Stunden zurückgelegt. Doch ungefähr bei Kilometer 35 erlebte er einen kompletten Einbruch. „Ich habe Yonas bei Kilometer 37 überholt und noch versucht, ihn mitzuziehen. Aber er hat nur 100 Meter geschafft. Yonas war fix und fertig“, sagt Knutzen und ist im gleichen Atemzug um Aufbauarbeit bemüht. „Yonas hat eine 2:25er-Zeit drin. Außerdem ist er auch mein Ticket für bessere Zeiten.“

Knutzens wäre kein Wettkämpfer, hätte er nicht schon klare Vorstellungen, wie es weitergeht. Das Nahziel lautet, die Marathon-Zeit auf 2:35 Stunden zu verbessern. Doch zunächst einmal steht die Regeneration im Vordergrund. Und er hat schon festgestellt: „Man regeneriert nach einem Erfolgserlebnis viel besser.“

Aber nicht nur Knutzen hat sich akribisch auf den Hamburg-Marathon vorbereitet. Auch die Läufer des SV Brake, zeigten, dass sich Trainingsfleiß auszahlt. Schnellster Teilnehmer aus der Unterweserstadt war der in der Kategorie M45 startende Jens Gloystein, der 3:53:42 Stunden brauchte und in seiner Klasse Platz 898 belegte.

Tanja Lischewski (W45) war die schnellste Frau mit der besten Platzierung aller Braker (Platz 146). Sie benötigte 3:59:26 Stunden. Die Schlange der Starter war so lang, das es mehr als 16 Minuten dauerte, bis die Startmatte überschritten wurde.

Torsten Wertenbruch (M50) belegte mit seiner Zeit von 3:54:31 Stunden Platz 735. Dieter Poppen (M55) landete in 3:55:02 Stunden auf Platz 310 seiner Altersklasse. Dirk Büsing (M50) und Timm Fleischer (M30) kratzten an der Vier-Stunden-Grenze: Dirk Büsing kam in 4:00:54 Stunden ins Ziel (872.), Timm Fleischer in 4:01:51 Stunden (720.). Murat Sentürkler (M45) überquerte die Ziellinie in 4:25:09 Stunden (Platz 1403), und Mareike Lukas (W20) benötigte 4:47:01 Stunden (355.).

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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