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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Extremsportler Michael Taylor: Der wohl zäheste Bursche der Wesermarsch

20.10.2015

Nordenham Michael Taylor hat sich einer der anstrengendsten Herausforderungen seines Lebens gestellt: dem 24-Stunden-Mud-Masters-Hindernislauf im niederländischen Biddinghuizen. Dabei handelt es sich kurz gesagt um eine Veranstaltung, bei der ein Hindernisparcours innerhalb von 24 Stunden so oft wie möglich absolviert wird.

Dass sich jedoch sehr viel mehr dahinter verbirgt, zeigt schon die Tatsache, dass ein Teilnehmer niemals alleine in ein Rennen gehen darf. Ihm zur Seite steht in jedem Fall eine so genannte Supporting-Crew. Das sind mindestens eine oder maximal zwei Begleiter. Sie sind während des Rennens für die Verpflegung, Ausrüstung und mentale Unterstützung der Läufer zuständig. Michael Taylor hatte seinen langjährigen Freund Benjamin Lenz dabei, der normalerweise als Sportlehrer arbeitet.

23 000 Teilnehmer

Hindernisläufe dieser Art erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. Beim kräftezehrenden Rennen in den Niederlanden standen über 23 000 Teilnehmer über die Distanzen 6,18 und 42 Kilometer in den Startlöchern. Die Königsdisziplin mit circa 100 Teilnehmern bildete das 24-Stunden-Rennen.

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Michael Taylors Rennstrecke setzte sich aus drei Komponenten zusammen. Als erstes ist ein Parcours von 18 Kilometern zu bewältigen. Es folgt ein weiterer Parcours von 12 Kilometern Länge. Diese beiden Abschnitte sind in maximal 6 Stunden zu absolvieren, um nicht disqualifiziert zu werden. Der dritte Abschnitt ist eine Strecke von 6 Kilometern Länge, die die Läufer bis zum Ende des Rennens immer wieder wiederholen.

Unterwegs ist die Rennstrecke mit schwierigen Hindernissen gespickt, die den Läufern einiges abverlangen. Jump Overs (Barrieren, die übersprungen werden), Tubes (Röhren) oder Wet Feet (nasse Füße) hören sich harmlos an im Vergleich zu Stationen, die Sizzler (Brutzler), Claustrophobia (bedrückende Enge) oder Battlefield (Schlachtfeld) heißen und überwunden werden wollen.

Michael Taylor konnte vor dem Rennen nicht so recht abschätzen, was ihn erwartet: „Ich bin in diese Herausforderungen gegangen, ohne genau zu wissen, was auf mich zukommen wird. Ich war mir jedoch bewusst, dass ich eine ganz neue Erfahrung machen und sowohl physisch als auch mental an meine Grenzen stoßen werde.“ Diese persönliche Einschätzung hat sich bewahrheitet.

Der Nordenhamer ging den Lauf zu Beginn langsam an, um auch am Ende noch Energiereserven zu haben. Nach 50 Kilometern legte er die ersten kleinen Pausen ein. Es folgte der für ihn anstrengendste Teil des Rennens, die Zeit zwischen 1 Uhr und 5 Uhr. Als größtes Hindernis erwies sich in diesem Zeitraum die Kälte. Trotz des wärmenden Neoprenanzuges, den er trug, verordnete ihm sein Freund Benjamin Lenz eine Zwangspause, weil Michael Taylors Körpertemperatur einfach zu niedrig war. Auch der Konkurrenz machte die Witterung zu schaffen. Von den 100 Teilnehmern waren gerade noch 10 im Rennen.

80 Kilometer geknackt

Nach der Pause ging Michael Taylor zurück auf die Strecke, um sein persönliches Ziel, die 80 Kilometer, zu knacken. Dies gelang ihm jedoch bereits lange vor Ablauf der 24 Stunden, so dass er sich mit 100 Kilometern einer neuen Herausforderung stellte. Mit fortschreitendem Rennen verschlechterte sich jedoch der Zustand der Bahn zusehends, die mit jeder absolvierten Runde matschiger wurde. Seine Beine fühlten sich immer mehr an, als wären sie mit Blei gefüllt.

Michael Taylor beendete das Rennen mit 96 zurückgelegten Kilometern und über 300 absolvierten Hindernissen auf Platz 6. „Dieser Lauf war ein Ausnahmeevent und genau so hart, wie ich es im Vorfeld erwartet hatte. Ich bin froh, dass das harte Training und die gute Teamarbeit zu einem solchen Spitzenergebnis geführt haben“, kommentiert Michael Taylor seine Gesamtleistung am Ende des Rennens.

So krass geht es beim 24-Stunden-Mud-Masters-Hindernislauf zur Sache

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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