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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Hendrik Sosath übt sich in Zurückhaltung

29.05.2019

Lemwerder /Hamburg Es ist ein Reitturnier der Superlative – und mit dabei sind Hendrik Sosath und seine Schwester Janne Sosath-Hahn vom Stedinger Reit- und Fahrverein Sturmvogel Berne. Die ersten Prüfungen im Zuge des Deutschen Spring- und Dressurderbys in Hamburg (Klein Flottbek) beginnen an diesem Mittwoch. Höhepunkt ist das legendäre Springderby am Sonntag um 13.45 Uhr.

Und dann will auch Hendrik Sosath zum Teilnehmerfeld gehören. Aber mit Prognosen hält er sich im Vorfeld zurück. „Man muss schauen, wie es läuft“, sagt er. „Jeder Tag bringt etwas Neues. Man weiß nie, was kommt.“

Die Zurückhaltung ist nachvollziehbar. Schließlich weiß er, dass er sich mit absoluten Topreitern messen muss und er es mit einem extrem schweren Parcours zu tun bekommt. Im Jahr 2009 hat der Lemwerderaner in Hamburg erstmals für Aufsehen gesorgt. Mit dem selbst gezogenen Laokoon belegte er Platz vier und erhielt so ganz nebenbei den Preis für den stilistisch besten Ritt.

Auch Hendriks Schwester Janne Sosath-Hahn präsentiert in Hamburg zwei Pferde. Sie startet in der großen Tour der Spooks-Amateur-Trophy über 1,40 Meter hohe Hindernisse und hat für diese Prüfungen am Donnerstag und Samstag Cadora und Casirus genannt.

Hendrik Sosath wird vier Pferde präsentieren. Casino Berlin stellt er dem Publikum am Mittwoch zunächst im Eröffnungsspringen vor, ehe es am Donnerstag in der Zwei-Phasen-Springprüfung und am Samstagmorgen in einer Springprüfung mit Stechen über 1,50-Meter-Hindernisse um den Sieg geht. Casalido geht im Youngster-Cup an den Start. Für das Springderby kommen Quel Chanel und Lady Lordana in Frage. Um erneut einen Platz im Derby zu ergattern, muss sich Sosath zunächst durch zwei Qualifikationen kämpfen. Die erste steigt am Mittwoch um 15.30 Uhr, die zweite am Freitag um 13.45 Uhr.

Die Ergebnisse der vergangenen Wochen könnten den Lemwerderaner positiv stimmen – aber er bleibt bei der selbst auferlegten Zurückhaltung. „Ja“, sagt er. „Die Ergebnisse waren gut.“ Doch sogleich folgt ein großes Aber: „Das hat alles nichts mit dem Derby zu tun – auch die beiden Qualifikationen nicht“, meint er. „Das Derby am Sonntag ist eine ganz andere Nummer. Alles andere ist nur ein Aufwärmen.“ Da spricht der Realist. Dabei ist Hendrik Sosath ein Reiter, der das Gefühl kennt, eine Prüfung in Hamburg zu gewinnen. Mit Quel Chanel hat er schließlich 2016 das Speed-Derby für sich entschieden.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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