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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Waddenserin Mareile Folkens freut sich über Vizemeisterschaft

14.05.2018

Königsmoor /Wesermarsch Stark: Die 17-jährige Friesensportlerin Mareike Folkens aus Waddens ist Deutsche Vizemeisterin im Feldkampf. Mit insgesamt 322 Metern nach sechs Würfen mit der Hollandkugel lag sie am Freitag im Windpark Königsmoor nur zwei Meter hinter der neuen Titelträgerin Lene Gerjets aus Etzel.

Mareile nahm’s gelassen. „Heute morgen mit dem Kloot war ich recht nervös. Jetzt bin ich zufrieden“, sagte sie. Bronze gewann Julia Heiken (Schirumer-Leegmoor, 316 m). Die Teamwertung ging mit 962 Metern an den Friesischen Klootschießerverband. Zweiter wurde das Team des Verbands Schleswig Holsteinischer Boßler (VSHB, 748 Meter).

Den Wettkampf der männlichen Jugend gewann der Grabsteder Bjarn Bohlken mit 432 Metern. Mit dem Flüchterschlag hatte er sich einen Vorsprung von 14 Metern vor dem Silbermedaillen-Gewinner erarbeitet. Platz vier belegte Thore Bruns aus Waddens (396 m), Platz fünf Rico Wefer aus Mentzhausen (395 m).

Im Wettbewerb der Frauen schrammte Wiebke Schröder aus Haarenstroth knapp an der erfolgreichen Titelverteidigung vorbei. Mit 324 Metern wurde sie Vizemeisterin. Sie hatte unter den schlechten Platzbedingungen gelitten: Der vierte und der fünfte Wurf blieben an der 40-Meter-Marke direkt nach dem Aufschlagen liegen. Das wurmte sie. „Eine Deutsche Meisterschaft sollte auf ordentlichem Wettkampfniveau ausgetragen werden“, sagte sie.

Siegerin wurde die Erfolgsboßlerin Anke Klöpper aus Südarle mit 331 Metern. „Das habe ich noch gerne mitgenommen“, sagte sie. Den Bronzerang teilten sich die Ex-Europameisterin Marina Kloster-Eden aus Theener und Regina Schmidt vom VSHB mit jeweils 307 Metern.

Die Männer des VSHB profitierten von den Bedingungen. Sie nutzten den Rundwurf zum weiten Flüchten und gewannen Gold im Einzel und mit dem Team. Knud Seiler siegte mit 541 Metern. Auch Bronze ging an den VSHB – an Mark Henri Jürgens mit 481 Metern. Dazwischen schob sich Sören Bruhn aus Schweinebrück mit 487 Metern. Keno Vogts aus Hollwege wurde mit 441 Metern Zehnter.

Viel Kritik gab es derweil am Feldkampf-Gelände. Die ursprüngliche Fläche war zu nass. Deshalb waren die Veranstalter auf eine andere Fläche ausgewichen. Doch dieses Gelände erwies sich alles andere als ideal für die Sportler. Es stand eine 400 Meter lange Bahn zur Verfügung. Wer vor dem letzten Wurf die 350-Meter-Marke übertroffen hatte, musste vom Startpunkt aus weiterwerfen. Der hintere Teil des Geländes war tief und feucht. Dort war nur noch das Flüchten möglich. Ein Trüll, also ein Auslaufen der Kugel, war Glückssache. Das Gras war zwar gemäht worden, aber schon wieder ordentlich nachgewachsen.

Der FKV-Vorsitzende Jan-Dirk Vogts sprach von schwierigen Bedingungen. „Das Wettkampf-Gelände war nicht für den Feldkampf geeignet. Es hat den Schleswig-Holsteinern mit ihrem Wurfstil in die Karten gespielt.“

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