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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Keine La Ola für deutsche Fußball-Frauen

24.07.2013

Abbehausen Es ist soweit: An diesem Mittwoch spielt die deutsche Nationalmannschaft der Frauen bei der Fußball-Europameisterschaft in Schweden gegen die Gastgeberinnen um den Einzug ins Finale. Grund zum Jubeln sollte man meinen, doch die Begeisterung bei den B-Jugend-Fußballerinnen des TSV Abbehausen ist – vorsichtig formuliert – verhalten.

Es sei einfach nicht interessant, lautet das knappe Urteil des Großteils der jungen Truppe von Trainerin Julia Kruse. Von allgemeiner Fußballmüdigkeit kann bei den Abbehauser Spielerinnen aber keine Rede sein. Die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer ist ein klarer Pflichttermin im Fernsehen für alle Spielerinnen. „Dabei sind die Frauen eigentlich besser“, wundert sich Abwehrspielerin Sarah Kruse selbst. „Schließlich haben sie Italien geschlagen. Das ist den Männern in letzter Zeit ja nicht gelungen.“ Dennoch bleibt der Fernseher bei vielen Spielerinnen aus, sobald die Frauen um den Titel als Europas beste Mannschaft kämpfen.

Vielfältige Gründe

Die Gründe hierfür sind vielfältig: „Ich kenne die meisten Nationalspielerinnen gar nicht“, beklagt TSV-Akteurin Pia Ahlers den Einsatz vieler neuer Fußballerinnen im Team von Bundestrainerin Silvia Neid. Außerdem würden die Medien das Thema Fußball-Europameisterschaft kaum aufgreifen. Richtige EM-Stimmung komme so – anders als bei den Männern – nicht auf. Ganz anders war da noch die Situation bei der Frauenfußball-Weltmeisterschaft vor zwei Jahren in Deutschland. „Die La-Ola-Welle war super“, erinnern sich die TSV-Spielerinnen an ihre Besuche in Wolfsburg. Dort schauten sie die Partien Schweden gegen die USA und Mexiko gegen England. „Damals war richtig gute Stimmung. In Schweden sehen die Stadien ja ziemlich leer aus“, vergleicht Leonie Schüler die beiden Turniere.

Doch trotz fehlenden Fußball-Fiebers hat die deutsche Mannschaft auch in Abbehausen den einen oder anderen Fan. Auch wenn die Leistungen im bisherigen Turnierverlauf dürftig blieben.

„Die waren auf jeden Fall schon mal besser“, urteilt Sarah Kruse. Ihre Teamkollegin Leonie Schüler ergänzt: „Man hat den Eindruck, die Spielerinnen wollten den Ball stets ins gegnerische Tor tragen, statt den Abschluss zu suchen. Zudem wirkt die Mannschaft manchmal nicht eingespielt.“ Bei zahlreichen verletzten Spielerinnen sei das aber auch nicht verwunderlich.

Allerdings gab es durchaus auch einzelne Glanzleistungen zu bestauen. „Das Tor von Lena Lotzen gegen Island war super“, sagt Sarah Kruse und ist sich hierbei mit den meisten ihrer Teamkameradinnen einig. „An Lena Lotzen gefällt mir zudem, dass sie so viel dribbelt“, ergänzt Sarah Kruse. Eine Fähigkeit, die sich für Sarah Kruse als Abwehrspielerin allerdings verbietet.

Geringe Erwartungen

Trotzdem bleiben die Erwartungen, was den weiteren Turnierverlauf angeht, eher gering. „Gegen Schweden wird es schwierig“, schätzt Sarah Kruse. „Die deutschen Spielerinnen müssen einfach schneller den Abschluss suchen“, lautet ihr Ratschlag.

Doch Halbfinale hin, Europameisterschaft her: Bei den meisten im TSV-Kader tendieren die Gedanken eher zum nächsten eigenen Spiel. Am 10. August geht es im Pokal gegen Friedrichsfehn, eine Woche später starten die Abbehauserinnen dann in die Bezirksligasaison. „Im vergangenen Jahr waren wir Dritter. Das Ergebnis wollen wir wiederholen“, gibt Trainerin Julia Kruse das Saisonziel vor.

Martin Thaler Volontär / NWZ-Redaktion
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