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Ausnahmetalent siegt mit beeindruckender Konstanz

14.05.2018

Königsmoor /Wesermarsch Hut ab: Der Grabsteder Bjarn Bohlken ist Deutscher Meister im Standkampf der Klootschießer. Bei den neunten Titelkämpfen im Windpark Köngsmoor zeigte er am Wochenende einen überragenden Wettkampf in der Altersklasse männliche Jugend. Mit 239,05 Metern gewann der Starter des Friesischen Klootschießerverbands (FKV) den Wettkampf überlegen. Seine Konstanz war beeindruckend: Bjarns bester Wurf landete bei 79,70 Metern, sein schlechtester bei 79,20 Metern. Damit stellte er zugleich eine persönliche Bestleistung auf.

Der Trainingseifer des 17-Jährigen hatte sich ausgezahlt. „Seit drei Monaten habe ich jede Woche fünf Mal mit dem Kloot und drei Mal mit der Hollandkugel trainiert“, sagte er. Bjarn stammt aus einer echten Klootschießer-Familie. Der neue Deutsche Meister betonte dann auch, dass sein Vater Karl-Georg ihn enorm unterstützt habe.

Um Platz fünf und sechs gab es ein heißes Duell zweier Werfer aus der Wesermarsch. Thore Bruns (190,35 m/65,80 m) aus Waddens ist gerade erst 16 Jahre alt geworden und hatte in der Endabrechnung fünf Zentimeter mehr auf dem Zettel stehen als Rico Wefer aus Mentzhausen (190,30 m/65,65 m).

Die amtierende Europameisterin Jasmina Dollmann aus Großheide freute sich über den Titel in der weiblichen Jugend. Die Ostfriesin siegte mit 150,65 Metern. Ihr bester Wurf landete bei 50,65 Metern. Vizemeisterin wurde Antje Ubben aus Stedesdorf (143,75 m/51,05 m). Platz drei belegte Merle Gäthje vom VSHB (116,50 m/40,75 m). Mareile Folkens aus Waddens fand nicht zu ihrer gewohnten Form. Zwei Ausreißer (91,65 m/42,50 m) warfen sie auf den letzten Rang zurück.

In Wettbewerb der Frauen waren die vier ostfriesischen Werferinnen mit ihrem Rundschlag eine Bank. Den Sieg feierte die 25-jährige Europameisterin Anke Redelfs aus Utgast (174,70 m/60,50 m). Platz zwei belegte Titelverteidigerin Ann-Christin Peters aus Ardorf (171,10 m/58,10 m). Dementsprechend hatte der FKV auch in der Mannschaftswertung mit 663,55 Metern die Nase vorn. Der VSHB musste sich mit 575,15 Metern zufrieden geben.

Die Titelkämpfe in der Hauptklasse der Männer waren einseitig. Die Schleswig-Holsteiner dominierten. Dem FKV-Team fehlte ein Antreiber. Ein Aufbäumen war nicht zu erkennen.

Den Titel holte sich Mike Plän vom VSHB. Er trumpfte mit 266,75 Metern (86,15 m, 90,25 m, 90,35 m) auf. Dem Europameister Hendrik Rüdebusch aus Vielstedt-Hude fehlten 75 Zentimeter zum Bronzeplatz (242,90 m/82,00 m). Rüdebusch war ehrlich. „Die erforderlichen Trainingseinheiten konnte ich zeitlich nicht stemmen.“

Ähnlich sah es bei den anderen Oldenburgern ans. Sören Bruhn aus Schweinebrück (238,75 m/83,50 m), Ludger Ruch aus Mentzhausen (225,15 m/76,80 m) und Keno Vogts aus Hollwege (201,80 m/67,95 m) blieben ein wenig hinter ihren Möglichkeiten zurück. FKV-Boss Jan-Dirk Vogts analysierte knallhart: „Da wurde psychisch und physisch nicht dagegengehalten.“

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