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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Fußball: Kinder und ein Star genießen Fußball in Abbehausen

12.06.2017

Abbehausen Ein echter Fußballer oder eine echte Fußballerin ist man nicht, wenn man einfach nur zwei Mal in der Woche auf dem Trainingsplatz steht. Ein echter Fußballer ist man dann, wenn man beim 24. internationalen E-Jugend-Turnier des TSV Abbehausen das Warten auf die Bratwurst in der Sonntagsmittagshitze mit Technikübungen überbrückt, den Ball gegen die Turnhallenwand schießt und sich dann ärgert, wenn’s mit links mal nicht so richtig klappen will. Oder wenn man – wie die Kinder vom TuS Elsfleth – auch auf dem Minispielfeld mit Bande alles gibt, obwohl man schon zahlreiche anstrengende Turnierpartien gespielt hat. Müdigkeit? Von Wegen!

Einer, der wohl gerne müde vom Fußballspielen gewesen wäre, ist Connor Armin Schäfer. Der Torwart vom VfL Platte Heide hat sich gleich im ersten Turnierspiel am Arm verletzt. „Meine Bänder sind überdehnt“, erzählt er und zeigt seinen bandagierten Arm. Nur ganze zwei Minuten habe er mitspielen können. Ansonsten sei aber nichts passiert, sagt sein Trainer Christian Neuhaus. Mannschaft und Eltern haben eine 300 Kilometer lange Anreise hinter sich, zwei Kinder konnten krankheitsbedingt nicht mitfahren. „Das Turnier ist unser Saisonabschluss“, sagt Christian Neuhaus „Es ist hier wirklich super. Die Anlage ist toll, und alle sind sehr freundlich.“ Zum Abschluss ihres Besuchs in der Wesermarsch fährt der VfL Platte Heide noch ins Nordseebad – eine Abkühlung haben sich alle verdient.

Das gilt auch für die zur Mittagszeit wichtigsten Männer des Turniers: Martin Schlack, Carsten Buller, Frank Pieperjohanns, Andreas Pudel sowie Hagen Kemper und Ulf Lachnitt braten die Würste, frittieren die Pommes und verbreiten jede Menge gute Laune – von zehn bis 18 Uhr. Oder, wie sie es selbst sagen: „Solange, bis das Turnier zu Ende ist.“

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Auch für die Kinder der zweiten E-Jugend des TSV Abbehausen ist das Turnier auf dem eigenen Sportgelände gleichbedeutend mit dem Saisonabschluss. „Die Kinder sollen noch mal Spaß haben“, sagt Thomas Habbe, der die Mannschaft zusammen mit Bernd Deters trainiert. Kurz zuvor hatte er sie auf das nächste Spiel vorbereitet. „Hannes, keine Kompromisse“, sagte er. Aber nicht nur Hannes nickte, alle nickten. Schließlich hieß der Gegner 1. FC Nordenham. „Und da brauche ich ja wohl nicht viel zu sagen“, meinte Thomas Habbe. Aber die beiden Trainer verdeutlichen anschließend: Die Platzierung sei egal, zumal ihre Mannschaft zum jüngeren E-Junioren-Jahrgang zähle und die Teams mit älteren Spielern oftmals doch ein wenig weiter seien. Ganz ohne Ehrgeiz geht’s natürlich nicht. „Wir sind unglücklich gestartet, haben uns dann aber gesteigert“, meint Thomas Habbe, der sich aber auch noch gerne an das Spaßspiel „Eltern gegen Kinder“ am Samstagabend erinnert. „Das ist hier schon eine tolle Gemeinschaft – und die ist bei diesem Turnier auch sehr wichtig“, meint er.

Bei den Spielen der Finalrunde geht’s mit vollen Einsatz um den Sieg – wie zum Beispiel in der Partie zwischen dem VfB Hilden und dem SVGO Bremen. Am Ende jubeln die Kinder aus Hilden, während die Bremer nach dem Schlusspfiff die Köpfe hängen lassen. Für die Trainer und Betreuer des Bremer Vereins geht das Spiel aber noch weiter: Sie sprinten aufs Feld, um ihre Kinder zu den gegnerischen Spielern zu schicken, damit sie ihnen gratulieren.

Und dafür ernten sie den Respekt des Siegers. „Das ist wirklich eine tolle Sache“, sagt Hildens Trainer Ronny Schäfer. Aber er sagt auch, dass sich die meisten Mannschaften so verhalten. „Wir Trainer und auch die Eltern sagen den Kindern immer wieder: Seid faire Verlierer.“ Und während des Abbehauser Turniers wird Fairness gelebt.

Und das freut niemanden mehr als den Hauptorganisator. Harald Renken ist am Sonntagmittag einfach nur glücklich. „Wenn der Anpfiff erfolgt ist, läuft es wie ein Uhrwerk“, sagt er. Während des Betreuertreffens am Samstagabend habe es ausschließlich Lob gegeben. „Alle sind zufrieden“, sagt Renken.

An die emotionale Eröffnungsfeier wird er sich wohl noch lange erinnern – und an die Tatsache, dass sich am Samstag ein prominenter Gast die Spiele des Abbehauser Turniers angeschaut hat: Werder Bremens Trainer Alexander Nouri.

Renken staunt noch am Sonntag. „Wir wussten nicht, dass sein Sohn für Weyhe spielt“, sagt er und bewunderte Nouri für dessen schier unendliche Geduld. „Der Arme ist von den Kindern wirklich umlagert worden“, sagt Renken und freut sich, dass Werders Trainer dem TSV Abbehausen gleich mal ein dickes Kompliment gemacht hat.


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Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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