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Faustball: Pandemie bremst Lemwerder TV aus

15.04.2021

Lemwerder Die Faustball-Abteilung des Lemwerder TV hat sich in großen Buchstaben und grellen Farben die Intensivierung der ohnehin schon guten Jugendarbeit auf die Vereinsfahnen geschrieben – „und dann kam Corona – und damit hat sich das vorerst erledigt“, sagt Uwe Kienast.

Die nachwuchsarbeit

Der 63-jährige Abteilungsleiter ärgert sich. Der Verein wollte die Arbeit mit Kindern der Altersklassen U 8 und U 10 verstärken. „Aber wir haben derzeit keinen Zugriff auf die Kinder. Es gibt schließlich auch keine Schul-AGs. Das tut uns richtig weh“, sagt Kienast. Um diesen Altersbereich kümmern sich beim LTV drei Menschen: Stephanie Suhren, Kienast selbst – und Julian Aust. Aust ist im vergangenen Jahr nach einer einjährigen Pause zum LTV zurückgekehrt und übernahm eine zweite wichtige Aufgabe: Er löste Kienast als Trainer der Regionalliga-Männermannschaft ab.

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Kienast fordert einfache Punktrunde

Bei der Entscheidung, die Bundesliga-Feldsaison später starten zu lassen, hat die Deutsche Faustball-Liga (DFBL) die Vereine mitgenommen. „Es gab viele unterschiedliche Rückmeldungen und Vorschläge, wie die Saison gestaltet werden kann“, sagt DFBL-Präsident Ulrich Meiners. Für ihn steht fest, „dass wir wieder eine Corona-Saison spielen, bei der nicht alles so sein wird, wie wir es kennen.“

Uwe Kienast, Abteilungsleiter des Lemwerder TV, meint im Hinblick auf die nächste Spielzeit, dass es nicht ratsam sei, alles zugrunde zu regulieren. „Wir sollten mit gesundem Menschenverstand planen und langsam anfangen, statt sofort volle Pulle zu geben.“ Er meint, dass es sinnvoll sei, die Sommersaison als einfache Punktrunde anzubieten – ohne Auf- und Absteiger. So gebe man den Spielerinnen und Spielern die Chance, nach anderthalb Jahren langsam in den Sport reinzukommen. „Und wenn die Hallenrunde kommt und alle im Training stehen, können wir richtig loslegen.“ Doch in der Feldsaison sollte man die Spielerinnen und Spieler mit Samthandschuhen anfassen. „Ansonsten sind Verletzungen programmiert.“

Der Nachfolger

Kienast hatte sich auf die Suche nach einem Nachfolger gemacht. „Es war einfach an der Zeit“, erzählt er. „Außerdem spielen meine Söhne Lasse und Matti in der Ersten. Und was während des Spiels passiert, trägt man einfach mit nach Hause. Ich saß dann als Vater und Trainer immer zwischen den Stühlen“, sagt er. Er habe einfach keine Lust mehr gehabt, sich in den Diskussionen ständig rechtfertigen zu müssen, sagt er und lacht. Aber er werde eng am Team bleiben. „Ich werde weiter mit zu den Spielen fahren, die Spieler unterstützen und auch die Schiedsrichter-Jobs am Spieltag übernehmen.“

Für den Rest ist Aust verantwortlich. Der ehemalige Kapitän des LTV ist ein lizenzierter Trainer und wird seine Mannschaft auch als Abwehrspieler unterstützen, wenn wieder um Punkte gekämpft wird. Kienast hofft auf eine langfristige Zusammenarbeit. Dass Aust auch im Nachwuchsbereich tätig ist, spricht für sich. „Julian hat selbst zwei Kinder und zu Kindern einen guten Draht“, sagt Kienast.

Die Ziele

Die erste Männermannschaft soll laut Kienast den Platz in der Regionalliga behaupten. Lemwerders Spieler hätten zwar den Aufstieg in die 2. Liga auf ihren Motivationszetteln stehen. Doch der Sprung in die nächsthöhere Liga sei derzeit unrealistisch, meint Kienast. Die Mannschaft sei noch zu jung. „Uns fehlt die Routine. Vielleicht kommt ja der nötige Schwung mit Julian.“

Für das in der 2. Bundesliga Nord spielende Frauenteam gilt dieselbe Marschroute wie für die Männer. Es soll und will weiter zum festen Bestandteil der Liga gehören. Doch die Lemwerderanerinnen sind eine Gruppe ehrgeiziger Spielerinnen, die beim Blick auf die Tabelle gerne auf das obere Drittel schauen. Das weiß auch Kienast. Außerdem kehren nach den Worten des Abteilungsleiters Stephanie Suhren und Darja Kohlweß in den Kader zurück – zwei erfahrene Spielerinnen. Kienast: „Wenn das Team an Aufstiegsspielen teilnehmen kann, wird es die Chance wahrnehmen.“

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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