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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Mehr Sicherheit für Mensch und Pferd

03.06.2016

Hiddigwardermoor Rauf auf den Kutschbock, einmal elegant die Peitsche geschwungen und schon setzen sich die beiden Pferde bereitwillig in Bewegung? Nein, so einfach ist das Fahren mit dem Zweispänner nicht. Das wissen Kati Einemann und die anderen neun Männer und Frauen, die an diesem Nachmittag auf dem Hof der Familie Ostermann zu Gast sind, natürlich – ganz so fremd ist ihnen der Umgang mit Pferden oder das Fahren mit der Kutsche nicht. Aber was sie alles wissen und praktisch unter Beweis stellen müssen, um das erwünschte Abzeichen zu bekommen, das hat die Teilnehmer dieses Fahrlehrgangs unter Leitung von Gerd und Stefan Ostermann doch überrascht – manchem Prüfling ist die Anspannung deshalb deutlich anzusehen.

Dabei haben sie bis zu diesem Tag bereits zwölf Wochen lang regelmäßig theoretisches Wissen erworben und am Simulator die richtigen Handgriffe geübt, bis es mit dem praktischen Teil losgeht. „Einen Fahrschein zu haben, ist keine Pflicht“, weiß Louise Ostermann, die ihren Mann Stefan tatkräftig unterstützt. „Aber er gibt Sicherheit.“ 20 Fahrstunden müssen die Lehrgangsteilnehmer absolvieren.

Grundsätzlich könne jeder eine Kutsche fahren. Aber gerade im Straßenverkehr könne es immer wieder zu brenzligen Situationen kommen, deshalb sei die Teilnahme an einem solchen Lehrgang empfehlenswert. Nicht nur, dass Autofahrer mit ihrem oft rücksichtlosen Verhalten die Tiere in Panik versetzen würden – auch die Pferde selbst seien nun einmal „unberechenbar“. Gerade Bahnübergänge, Unterführungen oder Brücken seien oft „Hindernisse für die Tiere“, da sei ein geübter Fahrer gefordert, so Louise Ostermann.

Auch das Wissen um Bremswege, das Anfahren oder das tierschonende Anbringen des Geschirrs mache das Kutschfahren für alle Beteiligten – und dazu gehören eben nicht zuletzt die Pferde – sicherer. „Man weiß nie, auf welche Situationen man im Straßenverkehr trifft“, gibt Louise Ostermann zu bedenken.

Die Teilnehmer des nach 2010 erstmals wieder angebotenen Lehrgangs im Alter von 30 bis 50 Jahren kommen aus dem Weser-Ems-Gebiet und aus unterschiedlichem Antrieb: einige sehen das Kutschfahren als Alternative zum Reiten, andere wollen bei Turnieren starten.

Eins aber ist allen gemeinsam: Die Nervosität ist unnötig. Unter den gestrengen Augen der erfahrenen Fahrrichter Gabriela Foltin-Münke und Manfred Weilage bestehen alle zehn Teilnehmer ihre Prüfung. Mit jeweils gutem Ergebnis – was natürlich auch die Ausbilder freut.

Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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